Datscha-Besitzer — ein äußerst einfallsreiches Volk. Auch im Kampf gegen die Übermacht des Unkrauts. Und diese Erfinderader nährt nicht mehr und nicht weniger als die Erfahrung von Dutzenden Generationen von Gärtnern und Kleingärtnern. Großmutters Rezepte und Großvaters Methoden — der beliebteste Datscha-Zeitvertreib. Nur, wie effektiv sind sie wirklich? Und wirken sie überhaupt?
Antwortet Agronom Pjotr Sinkowski:
— Die klassische Senfmethode zur Beseitigung von Unkräutern auf dem Grundstück besteht aus dem folgenden einfachen Verfahren. Auf einen Eimer Wasser nimmt man 8–10 Esslöffel Senfpulver, rührt es gut um und gießt damit die zu behandelnde Fläche. Man muss diese Lösung nicht ziehen lassen: Je weniger Zeit zwischen der Zubereitung und der Anwendung vergeht, desto besser, so heißt es. Es wird angenommen, dass das scharfe Pulver das Unkraut ordentlich bekämpft und viele Schädlinge vertreibt, insbesondere Blattläuse, Kartoffelkäfer und Nacktschnecken.
Als Experiment habe ich diese Methode über mehrere Saisons getestet. In Bezug auf die Unkrautvertreibung waren die Ergebnisse ehrlich gesagt nicht beeindruckend. Sie werden nicht grundsätzlich weniger. Ich habe verschiedene Verhältnisse «Senf-Wasser» durchprobiert, nein, das Ergebnis bleibt dasselbe.
Aber was die Schädlingsabwehr betrifft, ja, es funktioniert recht gut. Allerdings war diese Lösung für den Kartoffelkäfer kein Hindernis, aber im Kampf gegen Blattläuse, Nacktschnecken und Kohlweißlingsraupen hat sie sehr geholfen.
Daher ist es besser, Senf in der Rolle als Unkrautvernichter etwas anders und einfacher zu verwenden — als klassische Gründüngung. Ein Grundstück, auf dem Senf einen vollständigen Zyklus durchlaufen hat und schließlich in den Boden eingearbeitet wurde, ist für die meisten hartnäckigen Unkräuter, einschließlich Quecke, Gänsedistel und Löwenzahn, wirklich unangenehm. Ja, über einen begrenzten Zeitraum — während der 3–4 folgenden Saisons nach der Einarbeitung, aber das ist ein durchaus anständiges Ergebnis. Nach Ablauf dieses Zeitraums wiederholen Sie einfach die Aussaat — auf diese Weise versagt der Senf nicht und wird erneut als «Herbizid» dienen. Ich möchte auch anmerken, dass es optimal ist, in dieser Bekämpfungsmethode sowohl weißen, schwarzen als auch sareptischen Senf zu verwenden — alle diese drei Sorten wirken gleichermaßen erfolgreich.