Können Totalherbizide im Garten verwendet werden?

Herbizide werden nicht zufällig in Totalherbizide und selektive (selektiv wirkende) Mittel eingeteilt. Erstere zerstören absolut alles, was sie treffen, letztere — bestimmte Pflanzenarten (obwohl diese Selektivität in fast der Hälfte der Fälle leider eine Fiktion ist). Daher hängt alles von dem Ziel ab, das Sie sich setzen. Allerdings, wenn es um Totalherbizide geht, sollten Sie es genauer formulieren. Warum? Wir klären das mit einem Experten.

Der Agronom antwortet:

— Ein Garten, selbst der kleinste, — ist ein bestimmtes Ökosystem. An seiner Bildung sind sowohl der Gärtner als auch die Natur selbst beteiligt, und zwar, bezeichnenderweise, praktisch gleichberechtigt. Und aus dieser Perspektive sind Unkräuter — ein Teil dieses Ökosystems, der von der Natur angeboten wird. Man kann darüber diskutieren, indem man gegen die Überwucherung unerwünschter Pflanzen kämpft, man kann sich damit abfinden, aber objektiv lässt sich eine solche Konfrontation nicht vermeiden.

Aber genau deshalb sollte man Totalherbizide im Garten nach Möglichkeit vermeiden. Erstens, wie leicht zu erraten ist, zerstören solche Herbizide nicht nur Unkräuter, sondern auch Kulturpflanzen. Und keine «punktuelle» Anwendung wird helfen, da sie physisch einfach unmöglich ist. Daher — nur Handarbeit, Vorbeugung, Mulchen und keine Herbizide. Liebhaber des «Geruchs von Napalm am Morgen» sollen in Coppolas Meisterwerk bleiben, nicht in einem normalen ertragreichen Garten.

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Aber es gibt natürlich eine Ausnahme. Aber nur eine. Totalherbizide sind zulässig, wenn Sie ein brachliegendes Grundstück für zukünftige — in der nächsten Saison — Pflanzungen vorbereiten müssen. Es spielt keine Rolle, was genau es sein wird — Garten, Gemüsegarten, Rasen usw. — für die totale vorherige Reinigung des Geländes sind die genannten Herbizide geeignet. Selbstverständlich darf man im Jahr ihrer Anwendung auf der gereinigten Fläche nichts pflanzen oder säen. Ein noch richtigerer Schritt — Gründüngung auszusäen, wachsen zu lassen und in den Boden einzuarbeiten, anstatt mit dem Gemüseanbau zu beginnen. Und dieser zweistufige Ansatz wird auch für einen nicht essbaren Rasen empfohlen, einfach zur Sicherheit, da Herbizide doch Gift sind und keinesfalls Dünger, und Vorsicht hier kein Zeichen von Paranoia ist.

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