Der größte Feind jedes unfertigen Hauses — ist Feuchtigkeit, erinnern die Experten der Website. Sie erklärten, wie man ein unfertiges Privathaus für den Winter winterfest macht, besonders wenn fast kein Geld dafür vorhanden ist.
Inhaltsverzeichnis:
Fundament
Wenn auf dem Grundstück vorerst nur das Fundament vorhanden ist, ist die größte Gefahr für es — Wasser und Frostaufbruch des Bodens.
«Die einfachste Lösung — ist, Gräben zur Ableitung von Schmelz- und Regenwasser auszuheben, ein leichtes Gefälle vom Haus weg zu schaffen, damit im Frühjahr keine Pfützen am Fuß stehen, — sagt Generaldirektor der Firma NATEK Alexei Orechow. — Von oben kann man die Platte oder das Band mit Dachpappe, einem alten Banner, dicker Folie abdecken — mit jedem Material, das keine Feuchtigkeit durchlässt. Sogar ein einfaches, überlappend gelegtes Brett schafft einen provisorischen Belag und schützt den Beton vor ständiger Nässe.»
Wenn das Fundament ein Pfahlfundament ist, ist es wichtig zu verstehen, dass seine verwundbarsten Teile die Pfahlköpfe und der Pfahlrost sind. Diese müssen für den Winter mit Bitumenanstrich (Beschichtungsabdichtung) behandelt und in robuste Folie eingewickelt werden.
«Wenn das Fundament ein Streifenfundament ist und die Kellerwände bildet, muss unbedingt eine Decke montiert werden, — sagt technischer Spezialist der TSTN Stanislaw Gapejew. — Sonst kann das Erdreich die Konstruktion einfach herausdrücken oder verformen. Das Fundament selbst muss bei der Konservierung abgedichtet und von oben mit Folie abgedeckt werden, damit sich kein Wasser in den Unebenheiten sammelt.»
Plattenfundament. Hier ist zu beachten, dass der Beton mindestens einen Monat vor Frostbeginn gegossen werden muss, um Festigkeit zu erreichen. Anschließend werden alle Leitungsdurchführungen sorgfältig verschlossen und die Bewehrung mit korrosionsschützenden Mitteln behandelt.
Rohbau ohne Dach
Die schwierigste Variante. Offene Wände frieren schnell durch und saugen sich mit Wasser voll. Man muss zumindest teilweise eine provisorische Abdeckung errichten. Ein einfaches Pultdach aus Brettern und Dachpappe oder dicker Polyethylenfolie rettet bereits die Situation. Einen solchen «Regenschirm» kann man schräg aufstellen, damit Schnee und Wasser abfließen, und im Frühjahr abbauen und die Materialien wiederverwenden.
Rohbau mit Dach, aber ohne Fenster
Wenn das Dach vorhanden ist, aber Fenster und Türen nicht eingebaut sind, müssen die Öffnungen geschützt werden. Sie mit Brettern, Sperrholz oder OSB zuzunageln — ist eine normale Lösung, wobei unbedingt kleine Lüftungsschlitze freigelassen werden müssen. Vollständig luftdicht verschließen darf man nicht: Ohne Luftbewegung sammelt sich im Inneren Feuchtigkeit, es entstehen Schimmel und Fäulnis. Folie kann man auch verwenden, aber sie muss gespannt sein, nicht flattern und Schnee sammeln.
Es gibt Fenster, aber keine Heizung
Wenn die Fenster eingebaut sind, aber noch keine Heizung vorhanden ist, besteht die Hauptaufgabe darin, das gesamte Wasser aus dem Haus zu entfernen. Man muss die Flüssigkeit aus der Heizungsanlage, dem Boiler, dem Hydrospeicher, den Rohren und der Sanitärinstallation ablassen. Wenn auch nur eine kleine Menge zurückbleibt, kann das Eis beim Gefrieren Rohre und Ausrüstung zerreißen. Der Lüftungsmodus der Fenster, kleine Spalten in den Öffnungen und offene Möbeltüren helfen, Kondensation und muffige Gerüche zu vermeiden.
«Das Wandmaterial erfordert besondere Aufmerksamkeit, betont Orechow. Holz hat Angst vor Feuchtigkeit. Es sollte besser mit einem Antiseptikum behandelt oder zumindest mit einem Brett oder Geotextil vor Niederschlag geschützt werden. Porenbeton und Schaumbeton nehmen aktiv Wasser auf, und wenn man sie offen lässt, beginnen sie im Frühjahr zu bröckeln. Hier ist es besonders wichtig, alle horizontalen Flächen abzudecken — mit Folie, Dachpappe, einem Belag. Ziegel sind weniger anfällig, aber selbst sie werden zerstört, wenn Wasser in den Fugen gefriert».
«Wenn im Haus bereits frischer Putz aufgetragen wurde, darf es nicht ohne Heizung bleiben, warnt Gapejew. Man muss den Heizkessel auf den Modus „Frostschutz“ (+5…+7°C) einschalten und regelmäßiges Lüften organisieren, sonst bildet sich im Frühjahr Schimmel an den Wänden».
Kann man ohne Geld auskommen?
Man wird trotzdem etwas Geld für die Konservierung des Hauses ausgeben müssen. Die Mindestausstattung: Rollenabdichtung oder eine dichte Folie zum Schutz des Mauerwerks, Bitumendichtmasse für die Oberkante des Fundaments sowie Bretter oder Plattenmaterialien für die Öffnungen. Das ist nicht teuer, aber genau diese Kleinigkeiten bewahren das Haus vor kritischen Schäden.
«Im Frühjahr ist es viel einfacher, die Abdeckungen und Folien zu entfernen, als gerissene Blöcke zu reparieren oder geplatzte Rohre auszutauschen, meint Orechow. Daher läuft selbst bei völligem Geldmangel eine vernünftige Konservierung auf das Einfache hinaus: kein Wasser eindringen lassen und dem Haus die Möglichkeit zum „Atmen“ lassen».
Wo Baustoffe lagern?
Es ist natürlich auch keine gute Idee, Baumaterialien über den Winter auf dem Grundstück zu lassen. Erstens, weil sie eine leichte Beute für Plünderer sind. Zweitens können sie durch das Wetter beschädigt werden.
«Schnittholz muss auf Paletten oder Ziegelsteine gestapelt werden, wobei die Bretter mit Leisten zur Belüftung unterlegt werden, und dann mit einer Plane abgedeckt werden, wobei die Enden offen bleiben, rät Gapejew. Porenbeton und Dämmstoffe lagern Sie nur auf Paletten in der Originalverpackung. Wenn sie ohne Verpackung sind, sollten sie unter einem separaten Vordach gelagert werden. Zement, Mischungen und Farben haben Angst vor Feuchtigkeit, daher sollten sie am besten abtransportiert und in einem trockenen, warmen Raum gelagert werden. Teure Sanitärgegenstände und Werkzeuge müssen nur in einem beheizten Lagerraum, möglichst unter Verschluss, aufbewahrt werden».