Mulch aus Ziegeln. Genialer Schutz für Gartenbäume

Vielleicht ist es jemandem aufgefallen, dass in südlichen Ländern die Baumscheiben mit Steinen gemulcht werden. Warum wird das gemacht und kann man diese Erfahrung in Russland anwenden?

Tatsächlich werden in heißen Ländern Gärten und Weinberge oft mit Kies gemulcht. Der Sinn ist klar: Eine mächtige, wärmespeichernde Schicht von 15–20 Zentimetern glättet Temperaturschwankungen, auf der Steinoberfläche bildet sich Kondenswasser, das zu den Wurzeln in die Erde abfließt (und genauso leicht dringt Wasser beim Gießen ein), Unkraut dringt nicht durch, und der Boden unter dieser „Panzerung“ benötigt praktisch keine Pflege.

Es scheint eine universelle Lösung zu sein. Aber nur nicht für unser Klima und die fetten Böden. Bei uns wächst das Gras schnell durch den Kies, der Kies sinkt in den Boden ein, und nach 2–3 Jahren muss man das Grundstück buchstäblich mit einem Grader reinigen, wobei man zusammen mit dem Stein auch einen Teil der Erde verliert.

Die östlichen Nachbarn haben sich dagegen einen anderen Ansatz ausgedacht — das Mulchen mit Ziegeln und Fliesen. Chinesen, Japaner, Koreaner verwenden Reste von Baumaterialien nicht nur für Wege, sondern auch als Abdeckung für Beete. Die Idee erwies sich als so einfach und genial, dass man sich kaum der Begeisterung enthalten kann.

Warum das funktioniert

  1. Unter den Ziegeln bildet sich eine Zone stabiler Feuchtigkeit. Selbst bei Hitze bleibt es dort kühl, und aufgrund des Temperaturunterschieds entsteht Kondenswasser, das die Wurzeln versorgt.
  2. Der Boden trocknet nicht aus und überhitzt nicht. Im Gegensatz zu Folie oder Vliesstoff atmet der Ziegel und überhitzt die Erde nicht.
  3. Unkraut dringt fast nicht durch — das bedeutet, die Pflege der Pflanzungen reduziert sich auf ein Minimum.
  4. Ziegel und Fliesen speichern tagsüber Wärme und geben sie nachts ab — die Pflanzen erhalten zusätzliche Wärme.
  5. Das Material ist kostenlos: Viele haben auf dem Grundstück ein paar Dutzend alte Ziegel oder Fliesen herumliegen.
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Welche Kulturen geeignet sind

Am besten gedeihen niedrige und kompakte Pflanzen: Salat, Spinat, Petersilie, Radieschen, niedrige Tomaten- und Paprikasorten, Gurken, Melonen und Wassermelonen. Für dekorative Effekte kann man einjährige Blumen pflanzen — Ringelblumen, Petunien, Kapuzinerkresse, Ageratum. Die Kompositionen sind nicht schlechter als Designerbeete.

Wie man es auf dem Grundstück nachmacht

  • Wählen Sie eine ebene Fläche.
  • Schütten Sie eine Schicht Humus oder Kompost auf.
  • Verlegen Sie die Ziegel oder Fliesen so dicht wie möglich, füllen Sie die Ritzen mit Sand oder Erde.
  • In den Zwischenräumen und in speziell freigelassenen „Fenstern“ pflanzen Sie die Setzlinge ein.

Bewässerung und Düngung

Bewässerung ist selten erforderlich: Es reicht aus, bei Hitze einmal das Beet direkt über die Ziegelsteine zu wässern. Darunter bleibt immer Feuchtigkeit. Wenn Sie möchten, können Sie leichte Blattdüngungen mit Mikronährstoffen oder Biopräparaten durchführen.

Vor- und Nachteile der Methode

Vorteile:

  • Wasser- und Arbeitsersparnis;
  • Schutz vor Unkraut;
  • Nutzung von «Abfall» Materialien;
  • ästhetisches Aussehen;
  • Verlängerung der Saison durch Wärmespeicherung.

Nachteile:

  • Schwer zu verlegen oder zu entfernen, wenn Sie die Kultur wechseln möchten;
  • In kalten Regionen kann der Ziegel im zeitigen Frühjahr den Boden länger kühl halten, und das Beet erwärmt sich später als üblich;
  • Das Material muss sorgfältig verlegt werden, sonst siedeln sich in den Ritzen Schnecken an.

Übrigens

Manche Hobbygärtner berichten, dass Tomaten und Paprika unter einer Ziegelmulch weniger unter der Krautfäule leiden. Denn die Blätter kommen nicht mit feuchter Erde in Kontakt, was das Eindringen von Pilzsporen verhindert. Andere bemerken, dass selbst bei starker Trockenheit Salate unter den «Ziegeln» frisch aussehen, im Gegensatz zu offenen Beeten. Wenn Sie also übrig gebliebene Baumaterialien haben, entsorgen Sie sie nicht voreilig. Daraus können Sie sowohl funktionale Beete als auch originelle Blumenbeete gestalten.

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