Muss man die Wurzelausläufer entfernen?

Wurzelausläufer verderben den Gärtnern oft das Leben durch ihre Fülle, besonders wenn man nicht rechtzeitig darauf achtet. Am häufigsten leidet darunter die Pflaume, aber dieses Phänomen ist bei vielen anderen Obstkulturen zu beobachten. Es gibt jedoch Gärtner, die versuchen, sie rational zu nutzen, besonders auf dem Gebiet der Veredelungsübungen. Hat das einen Sinn?

Antwortet der Agronom:

— Wurzelausläufer von Obstbäumen sind eindeutig zu vernichten. Erstens entziehen sie dem Mutterbaum sehr viel Kraft, schwächen dabei auch seine Immunität, also seine Fähigkeit, Krankheiten zu widerstehen.

Zweitens werden sie zu einem Zufluchtsort für eine große Anzahl von Schädlingen, insbesondere locken sie Blattläuse an. Drittens stellen die dichten Wurzelausläufer eine Brutstätte für Krankheiten dar – verschiedene Fäulnisarten sowie Mehltau. Wenn Sie sie also nicht rechtzeitig beseitigen, werden Sie ein gewaltiges Problem bekommen, und all Ihre Bemühungen zum Schutz des Gartens sind umsonst.

Am besten beseitigt man sie in den Anfangsstadien. Man muss die Erde bis zu den Wurzeln des Elternbaums freilegen, die horizontale Wurzel finden, von der sie ausgehen, und diese Wurzel zusammen mit den Trieben herausschneiden.

Siehe auch:
Stickstoff oder Phosphor. Die Blätter verraten, was den Setzlingen fehlt.

Gerade wegen der Wurzelausläufer darf man alte Stümpfe bereits abgestorbener Bäume nicht in Ruhe lassen. Äußerlich tot, kann ein solcher Stumpf ringsum ganze Dickichte mit den bereits genannten schädlichen Auswirkungen hervorbringen.

Versuche jedoch, die Wurzelausläufer als Stecklinge für Veredelungen oder als Edelreis und Unterlage zu verwenden, sind sinnlos. Die Wurzelausläufer bringen keinen Nutzen und können keinen fruchttragenden Zweig hervorbringen. Daher sollte man keine Zeit darauf verschwenden.

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