Was kann man vor dem Winter im Garten pflanzen?

Winteraussaaten sind ein recht bekanntes und gut erprobtes agrartechnisches Verfahren. Aber können alle Kulturen es überstehen? Und was genau gewinnt der Hobbygärtner durch solche Aussaaten und Pflanzungen? Oder im Gegenteil — verliert er? Wir klären alle Nuancen mit einem Experten.

Es antwortet die Agronomin Elena Gorbunova:

— Winteraussaaten können Hobbygärtnern zwei große Vorteile bringen. Erstens: Sie sparen im Frühling, in der heißesten Pflanzzeit, erheblich Kraft und Zeit. Zweitens: — Sie erhalten frühes Gemüse und Kräuter für den Tisch, genau in der Zeit, in der unser durch den Winter geschwächter Körper besonders Vitamine benötigt.

Die Nachteile von Winteraussaaten sind weniger offensichtlich. Einer der Hauptnachteile — praktisch verdoppelt sich der Saatgutverbrauch. In extremen Bedingungen überleben die Stärksten, und die Wahrscheinlichkeit des Auftretens dieser Stärksten kann man nur auf diese quantitative Weise erhöhen. Ein weiterer Nachteil — praktisch verdoppeln sich auch die Risiken des Scheiterns: eine Winteraussaat ist eine Sache — wenn das Wetter einen Strich durch die Rechnung macht (z.B. durch unzeitige Tauwetterperioden, gefolgt von starken Frösten), dann sind alle Mühen umsonst.

Allerdings kann man die Risiken minimieren. Und dies geschieht durch eine kluge Auswahl der Kulturen.

Selbstverständlich sind die Ersten unter den «Winteraussaaten» — Knoblauch und Steckzwiebeln. Hier sind Sie garantiert mit einer Ernte versorgt. Dann kommen allerlei aromatische Kräuter: Dill, Petersilie, Blattsellerie, Koriander, Fenchel, Anis, Kümmel. Eine weitere klassische Winteraussaat — die Karotte. Aber bei der Roten Bete ist es nicht so einfach. Die meisten Sorten werden nicht vor dem Winter gesät, aus einem einfachen Grund: Im Frühling schießt sie statt der Knollenbildung in den Samen. Aber heute gibt es Sorten, denen dieser Nachteil fehlt. Es sind nicht viele, aber sie existieren. Von den erprobten würde ich «Podzimnjaja», «Cholodostojkaja», «Sewerny Schar» nennen.

Siehe auch:
Neu einpflanzen. Was tun mit Knoblauch, der bereits gekeimt ist?

Und an dritter Stelle kommen Radieschen, Kresse, Rucola und praktisch alle Kohlarten: Weißkohl, Rotkohl, Chinakohl, Blumenkohl, Kohlrabi, Rosenkohl, Wirsing, Pak Choi usw.

Unter den Blumen werden Winteraussaaten von Kleinzwiebelblumen, Tulpen, Hyazinthen, Delphinium, Lavendel und Primeln begünstigt.

Vergessen Sie nicht die folgenden wichtigen Dinge.

Die Winteraussaat sollte in bereits fast gefrorenen Boden erfolgen. Daher ist der optimale Zeitpunkt dafür — kaum anders als Ende November.

Eine Ausnahme — Knoblauch, Zwiebeln, kleine Zwiebelblumen und Blumenzwiebeln. Sie müssen Zeit haben, Wurzeln zu schlagen, daher ist die letzte Frist für sie — Ende Oktober.

Samen für Winteraussaaten dürfen auf keinen Fall eingeweicht werden, und nach dem Einbringen in den Boden soll das Beet gegossen werden.

Die besten Standorte für unterirdische Aussaat sind entweder Hochbeete oder normale Beete, aber auf Erhebungen, wenn auch minimalen, gelegen. Andernfalls ersticken die Pflanzungen im Frühjahr, wenn sie mit Schmelzwasser überflutet werden.

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