Anbau von Aronia

Die Aronia muss an gut beleuchteten, mäßig feuchten Standorten gepflanzt werden. Das Grundwasser sollte nicht näher als 1,5 bis 2 m an die Bodenoberfläche heranreichen.

Sie wächst und trägt gut auf verschiedenen Böden, außer auf sumpfigen und zu steinigen Böden. Hohe und stabile Erträge erzielt sie jedoch auf lockeren, gut gedüngten Böden. Saure Böden beeinträchtigen die Pflanzen nicht, aber durch Kalkung steigt der Ertrag.

Man kann Aronia im Frühjahr und Herbst pflanzen. Der Pflanzabstand beträgt 1,5–2 m zwischen den Pflanzen. Die Gruben werden in der Größe 60×40 cm gegraben, auf den Boden gibt man 100–150 g granuliertes Superphosphat und 60 g Kaliumsalz (besser 100–200 g Asche). Die Düngemittel werden gründlich mit der obersten Erdschicht vermischt, unter die Wurzeln der Setzlinge gibt man eine Schaufel Oberboden oder Humus ohne Dünger und füllt den Setzling mit dieser Erde auf.

Die Setzlinge werden beim Pflanzen nicht so tief eingepflanzt wie beispielsweise schwarze Johannisbeeren, sondern in der gleichen Tiefe, in der sie in der Baumschule gewachsen sind. Die Erde wird beim Einsetzen des Setzlings festgedrückt, dann wird gewässert (5 Liter Wasser pro Pflanze) und mit Humus, Torf oder anderen Materialien gemulcht. Im Jahr nach der Pflanzung werden die Pflanzen zurückgeschnitten, wobei Triebe von 15–20 cm Länge stehen bleiben.

Organische Dünger werden alle 2–3 Jahre ausgebracht (2–3 kg pro 1 m2), mineralische Stickstoffdünger jährlich im frühen Frühjahr (15 g Ammoniumnitrat pro 1 m2), Phosphordünger (30 g Superphosphat pro 1 m2) und Kalidünger (20 g Kaliumsalz pro 1 m2) im Herbst alle 1–2 Jahre. In den ersten Jahren wird der Boden unter den Sträuchern gelockert und Unkraut entfernt, im Herbst wird der Boden um die Pflanzen herum umgegraben.

Siehe auch:
Vermehrung der Aronia durch Grünstecklinge

Aronia-Sträucher neigen zu starker Verdichtung, daher müssen sie beschnitten werden. Für eine normale Entwicklung und Fruchtbildung reichen 40–50 Äste unterschiedlichen Alters im Strauch aus. Dazu lässt man jedes Jahr sechs basale Triebe stehen. Im Alter von sieben bis acht Jahren werden die Äste alt, deshalb entfernt man sie und ersetzt sie durch junge Basaltriebe. Beim Schnitt entfernt man auch schwache, abgebrochene, erfrorene und kranke Äste.

Die Aronia trägt jedes Jahr Früchte, obwohl die Erträge von Jahr zu Jahr schwanken. Die reifen Beeren bleiben lange an den Sträuchern. Die Ernte erfolgt entweder als einzelne Früchte oder als Schirmtrauben (dabei dürfen die Fruchtknospen an der Basis der Schirmtrauben nicht beschädigt werden). Die geernteten Früchte können in einem kühlen Raum bei mäßiger Luftfeuchtigkeit lange frisch bleiben.

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