Wie pflegt man eine Vriesea zu Hause?

Inhaltsverzeichnis:

Vriesea

Die Vriesea gehört zur Familie der Bromeliengewächse und ist eine exotische Pflanze, deren Heimat Südamerika ist. Heute sind mehr als 250 Arten bekannt, die aufgrund ihrer außergewöhnlichen Schönheit und Pflegeleichtigkeit in der Zimmerpflanzenkultur weit verbreitet sind.

Das Außergewöhnliche am Blütenstand der Vriesea ist seine pfeilförmige, leuchtend gefärbte Form. Es wird angenommen, dass diese Zimmerpflanze männliche Energie konzentrieren kann, weshalb sie häufig in Männerbüros und Eheschlafzimmern zu finden ist. Neben dieser magisch wohltuenden Wirkung kann die Vriesea jedoch auch für Allergiker äußerst gefährlich sein, da sie zu den natürlichen Allergenen gehört.

Die Zimmerpflanze Vriesea gehört zu den epiphytischen Arten mit einer großen trichterförmigen Rosette, aus der dünne und lange Blätter entspringen. Zu Hause werden etwa 150 Arten kultiviert, aber nicht alle sind bei Pflanzenliebhabern beliebt geworden. Liebhaber von heimischer Exotik bevorzugen gut an die örtlichen Bedingungen angepasste Hybriden dieser Blume. Die beliebtesten Sorten von Vriesea sind:

  • Splenriet;
  • Glänzende;
  • Foster-Vriesea;
  • Kiel-Vriesea und andere.

Die Vriesea hat je nach Art lange, manchmal bis zu einem halben Meter lange Blätter, die grün mit olivfarbenen oder dunkelgrünen Streifen gefärbt sind. Die originellen Blütenstände ähneln äußerlich einer Ähre, die aus kleinen Blüten und Hochblättern in kräftigem Rot, Gelb oder Orange besteht. Das Rätsel liegt darin, dass die Blüten der Vriesea dekorativ uninteressant sind – sie sind nicht besonders leuchtend und verblühen schnell, während die Hochblätter dagegen lange Zeit mit ihrer ungewöhnlichen Form und leuchtenden Färbung erfreuen. Die exotische Pflanze kann mehrere Monate lang blühen.

Grundpflege der Vriesea

Selbst für einen Anfänger in der Pflanzenpflege ist es nicht schwierig, der Pflanze die richtige Pflege zu Hause zu bieten. Es ist wichtig, die grundlegenden Aspekte des Anbaus zu beachten, und die Pflanze wird dankbar mit ihrem leuchtenden Erscheinungsbild erfreuen.

Zunächst einmal muss die Pflanze richtig zu Hause platziert werden. Vrieseen, unabhängig von der Sorte, lieben helles Licht, aber direkte Sonnenstrahlen sind für sie absolut kontraindiziert. Optimal ist es, die Blume so zu stellen, dass sie von der Morgen- und Abendsonne gut beleuchtet wird.

Auch die Temperatur ist wichtig. Die Pflege der Vriesea besteht in diesem Fall darin, eine konstante Temperatur von nicht unter 20 Grad und nicht über 25 Grad aufrechtzuerhalten. Abweichungen führen zu Veränderungen im Zustand der Pflanze.

Vriesea benötigt richtiges Gießen und rechtzeitige Luftbefeuchtung. Daher sollte die tägliche Pflege unbedingt das Besprühen der Blätter umfassen. Dies muss äußerst vorsichtig erfolgen, um den Blütenstiel nicht mit Wasser zu beschädigen.

Vom Frühling bis Mitte Herbst wird die Blume regelmäßig mit weichem, abgestandenem Wasser bei Zimmertemperatur gegossen. Dies geschieht durch Eingießen der Flüssigkeit in die Rosette, jedoch nur in mäßiger Menge; das Wasser sollte dort nicht länger als zwei Stunden stehen bleiben.

Ende Herbst und in den Wintermonaten wird die Vriesea wie andere Pflanzen auch gegossen – in den Boden. Wir erinnern uns: Zu feuchter Boden ist der schlimmste Feind der exotischen Schönheit.

Zu Hause umfasst die richtige Pflege die regelmäßige Düngung der Blumen. Hierfür eignen sich spezielle flüssige oder trockene Dünger für Zierpflanzen. Eine wichtige Bedingung: Die Zusammensetzung des Nährstoffkomplexes sollte einen minimalen Gehalt an Stickstoff und Kalzium enthalten. Der Dünger wird alle drei Wochen durch Besprühen mit einer Sprühflasche ausgebracht.

Eine Besonderheit der Vriesea, die zu Hause wächst, ist, dass die Pflanze nach der Blüte abstirbt. Die Blütezeit selbst kann bis zu drei Monate dauern. Da sie sich um die Fortpflanzung sorgt, bildet die Vriesea vor ihrem Absterben Ableger. Wie man eine Vriesea zu Hause kultiviert, betrachten wir etwas weiter unten. Allerdings sollten Blumenliebhaber verstehen, dass die Pflege einer so außergewöhnlichen Pflanze nicht nur aus den oben genannten Punkten bestehen kann. Man muss auch unbedingt die Blätter pflegen – sie sollten zweimal pro Woche mit einem feuchten Schwamm vom Staub befreit werden. Dieser Vorgang wirkt sich äußerst günstig auf den allgemeinen Zustand der Pflanze und ihr Aussehen aus.

Eine Vriesea wird nur umgetopft, wenn der bisherige Topf zu klein wird. Dieser Vorgang muss äußerst vorsichtig durchgeführt werden, da die Pflanze recht zerbrechliche Wurzeln hat. Auf den Topfboden wird eine Drainageschicht von etwa zwei bis drei Zentimetern gelegt, darauf dann die Erde. Diese kann man kaufen oder zu Hause selbst aus den folgenden Komponenten herstellen:

  • Torf;
  • Rasenerde;
  • Erde von Laubbäumen;
  • grober Flusssand;
  • kleine Stücke von Kiefernrinde.

Nachdem der Topf mit Erde gefüllt wurde, wird die Vriesea so eingesetzt, dass die Mitte der Rosette an der Oberfläche bleibt. Die Pflege der frisch umgetopften Pflanze erfordert besondere Aufmerksamkeit und Sorgfalt.

Wie wir sehen, ist die Pflege der Vriesea zu Hause gar nicht so schwierig. Es ist nur notwendig, die grundlegenden Empfehlungen zu befolgen, und die Pflanze kann sich voll entfalten.

Wie vermehrt sich die Vriesea zu Hause?

Wie bereits erwähnt, zeichnet sich die Vriesea dadurch aus, dass sie nach der Blüte abstirbt. Zuvor bildet sie jedoch Ableger zur Vermehrung. Und da es Blütenstände gibt, erfolgt auch die Samenbildung. Daraus ergibt sich, dass sich die Vriesea auf zwei Arten vermehren kann:

  • durch Samen;
  • Ablegern.

Die Samen sollten zu Hause sofort nach dem Öffnen der Samenkapsel gesammelt werden. Sie werden in einer schwachen Kaliumpermanganatlösung gewaschen und auf einem Papiertuch getrocknet. In der Zwischenzeit werden die Erde und die Behälter für die Aussaat vorbereitet. Am besten verwendet man dafür Torf und einen Behälter mit den Maßen 30 cm x 50 cm. Die Erde wird gegossen, die Samen werden hineingesät, danach wird die Schale mit Glas oder Plastikfolie abgedeckt und warm gestellt. Die optimale Temperatur zum Keimen der Samen zu Hause beträgt 22 Grad. Während dieser Zeit ist die richtige Pflege äußerst wichtig. Die Erde darf nicht austrocknen, und die Aussaat muss täglich gelüftet werden. Nach der Keimung der Samen, etwa in der dritten oder vierten Woche, müssen die Sämlinge abgehärtet werden. In den ersten Tagen wird die Folie für 15–20 Minuten entfernt, dann für eine Stunde und so weiter. Nach etwa zwei Wochen nach dem Erscheinen der ersten Keimblätter müssen die Pflanzen nicht mehr abgedeckt werden. Allmählich werden die Blätter kräftiger und entwickeln sich, und nach anderthalb Monaten können sie in einzelne Töpfe umgesetzt werden. Man sollte sich jedoch darüber im Klaren sein, dass die ersten Blüten an einer aus Samen gezogenen Vriesea frühestens nach drei oder vier Jahren erscheinen.

Die Anzucht einer Zierpflanze aus Ablegern zu Hause ist wesentlich einfacher. Die Mutterpflanze bildet nach der Blüte ausreichend viele Ableger. Diese haben die Fähigkeit, schnell zu keimen und Wurzeln zu bilden. Sobald die Ableger etwas gewachsen und kräftiger geworden sind, können sie in einzelne Töpfe umgesetzt werden, zumal sie bereits Wurzeln besitzen. Nach dem Umpflanzen werden die Setzlinge mit einem Einmachglas oder einer abgeschnittenen Plastikflasche abgedeckt, um die Eingewöhnung und die Stärkung des Wurzelsystems zu fördern. Während der Anzucht der Setzlinge zu Hause benötigen sie Pflege: regelmäßiges Gießen, Besprühen und Lüften.

Krankheiten der Vriesea

Diese exotische Zimmerpflanze ist, wie viele andere auch, anfällig für verschiedene Krankheiten, die sowohl durch falsche Pflege als auch durch Schädlinge verursacht werden können.

Das Auftreten hellbrauner Flecken auf den Blättern deutet auf direkte Sonneneinstrahlung hin, die der Pflanze Verbrennungen zugefügt hat. Der Topf sollte sofort aus der Sonne in den Schatten gestellt und leicht gewässert werden; auf keinen Fall sofort besprühen.

Wenn die Blätter ihren Turgor verlieren und die Pflanze lange Zeit nicht wächst, kann dies auf eine zu niedrige Raumtemperatur, feuchte Erde oder trockene Luft zurückzuführen sein. Bei unzureichender Luftfeuchtigkeit werden die Blattränder dunkel und trocknen ein. Die Vriesea sollte täglich besprüht werden.

Zu den Schädlingen, die sich am häufigsten auf Zimmerpflanzen ansiedeln, gehören die Spinnmilbe und die Bromelienschildlaus. Bei ihrem Auftreten vergilben die Blätter und fallen ab. Erste Hilfe ist eine Lösung aus Haushaltsseife, mit der die Blätter abgespült werden. Wenn diese Methode keinen Erfolg bringt, werden gemäß der Anleitung spezielle Insektizide eingesetzt.

Die Ansprüche der Vriesea an die Haltungsbedingungen sind durch ihre dekorativen Eigenschaften durchaus gerechtfertigt. Zudem wird die Kultivierung der exotischen Schönheit nur Freude bereiten, wenn man die wichtigsten Punkte beachtet und die Empfehlungen befolgt.

2>Pflege der Vriesea (Vriesea) zu Hause

Vriesea (Vriesea) ‑ eine umfangreiche Pflanzengattung aus der Familie der Bromeliengewächse. Diese Zimmerpflanze findet man oft in Geschäften, und es fällt schwer, sich ihrem Charme zu entziehen. Die exotische Erscheinung der Blüte zieht unweigerlich die Aufmerksamkeit auf sich.

Beschreibung der Blüte

Die Blätter der Vriesea sind in einer Rosette angeordnet, die eine Schale bildet. Ihre Farbe kann verschiedene Grüntöne annehmen oder ein Muster aus Flecken oder Streifen aufweisen. Aus der Mitte der Rosette wächst an einem langen Blütenstiel ein leuchtender Blütenstand, der in seiner Form an die Feder eines Feuervogels erinnert.

Besonderheiten beim Anbau der Blüte

Die meisten Blumenliebhaber betrachten die Vriesea als eine Pflanze mit mittlerem Schwierigkeitsgrad. Der tropische Ursprung zeigt, dass die Blume Wärme und Feuchtigkeit liebt. Wenn man optimale Bedingungen schafft, das Substrat richtig auswählt und die notwendige Pflege gewährleistet, kann man die Pflanze durchaus als anspruchslos bezeichnen. Allerdings wächst und blüht die Vriesea am besten in einem Florarium.

Einpflanzen der Zimmerpflanze Vriesea

Die meisten Vertreter der Gattung wachsen epiphytisch in Felsspalten und auf Bäumen, begnügen sich mit minimalen Substratmengen – diese Besonderheiten müssen bei der Kultivierung in der Wohnung berücksichtigt werden.

Pflanzmethoden

Diese Zimmerpflanze unterscheidet sich von den meisten beliebten Zimmerpflanzen. Im Handel ist sie in kleinen Töpfen erhältlich, doch die Vriesea kann auch völlig ohne Substrat wachsen.

Beim Einpflanzen in einen Topf sollte man einen kleinen, breiten und flachen Topf wählen, da die Pflanze schwach entwickelte Wurzeln hat. Sehr dekorativ wirken Pflanzen, die auf Rindenstücken oder Wurzeln mit einer kleinen Unterlage aus Torfmoos befestigt sind – die sogenannte Blockkultur.

Optimale Pflanzzeit

Die Wahl des Umpflanzzeitpunkts hängt von den Haltungsbedingungen der Vriesea ab. Bei künstlicher Beleuchtung richtet sich die Pflanzzeit nach dem Beginn des aktiven Wachstums, daher ist eine Pflanzung zu jeder Jahreszeit möglich. Bei Haltung ohne Zusatzlicht auf der Fensterbank sollte man die Pflanzung besser bis zum Frühjahr verschieben.

Erde für die Pflanze

Wenn die Vriesea im Topf kultiviert wird, benötigt sie ein spezielles Substrat. Normale Gartenerde ist für die Pflanze nicht geeignet. Von den im Handel erhältlichen Erdmischungen kann man Substrat für Orchideen oder Bromelien verwenden.

Das Substrat kann man auch selbst aus folgenden Komponenten herstellen:

  • Kiefernrinde;
  • Torferde;
  • Laubhumus;
  • Torfmoos (Sphagnum);
  • Kokosfaser oder -chips (optional);
  • Rhizome des Osmunda-Farns (optional).

Besonderheiten der Pflege der Vriesea im Haus

Die Vriesea ist aufgrund ihrer hohen Ansprüche an die Haltungsbedingungen nicht die einfachste Zimmerpflanze, aber sie als pflegeintensiv zu bezeichnen, wäre auch nicht richtig.

Standort und Beleuchtung für die Pflanze

Die Pflanze benötigt künstliche Beleuchtung oder helles, indirektes Licht. Die optimale Platzierung ist an Ost- oder Nordfenstern. An Süd- oder Westfenstern muss die Vriesea beschattet werden. In den Abend- und Morgenstunden ist direktes Sonnenlicht auf die Blätter erlaubt. Die Vriesea gedeiht hervorragend in Florarien nur unter künstlichem Licht.

Luftfeuchtigkeit

Die Pflanze stammt aus tropischen Regionen, daher benötigt sie eine hohe Luftfeuchtigkeit (60 % und mehr). Die Vriesea muss regelmäßig besprüht werden und während der Heizperiode stellt man sie auf eine Schale mit feuchtem Blähton.

Es ist besonders wichtig, eine hohe Luftfeuchtigkeit beim Anbau auf einem Block aufrechtzuerhalten, da die Pflanze unter solchen Bedingungen sehr schnell austrocknet.

Temperaturbereich für Vriesea

Vriesea ist wärmeliebend, verträgt starke Hitze aber nur bei hoher Luftfeuchtigkeit gut. Die optimale Temperatur für die warme Jahreszeit beträgt 22‑24 °C. Im Winter, bei Lichtmangel, kann die Temperatur auf 18‑20 °C gesenkt werden. Temperaturen unter 16 °C können für die Pflanze schädlich sein, da sie bei hoher Luftfeuchtigkeit oft zu Wurzelfäule und Pilzinfektionen führen.

Richtiges Gießen

Für die Bewässerung muss weiches Wasser mit minimalem Salzgehalt verwendet werden. In der warmen Jahreszeit sollte reichlich gegossen werden, wobei nicht nur die Erde im Topf, sondern auch Wasser in die Rosette gegossen werden muss. Das Substrat sollte stets feucht, aber nicht nass gehalten werden. Bei Temperaturen unter 18 °C ist die Bewässerung zu reduzieren, sodass die obere Substratschicht im Topf zwischen den Wassergaben abtrocknen kann. Es sollte auch nicht viel Wasser in der Rosette belassen werden.

Die Pflanze reagiert gut auf ein Bad unter der warmen Dusche, was die natürlichen Bedingungen bestmöglich imitiert. Bei hartem Leitungswasser sollte dieser Vorgang jedoch nicht zu oft durchgeführt werden, da das Substrat schnell versalzen würde.

Düngung der Pflanze

Die Pflanze benötigt nur eine minimale Menge an Nährstoffen, und Stickstoffdüngung sollte ganz vermieden werden. Daher sind gewöhnliche Düngemittel für Zimmerpflanzen für Vriesea nicht geeignet. Während der aktiven Wachstumsperiode sollte Vriesea höchstens alle 2‑3 Wochen zusammen mit dem Gießen gedüngt werden, und im Winter sollte die Düngung ganz eingestellt werden.

Schnitt von Vriesea

Vriesea wächst in einer kompakten Rosette und benötigt keinen Rückschnitt oder Formgebung.

Schnittmethoden (Grundtechniken, Feinheiten)

Der einzige notwendige Schnitt ist das Entfernen des getrockneten Blütenstängels, damit er das Aussehen der Pflanze nicht beeinträchtigt.

Umtopfen

Erwachsene Pflanzen benötigen kaum ein Umtopfen und können mehrere Jahre erfolgreich im gekauften Substrat wachsen. Der Vorgang ist in drei Fällen notwendig:

  1. Der alte Topf für die erwachsene Pflanze ist zu eng geworden, und die große Blattmasse macht die Pflanze in einem kleinen Topf instabil (Umtopfen alle 3 Jahre);
  2. Die Pflanze ist jung und wächst aktiv an Größe (jährlich bis zum Alter von 3 Jahren);
  3. Zum Abtrennen junger Pflanzen (nach Bedarf).

Die beste Zeit zum Umtopfen sind Frühling und Sommer, wenn die Pflanze aktiv wächst. Oft wird dieser Vorgang als schmerzhaft empfunden, insbesondere von erwachsenen Exemplaren.

Methoden des Umtopfens

Beim Umtopfen müssen die dünnen, empfindlichen Wurzeln vor Beschädigungen geschützt werden, da dies zu einer langwierigen Erkrankung der Pflanze führt. Achten Sie auch auf die Position der Rosette. Sie muss unbedingt über der Substratoberfläche liegen.

Das Umtopfen von Pflanzen auf Blöcken wird nur bei Vermehrung oder Zerstörung des Blocks durchgeführt, was selten vorkommt. Es ist schwierig, die Wurzeln beim Umtopfen zu erhalten, aber da sie gut belüftet werden, ist das Risiko von Fäulnis an beschädigten Wurzeln minimal.

Vermehrung

Die Vermehrung von Vriesea ist notwendig, um die Pflanze zu erhalten und neue Exemplare zu gewinnen.

Vermehrungsmethoden (Grundlegende Techniken, Feinheiten)

Für die Vermehrung werden 2 Methoden verwendet:

  • Vegetativ (durch Kindel);
  • Durch Samen.

Die Anzucht aus Samen ist problematisch, da sie sich selten ansetzen und es schwierig ist, frische Samen für die Aussaat zu kaufen. Ein wesentlicher Nachteil dieser Methode, abgesehen von den technischen Schwierigkeiten, ist das langsame Wachstum der Sämlinge. Eine aus Samen gezogene Pflanze blüht im 5. bis 10. Jahr, manchmal kann man 15 Jahre auf die Blüte warten.

Kindel bilden sich in den Blattachseln unmittelbar nach der Blüte. Wenn die Kindel ein Drittel der Größe der Mutterpflanze erreicht haben und eigene Wurzeln entwickelt haben, können sie in einen eigenen Topf gepflanzt werden.

Blüte der Vriesea

Der Blütenstiel bildet sich aus der Mitte der Rosette. Er kann einfach oder verzweigt, überhängend oder aufrecht sein.

Blütezeit und Blütenform

Die Blüten stehen in traubigen Blütenständen. Je nach Pflanzenart können die Blütenblätter frei sein oder zu einer Röhre verwachsen. Die Blütezeit ist artabhängig.

Bei den meisten in Zimmerkultur gehaltenen Pflanzen fällt die Blütezeit in die Sommermonate. Wird die Pflanze jedoch ganzjährig unter künstlicher Beleuchtung und bei konstanter Temperatur und Luftfeuchtigkeit gehalten, können die Blüten zu jeder Zeit erscheinen, abhängig davon, wann die Rosette von der Mutterpflanze getrennt wurde.

Blühstimulation

Probleme mit der Blüte treten selten auf und die meisten Vrieseen blühen im Alter von 2–3 Jahren, aber manchmal kann man bei älteren Pflanzen keine Blüten erreichen.

Vriesea ist verblüht, was ist danach zu tun?

Vriesea gehört zu den einmal blühenden Pflanzen. Die Rosette bildet nur einen Blütenstand, nach dessen Verwelken die Pflanze abstirbt. In der Regel bilden sich zum Zeitpunkt des Absterbens der Mutterrosette zahlreiche Kindel und Ableger.

Probleme, Krankheiten und Schädlinge

Alle Hauptprobleme treten bei Nichteinhaltung der Haltungsbedingungen auf. Im Herbst und Winter führen Zugluft und Übernässung des Substrats zu Fäulnis und verschiedenen Pilzinfektionen. Bei Hitze können die Blätter durch zu helles Licht oder trockene Luft an dekorativem Wert verlieren.

Die Pflanze wird von typischen Schädlingen von Zimmerpflanzen befallen:

  • Schildlaus;
  • Wollläuse;
  • Thripse;
  • Spinnmilben.

Häufige Arten (Sorten)

Zur Gattung Wriesie (Vriesea) zählen 360 Arten, von denen 150 in Häusern und Gewächshäusern kultiviert werden. Die beliebtesten sind:

  • Glänzende Wriesie;
  • Kiel-Wriesie;
  • Königliche Wriesie;
  • Wriesie Saunders;
  • Hieroglyphen-Wriesie.

Glänzende Wriesie (Vriesia splendens)

Die Blätter sind breit, riemenförmig, 20–40 cm lang, mit umgebogenen Rändern, grün mit quer verlaufenden Streifen in Dunkelgrün und Purpur. Der Blütenstand ist eine einfache Ähre aus gelben Blüten mit helleren Hochblättern.

Von dieser Art sind mehrere Kultivare bekannt. Der beliebteste ist die Wriesie Splenriet. Dieser Kultivar wird wegen seines langen, leuchtend orangeroten, schwertförmigen Blütenstandes auch „Feuerschwert“ genannt.

Kiel-Wriesie (Vriesea carinata)

Die Blätter sind hellgrün, bis zu 20 cm lang, weich und ohne Muster. Der Blütenstiel ist sehr dünn, bis zu 30 cm lang und oft überhängend. Sie kann mehrmals im Jahr blühen. Die Blüten sind gelb, bis zu 6 cm lang, mit leuchtend rosafarbenen Hochblättern. An der Spitze des Blütenstandes kann die Blütenfarbe grünlich sein. Manchmal verzweigt sich der Blütenstiel und bildet mehrere Ähren.

Königliche Wriesie (Vriesea regina)

Eine sehr große Pflanze von wahrhaft königlicher Größe. Die gräulich-grünen Blätter können eine Länge von 1–1,2 m bei einer Breite von 15–18 cm erreichen. Der Blütenstiel wird manchmal bis zu 2 m hoch. Der Blütenstand ist eine verzweigte Rispe mit überhängenden Seitenzweigen. Die Blüten sind beim Öffnen weiß und werden mit zunehmender Reife gelb und verströmen einen angenehmen Duft.

Wriesie Saunders (Vriesea saundersii)

Die Blätter sind ledrig, gräulich-grün, bis zu 40 cm lang und nach unten gebogen. Die Unterseite der Blätter ist purpurfarben. Der Blütenstand ist eine verzweigte Traube, oft überhängend. Blüten und Hochblätter sind gelb.

Hieroglyphen-Wriesie (Vriesea hieroglyphica)

Eine große und sehr dekorative Pflanze. Die Blätter werden bis zu 75 cm lang und scheinen mit Strichen und Streifen bemalt zu sein. Diese Art kann allein wegen ihrer dekorativen Blätter gezogen werden, denn selbst eine Traube gelber Blüten wirkt vor diesem Hintergrund nicht so effektvoll.

Nützliche Tipps (Hinweis für den Blumenliebhaber)
Die Pflanze mag es, wenn sich Wasser in der Rosette befindet, doch es kann stagnieren und zur Quelle bakterieller Infektionen werden. Daher wird empfohlen, einmal im Monat das Wasser zu entfernen und die Rosette gründlich von Schmutz zu reinigen.

Antworten auf Fragen der Leser

Lebensdauer der Pflanze

Die Lebensdauer der Pflanze hängt von der Anbaumethode ab. Eine aus Kindeln gezogene Wriesie lebt bis zu 2,5–3 Jahre, bis sie blüht. Sämlinge benötigen 10–15 Jahre, um das Blühalter zu erreichen, daher ist ihre Lebensdauer höher.

Siehe auch:
Blaufichte Pflege und Anbau

Ist diese Blume giftig?

Vriesea ist nicht giftig und für Menschen und Tiere ungefährlich.

Warum blüht die Vriesea nicht?

Blühprobleme treten bei dieser Pflanze selten auf. Die Ursache kann eine zu niedrige Haltungstemperatur oder ein geringes Alter der Pflanze sein.

Warum werden die Blätter gelb (trocknen sie aus)?

Ursachen für die Gelbfärbung der Blätter können sein:

  • Niedrige Luftfeuchtigkeit;
  • Überwässerung und Wurzelschäden im Winter;
  • Zugluft;
  • Schädlingsbefall.

Wie erfolgt die Überwinterung der Pflanze?

Wenn die Temperatur im Winter sinkt, sollte die Bewässerung reduziert werden. Bei künstlicher Beleuchtung und konstanter Temperatur gibt es keine eigentliche Winterruhe bei der Pflanze.

Vriesea

Vriesea ist eine außergewöhnlich schöne Zimmerpflanze. Neben anderen Blumen ist sie stets einzigartig in ihrer Blüte und fällt durch einen hellen, farbenfrohen Blütenstand auf. Aber so schön diese Blume auch ist, so anspruchsvoll ist sie und bereitet bei der Pflege viele Mühen. Um eine leuchtende Blume auf der Fensterbank zu haben, muss man einige Pflegegeheimnisse kennen.

Blütezeit

Normalerweise beginnt Vriesea im Sommer zu blühen, aber das hängt davon ab, wann sie gepflanzt wurde. Wenn die Blütezeit gekommen ist, aber die Vriesea nicht blüht, dann muss man ihr helfen – sie stimulieren. Das geht ganz einfach. Die Blühstimulation wird bei allen Pflanzen der Familie der Bromeliengewächse durch die Freisetzung von Ethylengas während der Fruchtreife durchgeführt. Dazu legt man eine reife Banane oder einige überreife Äpfel neben die Pflanze und bedeckt sie mit einem durchsichtigen Beutel (damit das Gas nicht entweicht).

Obwohl, wenn man die Pflanze richtig pflegt, ist eine Stimulation nicht nötig. Allerdings kann ein Grund dafür, dass die Vriesea dennoch nicht blüht, ein falscher oder zu kühler Standort vor der Blütezeit sein. Aus diesem Grund kommt es zu einer Verzögerung der Blüte oder sie bleibt ganz aus. Aber der Vorteil daran ist die Entwicklung von Kindeln der Vriesea, die zum Umpflanzen und zur Vermehrung verwendet werden.

Temperaturregime und Beleuchtung

Da Vriesea wärmeliebend ist, reicht es aus, im Raum eine Temperatur von +18 bis +22 °C zu halten, im Sommer nicht mehr als +28 °C. Im Winter ist es schwieriger; sie wächst, aber entwickelt sich langsam, daher ist ein Kauf im Winter und ein Transport äußerst unerwünscht.

Vriesea erfordert besondere Aufmerksamkeit hinsichtlich der Beleuchtung des Raumes, in dem sie sich befindet. Sie braucht das ganze Jahr über Licht. Im Sommer sollte sie nach Westen gestellt und vor direkter Sonneneinstrahlung auf die Blätter geschützt werden. Im Winter hingegen sollte sie auf eine Fensterbank auf der Südseite gestellt werden.

Bewässerung und die Bedeutung von feuchter Luft

Neben dem oben Gesagten ist die Vriesea auch eine feuchtigkeitsliebende Pflanze. Sie müssen bedenken, dass das Gießen der Vriesea nicht nur bedeutet, dass die Erde im Topf feucht sein sollte, sondern auch, dass Wasser in der Blattrosette der Pflanze vorhanden sein muss. Im Sommer sollte die Erde feucht sein, und in der Rosette sollte eine bestimmte Menge Wasser vorhanden sein. Und vor allem: Übertreiben Sie es nicht, wenn die Zeit des Blütenstandbeginns kommt. In die Rosette dürfen Sie kein Wasser gießen! Denn der Blütenstand könnte faulen.

Der empfohlene Bewässerungsplan: Gießen Sie dreimal pro Woche und wechseln Sie genauso oft das Wasser in der Rosette (das alte Wasser wird normalerweise durch Tränken eines Tuchs aufgesogen). Im Winter reduzieren Sie die Bewässerung natürlich auf einmal pro Woche, dabei ist die Erde im Topf nicht feucht, sondern angetrocknet. Wenn die Lufttemperatur im Raum, in dem die Vriesea wächst, unter dem Normalwert liegt, sollte ihre Rosette trocken bleiben. Wenn jedoch Pflege und Lufttemperatur normal sind, lassen Sie das Wasser für ein paar Stunden am Tag in der Rosette und saugen es dann auf. Das Wasser für die Vriesea sollten Sie vor dem Gießen von Verunreinigungen befreien; es muss weich sein.

Sie sollten auch auf die Luftfeuchtigkeit im Raum achten, in dem die Vriesea wächst und gedeiht. Um die Feuchtigkeit zu erhöhen, legen Sie Kieselsteine oder kleine Moosstücke in die Unterschale und gießen Wasser hinein. Stellen Sie den Topf mit der Pflanze auf diese Unterschale. Auch das Besprühen bleibt eine notwendige Maßnahme zur Luftbefeuchtung. Das Wasser für diesen Vorgang sollte, wie auch für das Gießen, nicht kalt sein.

Düngung

Die Vriesea ist nicht anspruchsvoll bei der Düngung, außer vor Beginn der Blüte können Sie die bewährte Methode der Düngung mit Orchideendünger anwenden. Welche Düngemischungen auch immer verwendet werden, Sie müssen wissen, dass die Vriesea nicht in die Erde gedüngt wird, sondern nur in die Rosette oder durch Besprühen der Blätter. Denn die Wurzeln spielen keine Rolle bei der Ernährung und Entwicklung der Vriesea. Um zu düngen, verdünnen Sie den Dünger (gemäß Anleitung) in Wasser und gießen ihn in die Rosette oder besprühen die gesamte Pflanze.

Umtopfen und Vermehrung der Vriesea

Die Vriesea erfordert keine besondere Vorgehensweise beim Umtopfen. Eine ausgewachsene Pflanze topfen Sie etwa fünf Jahre lang nicht um. Besser ist es jedoch, dies nach der Blüte im dritten Jahr zu tun. Eine junge Pflanze topfen Sie ein paar Mal um, bevor sich der Blütenstand bildet. Die Zusammensetzung einer nützlichen und geeigneten Erde für die Vriesea: auf einen Teil Torf, Sand und Rasenerde kommen zwei Teile Lauberde. Manche Pflanzenkenner fügen der Erde Torfmoos oder gehacktes Moos hinzu.

Die Vriesea vermehren Sie durch Kindel und Samen. Die Vermehrung durch Samen ist sehr aufwändig. Es ist schwierig, Samen guter Qualität zu kaufen und zu Hause zu erhalten. Außerdem blüht eine aus Samen gezogene Vriesea lange nicht (Sie warten 5–10 Jahre).

Daher bleibt die Vermehrung durch Ableger oder Kindel die beste Methode. Diese Ableger entdecken Sie leicht: Gleich nach der Blüte wachsen junge Kindel von der Mutterpflanze. Sie sollten sie jedoch zunächst nicht abtrennen, da sie keine Wurzeln haben. Daher müssen Sie ein paar Jahre warten, bis sie kräftig genug sind und Wurzeln gebildet haben.

Ableger sollten erst ab einer bestimmten Größe getrennt und umgepflanzt werden, wenn sie ein Drittel der Mutterpflanzenhöhe erreicht haben. Die Erde muss ebenfalls vorbereitet werden: ein Teil Sand und Kiefernrinde plus ein Drittel Laub Erde. Bei richtiger Pflege, Bewässerung, Luftfeuchtigkeit und Temperaturen bis zu +24 °C wird die junge Vriesea bereits nach 4 Jahren blühen.

Die Vriesea führt unter den anderen schönen Pflanzen als Geschenkblume. Wenn man diese Pracht geschenkt bekommt, weiß man meist nicht, wie man mit ihr umgehen soll. Und dann verblüht die Blume, das Interesse an ihr lässt nach, und schließlich geht die Pflanze ein. Daher sollte man, bevor man sich für diese Blume als Geschenk entscheidet, besser überlegen, ob sie nicht in fremden, unkundigen Händen eingeht.

Vriesea: Wie pflegt man sie zu Hause?

Die Vriesea ist eine Epiphytenpflanze, d.h. sie nimmt alle Nährstoffe direkt über die Blätter auf, und das Wurzelsystem dient nur der Befestigung.

In der Natur kommt sie meist auf Bäumen in den tropischen Regionen Amerikas vor.

Sie hat ein sehr strukturiertes Aussehen – schmale, lange Blätter, die bis zu 1 Meter lang werden können, und leuchtende Blüten von ungewöhnlicher Form.

Zu Hause ist die Vriesea nicht weniger attraktiv. Betrachten wir, welche Pflege sie benötigt.

Foto 1: Vriesea im Innenraum

Vriesea: Wie pflegt man die exotische Bescheidene?

Licht

Bekanntlich gelangt in den Tropen das Licht nicht überall hin, aber wo es hinkommt, ist es reichlich vorhanden. Und genau dort leben normalerweise die farbenprächtigsten Pflanzen. Auch die Vriesea benötigt so viel Sonne wie möglich! Stellen Sie sie daher idealerweise auf die Südseite des Hauses. Bei Lichtmangel kann die Vriesea verblassen und langsamer wachsen.

Temperatur

Bei reichlich Licht kann man nicht sagen, dass es in den Tropen sehr heiß ist. Daher bemühen wir uns zu Hause, die Luft nicht zu überhitzen! Im Winter stellen wir die Vriesea nicht in die Nähe von Heizgeräten, im Sommer versuchen wir, häufiger zu lüften!

Versuchen Sie, die Quecksilbersäule das ganze Jahr über nicht über +25 °C steigen und nicht unter +17 °C fallen zu lassen.

Foto 2: Vriesea in der freien Natur

Vriesea und Bewässerung

Die Bewässerung der Vriesea ist recht ungewöhnlich. Wie bereits erwähnt, ernährt sich die Vriesea nicht über die Wurzeln, sondern nimmt Feuchtigkeit über die Blätter auf. Daher gießen wir wie folgt: Wir verwenden eine Gießkanne mit einem langen Ausguss und gießen etwas Wasser in fast jede Blattrosette – also in die „Falte“, aus der das Blatt wächst.

Das Wasser sollte warm und abgestanden sein.

Luftfeuchtigkeit

Die Vriesea im Topf benötigt auch zusätzliche Feuchtigkeit. Im Sommer sollten Sie alle 2-3 Tage sprühen, im Winter können Sie auf einmal pro Woche reduzieren.

Vorsicht mit den Blüten! Sie sollten nicht nass werden – sie könnten faulen.

Düngemittel

Bei der Düngung der Vriesea besteht keine Notwendigkeit. Wenn es jedoch Probleme mit der Blüte gibt (insbesondere wenn die Vriesea nicht rechtzeitig blüht), können Sie eine schwache Lösung aus einem speziellen Präparat für Orchideenwachstum herstellen und die Blätter der Vriesea damit besprühen, wobei Sie auch in die Blattrosetten gelangen.

Die Vriesea-Pflanze und ihre Krankheiten

Häufige Krankheiten der Vriesea zu Hause und wie man sie bekämpft:

  • Bei der Vriesea trocknen die Blätter oder die Blattspitzen werden schwarz

Anscheinend fühlt sich die Pflanze aufgrund der niedrigen Luftfeuchtigkeit unwohl. Also müssen Sie häufiger sprühen!

  • Bei der Vriesee sind die Blätter verblasst.

Es fehlt eindeutig an Licht! Wechseln Sie den Raum, wo es viel mehr Sonne gibt.

  • Bei der Vriesee welken die Blätter.

Möglicherweise ist die Ursache ein kalter Standort. Ändern Sie schnell die Temperatur! Sonst wird die Vriesee durch die ständige Kälte geschwächt und kann ernsthaft erkranken, und eine Heilung ist dann nahezu unmöglich.

  • Bei der Vriesee sind graue Flecken auf den Blättern erschienen.

Dies deutet auf eine Pilzinfektion hin. Entfernen Sie alle beschädigten Blätter, tauschen Sie die oberste Erdschicht im Topf aus (denn auch dort kann sich der Pilz halten!) und behandeln Sie die gesamte Pflanze mit einem fungiziden Präparat (lesen Sie vor der Anwendung unbedingt die Anweisungen auf der Verpackung!).

  • Bei der Vriesee faulen die Wurzeln.

Ein solches Problem deutet auf Überwässerung hin! Schneiden Sie sofort alle betroffenen Wurzelteile ab, behandeln Sie die Schnittstellen mit zerkleinerter Kohle und topfen Sie die Vriesee in ein neues Substrat um. Und seien Sie in Zukunft vorsichtiger mit dem Wasser!

Vriesea und Umtopfen

Wir wiederholen uns: Die Erde für die Vriesee ist nicht so wichtig. Allerdings muss der Topf regelmäßig gewechselt werden. Denn die Wurzeln können wachsen und den gesamten Boden ausfüllen.

Wählen Sie einen größeren Topf. Nehmen Sie die Vriesee vorsichtig aus dem alten, bereits zu engen Topf, schütteln Sie die alte Erde nicht von den Wurzeln – setzen Sie sie einfach so um und füllen Sie frisches Substrat auf.

Übrigens eignet sich für die Vriesee die gleiche Erde wie für Orchideen.

Foto 3. Blüte der gekielten Vriesee.

Vriesea und Vermehrung

Die Vriesee kann durch Ableger vom Mutterstock vermehrt werden. Diese erscheinen an einer ausgewachsenen, kräftigen Pflanze.

  1. Trennen Sie die Seitentriebe von der Hauptrosette.

Schneiden Sie sie mit einem scharfen und sauberen Messer ab.

Achtung: Sehr kleine Triebe werden nicht selbstständig weiterwachsen. Warten Sie, bis sie ein Drittel der Größe eines erwachsenen Blattes erreicht haben.

  1. Trocknen Sie die abgetrennten Triebe 2 Tage lang.

Dies geschieht, damit überschüssige Feuchtigkeit aus der Schnittstelle entweichen kann. Andernfalls besteht bei sofortigem Einpflanzen ein hohes Risiko der schnellen Fäulnis.

Die Erde ist die gleiche wie bei der Orchideenmischung.

Und dann bleibt nur noch, das Wachstum zu beobachten und auf günstiges Wachstum zu warten. Und geraten Sie nicht in Panik, wenn die Vriesee nicht blüht. Die Vriesee blüht zum ersten Mal erst nach 3–4 Jahren.

Die Zimmerpflanze Vriesee können Sie auch in unserem Shop kaufen. Wenn unser Pflegeartikel Sie nicht abgeschreckt hat – kommen Sie herein und bestellen Sie hier.

Vriesee – Pflege zu Hause, Fotos und Vermehrung

Die tropischen Bergwälder Mittel- und Südamerikas haben uns die Vriesee (Vriesea) geschenkt – eine außergewöhnlich schöne Blume aus der Familie der Bromeliengewächse und enge Verwandte von Aechmea, Guzmania und Tillandsia. Der Gattungsname wurde zu Ehren von W. Hendrik de Vriese benannt – einem niederländischen Botaniker und Arzt des 19. Jahrhunderts.

Wie die meisten Vertreter dieser Familie ist die Pflanze ein Epiphyt, dessen Wurzeln als Anker dienen, der die Blume auf der Baumoberfläche hält. Im Haushalt kann die Vriesee jedoch als Bodenkultur angebaut werden, indem man ihr ein leichtes und lockeres Substrat bietet.

Beschreibung

Vriesea bildet eine basale trichterförmige Blattrosette, bestehend aus gebogenen, starren Blättern, die einfarbig grün oder mit Streifen und Mustern versehen sind.

Aus der Mitte der Rosette entwickelt sich ein Blütenstand mit einer ährenförmigen Infloreszenz, bestehend aus leuchtend gefärbten, eng aneinanderliegenden Hochblättern, die winzige weiße oder gelbe Blüten umgeben.

Der Blütenstiel kann je nach Art oder Sorte einfach oder verzweigt mit mehreren Blütenständen sein. Je größer die Rosette, desto länger ist der Blütenstiel.

Die Unterschiede zwischen Arten und Sorten — das ist nicht nur die Zeichnung auf dem Laub, sondern auch die Farbe der Blütenstände, die rot, gelb, orange, rosa, lila, einfarbig oder zweifarbig sein können.

Die Blüte dauert mehrere Monate, danach stirbt die Pflanze langsam ab, was dem normalen Lebenszyklus der Kultur entspricht.

Arten und Sorten

Innerhalb der Gattung Vriesea gibt es Hunderte von verschiedenen Arten und eine große Anzahl von Sortenformen, aber die beliebteste in der Zimmerpflanzenhaltung ist die Glanz-Vriesea (Vriesea splendens).

Vriesea Splenriet

Es gibt panaschte Sorten mit einfarbigem Laub oder mit quer verlaufenden, unregelmäßigen hellen oder dunklen Streifen; die Blütenstände kommen in verschiedenen Farbvarianten vor.

Die leuchtend rote Sorte ‚Christiane‘, die orange ‚Intenso Orange‘, die bordeauxrote ‚Cathy‘, die scharlachrote ‚Barbara‘, ‚Evita‘ mit zweifarbigem gelb-scharlachrotem Blütenstand, Vriesea ‚Multiflower Astrid‘ — eine ungewöhnliche Sorte mit schmalen lanzettlichen Blättchen ohne ausgeprägte Blattrosette und kleinen Blüten.

Und die beliebteste Sorte der Vriesea ist ‚Splenriet‘ mit querverlaufenden dunklen Streifen auf den breiten, starren Blättern.

Vriesea Multiflower Astrid

Manchmal gelangt in unsere Blumenläden die Hieroglyphen-Vriesea (Vriesea hieroglyphica) – eine der schönsten großen dekorativ-blättrigen Arten der Kultur.

Besonders geschätzt werden Sorten mit Laub in bordeaux-rosafarbenen Tönen, wie z.B. ‚Red Chestnut‘ mit rosa-roten Blättern und weißen Querstreifen im mittleren Teil der Blattrosette oder die violett-bordeauxfarbene ‚Rubra‘.

Red Chestnut

Es gibt Hybriden mit zitronenorangem, lavendelfarbenem, hellgrün-beigem Laub, z.B. die braun-zitronenfarbene ‚Gold Selection‘.

Besonderheiten der Pflege von Vriesea im Haus

Die hohe Dekorativität, die Toleranz der Kultur gegenüber verschiedenen Lichtniveaus und die Anspruchslosigkeit in der häuslichen Pflege machen Vriesea zur idealen Zimmerpflanze.

Temperatur und Beleuchtung

Wie die meisten tropischen Kulturen benötigt Vriesea das ganze Jahr über warme Bedingungen. Im Sommer sollte die Temperatur etwa 22-26 °C betragen, im Winter kann es etwas kühler sein, aber die Temperatur sollte nicht unter 15 °C fallen.

Das optimale Winterregime liegt bei 18-20 °C. Die Kultur verträgt keine plötzlichen Temperaturschwankungen und kalte Zugluft.

Im Vergleich zu anderen Bromelien kann sich die Vriesea an halbschattige Bedingungen anpassen, aber für eine leuchtende Färbung des dekorativen Laubs und eine lange Blütezeit benötigt sie dennoch helles, indirektes Sonnenlicht.

Geeignet sind Ost-, West- oder Nordostfenster. Im Winter kann der Topf an einen helleren Standort gestellt werden.

Bewässerung

Aufgrund ihres epiphytischen Wuchses ist die Vriesea zu Hause anfällig für Fäulnis am Blatthals und an den Wurzeln. Wenn der Wurzelballen ständig zu nass ist, führt dies zum Absterben der Pflanze.

Die Erde im Topf sollte leicht feucht sein und zwischen den Wassergaben etwas abtrocknen, der Trichter der Blattrosette sollte jedoch stets mit Wasser in einer Höhe von 2-3 cm gefüllt sein. Dieser sollte alle ein bis zwei Wochen gespült werden. Diese Bewässerungsmethode ist äußerst wichtig, da sie den natürlichen Wachstumsbedingungen entspricht.

Aus demselben Grund sollte das Gießwasser Regenwasser sein. Ist dies nicht möglich, kann destilliertes Wasser verwendet werden.

Achtung! Zu Beginn des Blütenstielwachstums, wenn dieser eine Höhe von 1-4 cm nicht überschreitet, sollte der Trichter nicht mit Wasser gefüllt werden, da dies zur Fäulnis des Blütenstiels führen kann. Bei kühlen Temperaturen unter 18 °C ist es ebenfalls besser, nur die Erde zu gießen und erst, wenn der Boden 2 cm tief abgetrocknet ist.

Luftfeuchtigkeit

Bei der Pflege der Vriesea zu Hause ist es wichtig, eine hohe Luftfeuchtigkeit von 60 % zu gewährleisten. Dabei hilft das Besprühen der Blätter mit Wasser und das Aufstellen des Blumentopfs auf Blähton, der bis zur Hälfte in ein Wasserbehältnis getaucht ist.

Diese Anforderungen hängen mit der natürlichen Lebensweise des Epiphyten zusammen, der Feuchtigkeit aus der Umgebung aufnimmt. Es ist ratsam, die Blätter regelmäßig mit einem feuchten Tuch abzuwischen.

Düngung und Zusammensetzung des Substrats für das Umtopfen der Vriesea

Während der Blüte- und aktiven Wachstumsphase geben wir alle 2 Wochen beim Gießen mineralischen Dünger mit einem minimalen Stickstoffgehalt in einer Konzentration, die niedriger ist als auf der Verpackung angegeben. Im Winter geht die Vriesea in eine Ruhephase über, daher ist in dieser Zeit keine Düngung erforderlich.

Der Epiphyt benötigt ein leichtes, lockeres, wasser- und luftdurchlässiges Substrat, das aus einer kleinen Menge Lauberde, Rindenstücken, Moosstücken und Holzkohle besteht. In der Natur wächst die Pflanze auf Ästen von Bäumen, daher kann man sie auch im Raum an einem Baumstumpf oder Ast befestigen, wobei die Wurzeln mit feuchtem Moos umwickelt werden.

Was tun, wenn die Vriesea verblüht ist?

Leider beginnt die Blattrosette der Pflanze nach dem Verblühen des Blütenstandes langsam abzusterben, nachdem sie zuvor mehrere seitliche Ableger (Kindel) hervorgebracht hat.

Das Gießen sollte im gewohnten Rhythmus fortgesetzt werden, und der verblühte Blütenstiel sollte abgeschnitten werden, damit die Vriesea ihre Energie auf die Vermehrung der Kindel konzentrieren kann, die wie Miniaturversionen der Mutterpflanze aussehen.

Seitentriebe können sich jederzeit zu bilden beginnen, am häufigsten geschieht dies jedoch direkt nach Blühbeginn, wenn die ausgewachsene Freesie ihren Entwicklungshöhepunkt erreicht hat und keine eigenen neuen Blätter mehr bildet.

Vermehrung der Vriesea durch Kindel

Der Vermehrungsprozess der Bromelien kann mehrfach wiederholt werden, was eine ausgezeichnete Möglichkeit darstellt, eine eigene Sammlung exotischer Epiphyten aufzubauen.

Die Abtrennung der Seitentriebe erfolgt, wenn diese fast die halbe Größe der Mutterpflanze erreicht haben. Ein weiteres Zeichen dafür, dass die Kindel eigenständig überleben können, ist das Vorhandensein von Wurzeln, obwohl für Epiphyten in diesem Entwicklungsstadium die Wurzelbildung nicht zwingend erforderlich ist – sie entwickeln schnell Wurzeln, sobald sie abgetrennt und in Substrat eingepflanzt werden.

Die jungen Ableger werden mit einem scharfen Werkzeug abgetrennt, wobei man so nah wie möglich an der Mutterpflanze schneidet. Manchmal kann man unten ein äußeres Blatt sehen, das die Basis der Kindel schützt. Sie können dieses vorsichtig entfernen, um den unteren Teil der Rosette freizulegen.

Wenn die Mutterpflanze der Vriesea noch kräftig ist und die Blätter grün sind, setzen Sie sie zurück in den Topf, nachdem Sie die Erde gegen frische ausgetauscht haben, damit sie weiterhin neue Triebe bilden kann.


Vor dem Einpflanzen behandelt man die Stelle der Wurzelbildung mit einem Fungizid und pflanzt die jungen Pflanzen in kleine Töpfe mit einer leichten Torf-Sand-Erde unter Zugabe von Rindenstücken. Auf den Boden legt man eine Drainageschicht.

Die Töpfe sollten 2 Tage im Schatten stehen, danach stellt man sie für 3 Wochen an einen gut beleuchteten Ort, bei hoher Luftfeuchtigkeit und einer Temperatur von 23–24 °C. Zur besseren Bewurzelung kann man den Topf mit einer Tüte abdecken, um Minigewächshausbedingungen zu schaffen.

Im Frühjahr, wenn die jungen Freesien die Größe einer ausgewachsenen Pflanze erreicht haben, aber noch nicht geblüht haben, können sie in größere Töpfe umgetopft werden.

Der Vorgang wird sehr vorsichtig durchgeführt, um die kleinen, schwachen und empfindlichen Wurzeln nicht zu beschädigen. Werden sie beschädigt, erholt sich die Freesie nur langsam und wird krank. Den Hals der Blattrosette setzt man nicht tief in das Substrat.

Die Ableger blühen meist 1–2 Jahre nach der Abtrennung. Sollte die Blüte ausbleiben, kann man sie durch Düngung mit Phosphor anregen. Die Pflanze benötigt außerdem 3–4 Stunden Sonnenlicht pro Tag.

Eine weitere unter Pflanzenliebhabern bekannte Methode zur Blütenstimulation bei Bromelien: Stellen Sie den Topf in eine Plastiktüte und legen Sie einen aufgeschnittenen Apfel, eine Kiwi oder eine Banane hinein.

Diese Früchte geben Ethylengas ab, das die Bildung von Blütenstielen beschleunigt. Halten Sie die Pflanze 10 Tage lang in der Tüte und entfernen Sie dann die Abdeckung. Mit der Blüte ist in der Regel nach 6–10 Wochen zu rechnen.

Probleme bei der Pflege

Durch übermäßige Feuchtigkeit kann die Vriesea anfällig für Pilzkrankheiten wie Grauschimmel und Fusarium werden. In solchen Fällen sollte die Bewässerung reduziert und die Pflanze mit Fungiziden behandelt werden.

Das Austrocknen der Blattspitzen ist eine Reaktion auf trockene Raumluft. Die Vergilbung des Laubs wird durch Wurzelfäule und Schädlingsbefall wie Spinnmilben, Thripse oder Schildläuse verursacht.

Wenn sich Schildläuse auf der Pflanze befinden, müssen sie mechanisch entfernt werden. Ihre Ausscheidungen — das ist ein idealer Nährboden für Rußtaupilze. Wenn die Pflanze unter Schädlingen leidet, wird sie von anderen Blumen isoliert.

Der erste Schritt der Hilfe ist eine schwache Seifenlösung. Die Blätter werden vorsichtig abgewaschen und anschließend mit speziellen Präparaten behandelt. Das Auftreten kleiner bräunlicher Punkte deutet auf Aktivität von Milben hin. In solchen Fällen wird mit Akariziden behandelt.

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