Schädlinge von Tomatensetzlingen können die gesamte Ernte gefährden, noch bevor die Pflanzen ins Freiland gesetzt werden. Es werden die wichtigsten Schädlinge und Maßnahmen zu ihrer Bekämpfung vorgestellt.
Inhaltsverzeichnis:
Die wichtigsten Schädlinge von Tomatensetzlingen
Weiße Fliege
Weiße Fliege saugt Pflanzensäfte aus, wodurch auf den Blättern gelbliche Flecken entstehen, die sich vergrößern.
Bei starkem Befall trocknen die Blätter aus und sterben ab. Die Weiße Fliege kann auch einige gefährliche Viruskrankheiten übertragen. Der Schädling lebt auf der Blattunterseite und ist nur sichtbar, wenn man das Blatt berührt — dann steigen wie kleine weiße Stäubchen um die Pflanze auf.
Die Bekämpfung der Weißen Fliege ist sehr schwierig, da sie unglaublich fruchtbar ist. Man kann Bitoxibacillin oder Karbofos verwenden. Die Anzahl dieser Schädlinge kann reduziert werden, indem man den unteren Teil der Pflanze mit kaltem Wasser übergießt. Unmittelbar danach sollte der Boden sorgfältig gelockert werden, um die heruntergefallenen Schädlinge einzugraben.
Sprossfliege
Sprossfliege — einer der wichtigsten und gefährlichsten Schädlinge von Tomatensetzlingen. Sie gelangt bei der Bodenvorbereitung mit Humus in den Boden. Unter warmen Bedingungen wird sie sehr schnell aktiv. Ihre Larven schädigen die zarten Keimlinge, und die Eier lagern in der oberen Erdschicht.
Bekämpfungsmaßnahmen: Überwässerung vermeiden, vor dem Pikieren die obere Erdschicht entfernen, die für die Anzucht vorbereitete Erde dämpfen.
Thrips
Thrips — ein kleiner Schmetterling, dessen Größe nicht mehr als 1 mm beträgt. Nicht nur der Schmetterling selbst kann den Setzlingen schaden, sondern auch seine Larven, die sich von Pflanzensaft ernähren. Pflanzen, die von Thrips befallen sind, haben silbrige Flecken auf der Blattoberfläche, die später zusammenfließen und immer größer werden. Auf Tomatensetzlingen kann Thrips auftreten, wenn die Regeln zur Desinfektion des Bodens und der Gefäße, die für die Anzucht verwendet werden, vernachlässigt werden.
Zur Bekämpfung des Thrips werden Fitoverm oder Tabakstaub verwendet.
Melonenblattlaus
Melonenblattlaus – der häufigste Schädling von Tomatensetzlingen. Auf der Blattunterseite legt sie Larven ab, die sich vom Pflanzensaft ernähren und erheblichen Schaden verursachen. Ein sicheres Zeichen für das Auftreten von Blattläusen sind Ameisen, die sich von den Ausscheidungen dieses Insekts ernähren.
Für die Überwinterung tragen Ameisen Blattläuse in ihre Nester, wo diese die niedrigen Temperaturen problemlos überstehen. Bekämpfen Sie daher die Ameisenhaufen auf Ihrem Grundstück. Von den chemischen Präparaten helfen Fitoverm, Actellic und andere sowie zahlreiche Hausmittel.
Gemüseeule
Gemüseeule ist ein Nachtfalter, dessen Raupe sehr junge Tomatenpflanzen liebt.
Zur Bekämpfung verwendet man Fitoverm, Dendrobacillin und andere Insektizide. Außerdem sollten aus den Gärten alle Unkräuter entfernt werden, die den Raupen bis zum Erscheinen der ersten Tomatensetzlinge als Nahrung dienen.
Wie man Schädlinge von Tomatensetzlingen bekämpft
Die Bekämpfung von Setzlingsschädlingen hilft, eine Infektion der Pflanzen und einen vorzeitigen Ernteausfall zu vermeiden. Dabei ist zu beachten, dass chemische Präparate genau nach der beiliegenden Anleitung und möglichst vor dem Erscheinen der Früchte angewendet werden sollten.
Allerdings ist es gar nicht einfach, die Schädlinge während der Pflege der Tomatensetzlinge loszuwerden, selbst mit chemischen Mitteln, da die Schädlinge ihren Bestand recht schnell wieder aufbauen. Darüber hinaus kann die häufige Behandlung mit Pestiziden die Pflanze selbst negativ beeinflussen, denn mit der Chemie vergiften Sie den Boden.
Genau deshalb gilt die Aufrechterhaltung optimaler Bedingungen für die heranwachsenden Setzlinge als wichtigste Vorbeugung gegen die Ausbreitung von Krankheiten:
- Temperatur- und Feuchtigkeitsregime;
- Abdämpfen der Erde, damit schädliche Insekten ihre Entwicklung nicht wieder aufnehmen können;
- Einhaltung der empfohlenen Düngermengen.