Die Wostorg-Traube wurde in Russland entdeckt. Die Ausgangssorten für ihre Züchtung waren Sarja Sewera, Russkij Rannij und Dolores. Diese Sorte wird zu den Tafeltrauben gezählt.
Beschreibung und Charakteristik der Sorte
Wostorg besitzt eine gute Widerstandsfähigkeit gegen Krankheiten und negative Temperaturen. Er reift früh, etwa 100–120 Tage nach dem Austrieb. Die Sträucher sind mittelstark oder starkwüchsig.
Die Trauben der Wostorg-Traube sind konisch, manchmal können sie eine bizarre Form haben, groß, ihr Gewicht erreicht 540 Gramm, obwohl Fälle bekannt sind, in denen das Gewicht der Trauben der Sorte Wostorg bis zu zwei Kilogramm betrug.
Diese Weintraube hat große Beeren, ihr Gewicht erreicht bis zu 7 Gramm, leicht bauchig, weiß. Auf der Sonnenseite ist eine Bräune vorhanden, sie haben einen angenehmen Geschmack; sie enthalten eine große Menge Zucker. Das Fruchtfleisch knirscht, hat einen harmonischen Geschmack, die Schale ist mäßig fest, beim Essen unauffällig. Der Zuckergehalt schwankt zwischen 19 und 26 %.
Die Triebe reifen gut aus, ihre Fruchtbarkeit erreicht bis zu 85 %. Im Durchschnitt werden pro Trieb 1,4–1,7 Trauben gebildet. Die Sorte Wostorg zeichnet sich durch hohe Erträge aus, etwa 12 Tonnen pro Hektar. Am Rebstock sollten bis zu 45 Augen vorhanden sein, beim Rebschnitt 6 bis 10 Augen. Die Fruchtbarkeit der Augen nahe der Basis ist hoch, daher kann ein kurzer Rebschnitt auf 2–5 Augen durchgeführt werden. Die Stecklinge bewurzeln sich zufriedenstellend. Die Wostorg-Traube entwickelt sich gut auf starkwüchsiger Unterlage.
Eine Besonderheit der Sorte ist die Erhaltung der Geschmacksqualitäten der Beeren über 1–1,5 Monate. Die Sorte verträgt Transporte über weite Strecken gut. Sie reagiert gut auf rechtzeitige Bewässerung und Düngung. Große Trauben von Wostorg können bei richtiger Formierung des ausgewachsenen Stockes erzielt werden: Er sollte bis zu 30 Augen plus mehrjährigen Holzvorrat haben. Hohe Erträge können bei einer Bogenformierung des Stockes erreicht werden.
Die Traube hält großen Minustemperaturen bis zu -25 Grad stand; sie ist resistent gegen Graufäule und Mehltau. In warmen Regionen können die Rebstöcke dieser Sorte im Winter nicht abgedeckt werden, dennoch besteht ein gewisses Risiko von Schäden.