Das Anbinden von Weinreben wird angewendet, um eine gute Ernte mit hervorragender Fruchtqualität zu erzielen. Die richtige Platzierung und Befestigung der Triebe am Spalier verbessert das Austreiben junger Triebe sowie die Gleichmäßigkeit ihres Wachstums.
Inhaltsverzeichnis:
Warum und wie Weinreben angebunden werden
Das Anbinden ist notwendig zum Schutz vor Wind und zur Vorbeugung verschiedener Krankheiten, die durch einen dichten, schlecht belüfteten Weinstock entstehen.
Das Trockenanbinden von Weinreben wird vor dem Saftfluss im Gewebe der Rebe durchgeführt. Mehrjährige Triebe können sogar im Winter angebunden werden, wenn unbedeckte Rebsorten in Regionen mit warmem Klima verwendet werden.
Vergangene Triebe, die zur Bildung von Armen und Stamm verwendet werden, werden vertikal angebunden. Lange Reben, die für die zukünftige Ernte belassen wurden, müssen horizontal angebunden werden. Bei dieser Anbindung befinden sich alle Knospen unter gleichen Bedingungen, wodurch ein gleichmäßiges Wachstum der Triebe und eine gleichmäßige Beerenbildung erreicht wird. Wenn ein Hochstammbusch gebildet wird, wird die Rebe an mehreren Stellen an der Stütze befestigt.
Um die Arbeiten beim Anbinden von Weinreben zu erleichtern, sollte man eine spezielle Schere zum Binden von Schlaufen verwenden. Das Bindeseil sollte aus Stahl mit einer Papierumwicklung bestehen. Schlaufenbinde-Scheren sind praktisch — sie ermöglichen das nötige Festziehen der Rebe, ohne den Trieb zu beschädigen.
Bei geringer Buschgröße sollten die Triebe in einer Linie an den untersten Draht gebunden werden. Bei vielen Armen wird das Anbinden der Reben am ersten und zweiten unteren Draht durchgeführt. Bei einem Hochstamm-Weinberg sollten die mehrjährigen Zweige zwischen zwei Drahtreihen mit speziellen Klammern angebunden werden.
Wann Weinreben angebunden werden müssen
Die grünen Triebe der Weinreben werden bis zu 4 Mal pro Saison angebunden. Das erste Anbinden erfolgt, wenn die Triebe eine Länge von 50 Zentimetern erreicht haben. Danach werden die wachsenden Triebe nach und nach an die folgenden Drahtreihen angebunden, sobald sie sich ihnen nähern. Bei Verwendung eines Spaliers werden die Triebe daran in vertikaler Position angebracht.
Das Anbinden der grünen Triebe erfolgt in Form einer Acht. Die wachsenden Triebe sollten nicht an den oberen Teilen des Triebes festgebunden werden, da dies das weitere Wachstum des Busches behindern kann. Die Formierung des Weinbusches am Spalier erfolgt so, dass die Triebe sich nicht berühren.
Bei Verwendung eines Doppeldrahts in den oberen Etagen des Spaliers sollten die grünen Triebe beim Wachsen zwischen die Drahtreihen geführt werden. Die Ranken heften sich selbst an die Stütze. Diese Methode ermöglicht eine mehrfache Reduzierung des Arbeitsaufwands.
Wenn die Ernte maschinell erfolgt, müssen die Triebe am Spalier mit einem Abstand von 30 Zentimetern zu den Pfosten platziert werden. Zum Anbinden werden Polymerfolie, Bast oder Bindfaden verwendet.