In unserem Land gilt die Kartoffel als eine der wichtigsten Nahrungspflanzen. Optimale Bodenbedingungen für ihr Wachstum sind sandiger Lehm oder Sandböden; zudem ist diese Kulturpflanze anspruchsvoll bezüglich der Temperatur (15-25 Grad) und der Feuchtigkeit.
Der Einsatz der Tröpfchenbewässerung bei Kartoffeln ermöglicht eine Reduzierung des für die Bewässerung benötigten Wasservolumens um bis zu 90 % im Vergleich zu herkömmlichen Bewässerungsmethoden.
Vorteile der Tröpfchenbewässerung bei Kartoffeln
Die wichtigsten Vorteile des Einsatzes der Tröpfchenbewässerung im Kartoffelanbau sind:
- Regulierung der Wassermenge. Dies ist sehr wichtig, da in verschiedenen Entwicklungsphasen der Kulturpflanze eine bestimmte Menge Feuchtigkeit benötigt wird; zudem hängt die Feuchtigkeitsmenge von den Wetterbedingungen ab.
- Durch die Platzierung der Tropfer in der Nähe des Wurzelsystems der Pflanze wird das Risiko der wichtigsten Kartoffelkrankheiten verringert;
- Die Anzahl der Unkräuter wird verringert, da die Bewässerung nur auf einer kleinen Fläche dort erfolgt, wo sie benötigt wird;
- Es bildet sich keine Kruste, sodass Sauerstoff ungehinderten Zugang zu den Pflanzenwurzeln hat;
- Einsparung von Düngemitteln. Die Düngemittel werden in flüssiger Form an die richtige Stelle ausgebracht;
- Möglichkeit der Regulierung der Bodentemperatur durch Zufuhr von Feuchtigkeit in heißen Perioden.
Das Wurzelsystem der Kartoffel entwickelt sich viel besser als bei anderen Bewässerungsmethoden; es wird faserig, bildet ständig neue Ausläufer, die die Aufnahmefläche für Nährstoffe aus dem Boden vergrößern.
Um gute Kartoffelernten zu erzielen, benötigt die Pflanze zu allen Entwicklungsstadien eine bestimmte Nährstoffversorgung. Der gesamte Komplex der notwendigen Nährstoffe wird über die Tropfer an die Pflanzenwurzeln abgegeben; das Tröpfchenbewässerungssystem verfügt über einen speziellen Behälter für Düngemittel, deren Bedarf für die Kartoffeln rechnerisch ermittelt wird.
Die Vorteile der Düngung über das Tröpfchenbewässerungssystem sind:
- effiziente Nutzung der Nährstoffe – nach der Ausbringung in den Boden sind sie für die Aufnahme durch die Pflanzenwurzeln bereit;
- Einsparung von Arbeitskosten;
- Düngemittel belasten nicht das Grundwasser.
Die Tröpfchenbewässerung von Kartoffeln steigert in der Regel den Ertrag erheblich, aber für hohe Kartoffelerträge ist eine ständige Kontrolle des Bodenzustands und des Nährstoffgehalts wichtig.
Die Anwesenheit von Sauerstoff in der Wurzelzone beeinflusst ebenfalls den Ertrag – durch Aufrechterhaltung einer bestimmten Feuchtigkeit kann ein guter Gasaustausch erreicht werden. Es ist bekannt, dass bei einer Verringerung des Sauerstoffgehalts im Boden (weniger als 10 % des Porenvolumens) das Wurzelwachstum abnimmt.