Geräumig und gemütlich. Alexander Tschussow hat eine Wassermelone in einer separaten Wohnung untergebracht.
Der Züchter Alexander Tschussow aus dem Moskauer Umland beschloss, zu Hause eine riesige Beere anzubauen. Damit die Pflanze viel Platz und Gemütlichkeit hatte, mietete er einen separaten Raum.
Alexander Tschussow aus Elektrogorsk bei Moskau — eine bekannte Persönlichkeit. Er züchtet riesige Pflanzen und hat bereits mehrere Preise bei verschiedenen russischen und internationalen Wettbewerben gewonnen. Ende letzten Jahres beschloss der Züchter, ein ungewöhnliches Experiment durchzuführen — eine riesige Wassermelone zu Hause anzubauen.
Allerdings lief anfangs nicht alles wie geplant. Damit die Wassermelone viel Platz hatte, beschloss Alexander, eine separate Wohnung für sie zu mieten. Der passende Raum war jedoch nicht zu finden: So lehnte ein Vermieter, als er erfuhr, dass der Mieter eine riesige Beere sein würde, sofort und endgültig ab.
«Letztendlich habe ich mich bei der Wohnungssuche etwas verzögert, und die Wassermelone, die die ganze Zeit als Setzling in einem kleinen Topf war, begann krank zu werden, — erzählt Alexander Tschussow. — Erst Anfang Dezember habe ich den Raum für sie eingerichtet, Lampen aufgehängt und die Wassermelone endlich in ein Growbag umgepflanzt — einen speziellen technischen Topf mit 150 Litern Fassungsvermögen»
Vorher — nachher. Foto: Aus dem persönlichen Archiv von Alexander Tschussow
Inhaltsverzeichnis:
Für die Maipicknicks
Für sein Experiment zieht Alexander eine Wassermelone aus dem Samen Wulf. Der Raum, in dem die Pflanze lebt, ist recht geräumig — 16 Quadratmeter. Die Gesamtleistung der Zusatzbeleuchtung — etwa 1,5 Tausend Watt.
Im letzten Jahr zog Alexander bereits eine Wassermelone in einem Raum — damals wuchs die Beere mit einem Gewicht von 29 Kilo. Zu diesem Zeitpunkt war das ein Rekord Russlands: Früher hatte noch niemand solche riesigen Beeren zu Hause erzielt. Wassermelonen werden generell selten zu Hause angebaut — ein zu komplexer und aufwendiger Prozess. Aber für Alexander ist es ein Experiment, dazu noch süß und lecker. Schließlich hat er nicht vor, die Wassermelone auf irgendwelchen Wettbewerben auszustellen, sondern wird sie einfach essen. Prognosen zufolge wird die Riesenbeere in etwa drei Monaten vollständig reif sein. Das heißt genau zu den Maipicknicks!
Weltrekorde
Mit dem Anbau von Riesenpflanzen begann Alexander Tschussow im Jahr 2017. Eigentlich liebte er schon seit seiner Kindheit die Arbeit in der Erde — bei seiner Tante und Großmutter. Aber erst Jahre später wurde dies zu seiner Lebensaufgabe.
«Seit 2022 pflanze und züchte ich jedes Jahr aktiv Riesen-Zwiebeln, Rote Bete, manchmal Tomaten. Aber das Wichtigste — sind natürlich Kürbisse. Im letzten Jahr gelang es mir, einen Rekordkürbis — mit einem Gewicht von 969 Kilogramm zu züchten.»
Der Anbau von Kürbissen — ist auch Selektionsarbeit. «Ich wähle verschiedene genetische Linien aus denjenigen aus, die ich pflanze, kreuze sie miteinander und warte ab, was dabei herauskommt. Natürlich verbessert sich die Qualität manchmal, manchmal verschlechtert sie sich. Aber es sind immer Riesenpflanzen.»
Zu den heutigen Errungenschaften von Alexander gehören:
- Kürbis — 969 kg,
- Rote Bete — 8 kg 200 g,
- Gurke — 4 kg 865 g,
- Rübe — 3 kg 650 g,
- Tomate — 1 kg 750 g,
- Wassermelone unter heimischen
- Bedingungen — 29 kg.
Der Anbau von Riesenpflanzen — ist eine eigene Sportart, und zwar auf internationalem Niveau. Und die russischen Teilnehmer sind aktiv in diesen Prozess eingebunden und belegen Preispätze. Im letzten Jahr führte beispielsweise ein Einwohner von Kaluga, Maxim Lebedew aus dem Bezirk Schukowski, mit seiner Wassermelone von 144,8 Kilo die Weltrangliste an. Stellen Sie sich vor, die größte Wassermelone auf dem Planeten Erde wurde genau in Russland gezüchtet! Und das, obwohl praktisch alle Länder an der Rangliste teilnehmen — von den USA und Kanada bis nach Australien und Neuseeland.
Und der letztjährige Kürbis von Alexander Tschussow mit 969 Kilo, der Sieger des russischen Wettbewerbs für Riesengemüse wurde, belegte in der Weltrangliste den 44. Platz und in der europäischen — den ehrenvollen 5. Platz. Es gibt ein Ziel! Vielleicht wächst die Wassermelone aus dem Samen von Wolf plötzlich zu einem Preispalz heran.
Preis der Sache
Ein Riesen-Gemüse zu züchten — ist nicht teuer, sondern phänomenal teuer. Beispielsweise kostet ein Kürbis bis zu 20.000 €. «Zunächst einmal habe ich für den Riesenkürbis ein Gewächshaus von 140 Quadratmetern errichtet. Außerdem muss man es mit der richtigen Menge an Düngemitteln und der richtigen Ernährung versorgen. Dazu ein spezielles Bewässerungssystem. Dazu kommt noch Strom, denn sowohl das Gewächshaus als auch der Boden müssen erwärmt werden. An heißen Tagen dagegen müssen die Ventilatoren eingeschaltet werden. Manchmal musste ich auf Gasheizung umstellen, auch das kostet. Ganz zu schweigen vom Zeitaufwand: Im Durchschnitt verbrachte ich 6 Stunden pro Tag bei meinen Kürbissen.»