Die Mitte des Winters wird oft als «Zeit der Stille» bezeichnet, denn Ihr Grundstück wirkt still und leer. Aber selbst in der kältesten Jahreszeit hat ein fleißiger Besitzer sowohl draußen als auch drinnen zu tun. Es ist wichtig, Prioritäten richtig zu setzen und zu verstehen, welche Maßnahmen der zukünftigen Ernte wirklich nützen.
Inhaltsverzeichnis:
Schutz vor Frost und Schneemangel
Das Fehlen einer beständigen Schneedecke bei starkem Frost — eine der größten Wintergefahren für den Garten. Wenn der Schnee ausgeblieben ist und die Temperatur stark zu sinken beginnt, muss man sich um den Schutz der Pflanzen kümmern. Besonders betrifft dies mehrjährige Würzkräuter und Gemüse, die im Boden überwintern.
Sträucher von Stauden, Beete mit Petersilie und Möhren, die über den Winter stehen gelassen wurden, sollten mit Jute, altem Stoff, Vlies oder einem anderen atmungsaktiven Material abgedeckt werden (nicht mit Folie — die führt zum Faulen!). Dieser Schutz gleicht Temperaturschwankungen aus und verringert das Risiko von Erfrierungen.
Wenn der Schnee doch fällt, sollte man ihn nicht entfernen, sondern im Gegenteil bewahren: Er dient als natürliche Isolierung und Feuchtigkeitsquelle. Die einfachste und zugänglichste Methode des Schneerückhalts — Zweige, Strauchabschnitte, Reisig auf den Beeten auslegen. Beim Räumen der Wege sollte man den Schnee nicht auf einen Haufen schaufeln oder außerhalb des Grundstücks entsorgen. Viel sinnvoller ist es, ihn gleichmäßig im Garten zu verteilen, damit das Schmelzwasser im Frühling den Boden gleichmäßig durchfeuchtet.
Kontrolle der Vorräte im Lager
Im Winter erfordern die eingelagerten Gemüse besondere Aufmerksamkeit. Der Januar — eine geeignete Zeit für regelmäßige Kontrollen der Keller und Vorratskammern. Kartoffeln, Möhren, Rüben, Zwiebeln und andere Wurzelgemüse sollten nicht monatelang unbeaufsichtigt bleiben.
Die Kontrolle sollte nicht oberflächlich sein. Gemüse, das in Kisten oder lose gelagert wird, sollte von Zeit zuzeit durchgesehen werden. So lassen sich beginnende Fäulnis, Schimmel oder Schäden durch Nagetiere rechtzeitig erkennen. Alle verdorbenen Exemplare müssen sofort entfernt werden, damit sie nicht zu einer Infektionsquelle für die übrigen Vorräte werden.
Planung
Die Wintermonate eignen sich ideal für die durchdachte Planung der zukünftigen Pflanzungen. In der ruhigen Atmosphäre fällt es leichter, sich zu erinnern, welche Kulturen sich am besten bewährt haben und welche die Erwartungen nicht erfüllt haben. Sie können die Fruchtfolge im Voraus planen, die Kulturen auf die Beete verteilen, die Besonderheiten Ihres Grundstücks und Ihre eigenen Bedürfnisse berücksichtigen.
Danach sollten Sie sich mit dem Saatgut befassen. Fehlende Sorten kaufen Sie besser im Voraus, solange die Auswahl noch groß und die Preise stabil sind. Die vorhandenen Samen sollten Sie auf ihre Keimfähigkeit prüfen. Dazu säen Sie sie einfach in Töpfe mit Zimmerpflanzen aus und stecken ein Etikett mit der Angabe von Sorte und Kultur hinein.
Um später nicht durcheinanderzukommen, ist es praktisch, die Samen bereits im Winter in Mullbeutel zu sortieren und mit langlebigen Etiketten zu versehen.
Kauf von Gartengeräten und Düngemitteln
Der Januar ist eine günstige Zeit für den Kauf von Gartengeräten, Abdeckmaterialien, Düngemitteln und Pflanzenschutzmitteln. Außerhalb der Saison können Sie die Angebote leichter in Ruhe vergleichen und das wirklich Nötige auswählen.
Bei biologischen Präparaten sollten Sie jedoch die Lagerbedingungen berücksichtigen. Mittel auf Basis lebender Mikroorganismen sind empfindlich gegen Frost und können bei Lagerung in kalten Lagern ihre Eigenschaften verlieren. Daher ist es sinnvoller, solche Präparate im Frühjahr aus frischen Chargen zu kaufen.
Vorbereitung der Erde für die Anzucht
Im Winter beginnen viele Gärtner, die Erde für die zukünftigen Setzlinge vorzubereiten. Wenn die Erde im Voraus vorbereitet und gefroren ist, können Sie sie zum allmählichen Auftauen ins Haus bringen. Wenn Sie keinen Vorrat haben, bleibt Ihnen entweder der Kauf von Fertigmischungen oder die Beschaffung von Erde während Tauwetterperioden, zum Beispiel aus Bodenaufschüttungen oder alten Maulwurfshügeln.
Jede Erde muss behandelt werden. Es gibt viele Methoden der Desinfektion, aber eine der einfachsten und effektivsten beruht auf dem Wechsel von Wärme und Kälte. Sie bringen die Erde ins Haus, befeuchten sie mit warmem Wasser und lassen die Unkrautsamen keimen und die Schädlinge erwachen, falls vorhanden. Danach bringen Sie die Erde wieder in die Kälte. Dieses Durchfrieren vernichtet den größten Teil der unerwünschten Vegetation und Schadorganismen.
Eine nützliche Beigabe zur Erdmischung ist Holzasche. Sie dient als Vorbeugung gegen die Schwarzbeinigkeit, erfordert aber Maß, da sie den Boden alkalisiert. Für die Anzucht der meisten Gemüsearten reicht ein Glas Asche pro Eimer Erde. Auch die Zugabe von gemahlenen Eierschalen wirkt sich positiv aus, da sie die Bodenstruktur verbessert und die Pflanzen mit Kalzium versorgt. Übrigens Der Januar ist der Monat, in dem das Fundament für die kommende Gartensaison gelegt wird. Die ruhige Arbeit mit Samen, Erde, Vorräten und Plänen ermöglicht es, den Frühling bestens gerüstet zu empfangen. Und dann werden die ersten warmen Tage keine Überraschung sein, sondern jedes Beet wird rechtzeitig und mit Bedacht vorbereitet sein.