Die Hauptaufgabe der Herbstdüngung von Obstbäumen und Beerensträuchern — ist es, einen optimalen Nährstoffvorrat zu schaffen, der hilft, alle Launen des Winters zu überstehen und im Frühling normal zu erwachen. Hier sind nicht nur organische, sondern auch mineralische Düngungen wichtig, ebenso wie die Form ihrer Anwendung.
Antwortet Agronomin Jelena Gorbunowa:
— Den Garten kann man bis Ende Oktober düngen. Orientieren Sie sich an der Wettervorhersage — 3-4 Tage vor Einsetzen der Kälte sollten Sie die Düngung besser einstellen.
Was benötigen die Gartenpflanzungen konkret jetzt? In erster Linie — Phosphor. Er stärkt und erhält die Wurzelsysteme der Obstbäume und Beerensträucher in angemessener Form, ist die Grundlage einer guten Immunität, erhöht die Widerstandsfähigkeit gegen extreme Temperaturschwankungen.
Das zweitwichtigste Element der Herbstdüngung — Kalium. Es unterstützt ebenfalls die Immunität und Widerstandsfähigkeit gegen ungünstige Faktoren und fördert im Frühling das Pflanzenwachstum.
Stickstoff ist im Herbstmenü kategorisch kontraindiziert — die Aktivierung des Triebwachstums ist für uns jetzt völlig unnötig.
Nun zur eigentlichen Ausbringung. Phosphor lässt sich am einfachsten in Form von einfachem und doppeltem Superphosphat verabreichen. Dafür müssen Vertiefungen im Boden gemacht werden. Bei Bäumen beträgt die Tiefe dieser bis zu 15 cm, bei Sträuchern — nicht mehr als 10. Um jeden Baum und Strauch sollten mehrere solcher Vertiefungen im Kreis angelegt werden. Düngerverbrauch: für Beerensträucher — 15-20 g pro Strauch, für Bäume — 25-20 g. Nach dem Ausbringen ist eine Bewässerung erforderlich — Phosphorverbindungen sind wenig mobil, und Wasser wird benötigt, um sie im Boden besser zu lösen und eine für Pflanzen leicht aufnehmbare Form zu erreichen.
Von den Kaliumdüngern eignet sich Kaliumsulfat am besten. Nehmen Sie pro Quadratmeter 7-12 g des Stoffes. Der Boden unter dem Kaliumsulfat sollte zuvor mit Wasser durchtränkt sein, aber zum Zeitpunkt der eigentlichen Ausbringung nur leicht feucht, keinesfalls nass sein. Nach dem Ausbringen sollte das Kaliumsulfat leicht mit Erde bestreut werden.
Eine weitere sehr gute Option — Kalimagnesia. Hier ist dem nützlichen Kalium ein nicht weniger nützliches Magnesium beigemischt, das den Boden verbessert. Kalimagnesia wird in Form einer Lösung ausgebracht. Für Sträucher nimmt man pro Eimer Wasser 7-8 g, für Bäume — 15-20 g.
Organischer Dünger wird nur bei Bodenerschöpfung ausgebracht, optimalerweise alle 2-3 Saisons, nicht jedes Jahr, um die fruchtbare Gartenschicht zu erhalten. Die organische Mischung sollte aus Kompost, Humus und verrottetem, mindestens zwei Jahre altem Mist bestehen. Vermeiden Sie frischen Mist und Geflügelkot. Bei Bäumen, die älter als 20 Jahre sind, sollten Sie mindestens 20 kg der Mischung verwenden. Bei jüngeren Bäumen (10 bis 20 Jahre) sind 8-10 kg ausreichend. Bei noch jüngeren reichen 5-6 kg. Beachten Sie dabei: Bei Kernobst wird der organische Dünger so, wie er ist, ausgebracht, bei Steinobst ist es besser, Lösungen zu verwenden, indem Sie die Mischung im Verhältnis 1 zu 10 mit Wasser verdünnen.