Pikieren von Tomatensetzlingen

Pikieren ist das Umpflanzen von Setzlingen in größere Gefäße. Es dient dazu, schwache Pflanzen auszusortieren und zu verhindern, dass die Setzlinge in die Höhe schießen, und damit sich das Wurzelsystem besser entwickelt.

Was ist Pikieren?

Das Pikieren von Tomatensetzlingen besteht im Kürzen der Hauptwurzel um ein Drittel. Danach macht man in dem neuen Gefäß Vertiefungen (dazu kann man einen Bleistift verwenden), gibt unbedingt Phosphordünger hinzu und bestäubt mit Asche. Nun kann man die Pflanze umsetzen, indem man die Wurzeln vorsichtig verteilt und mit Erde andrückt.

Beim Pikieren streuen Sie um die Stielbasis gekühlten, gebrannten Sand, um ein Ausdünnen und Umfallen des Stiels zu vermeiden.

Wann sollte man Tomatensetzlinge pikieren?

Hochwachsende Tomaten sollten zweimal pikiert werden, mittel- und niedrigwachsende einmal. Das erste Pikieren erfolgt 12 Tage nach der Aussaat, sobald die ersten echten Blätter erschienen sind. Zögern ist nicht erlaubt, da eine Verzögerung zu einer Schwächung der Pflanzen und folglich zu einer Verschlechterung der Ernte führt.

Jede Pflanze sollte mit einem Erdballen ausgegraben werden, dessen Größe mindestens die Hälfte eines kleinen Fingerglieds betragen sollte, dann verläuft das Pikieren schmerzfrei. Dazu wird der Setzling vorsichtig ausgegraben und vom gemeinsamen Erdballen getrennt.

Dabei muss man beachten, dass der grüne Teil der Pflanze so wenig wie möglich berührt werden sollte; man versuche, mit dem Erdballen zu arbeiten. Vorsichtig kneift man ein Drittel der Hauptwurzel ab und pflanzt den Setzling in ein vorbereitetes Gefäß mit einem Volumen von 1 Liter und unbedingt mit Drainagelöchern.

Siehe auch:
Warum kräuseln sich die Blätter von Tomaten

Das zweite Pikieren der Tomatensetzlinge wird drei Wochen nach dem ersten durchgeführt. Bereiten Sie ein Gefäß mit einem Volumen von zwei Litern vor. Die Pflanzen sollten ein bis zwei Tage vor dem Pikieren gegossen werden.

Kann man Tomatensetzlinge früher oder später pikieren? Natürlich kann man, aber ein früheres Pikieren führt zur Beschädigung der noch sehr dünnen Wurzel; ein späteres birgt die Gefahr der Verflechtung der Wurzeln verschiedener Pflanzen und führt wiederum zu deren Beschädigung beim Pikieren. Daher ist der Zeitraum von 10–15 Tagen nach der Keimung dennoch optimal.

Warum stoppt das Wachstum nach dem Pikieren?

Es kann mehrere Gründe für das Wachstumsstopp geben, hier sind die wichtigsten und wie man sie bekämpft:

  • Die Setzlinge sind stark in die Höhe geschossen und benötigen Zeit für die Entwicklung von Nebenwurzeln.
  • Zu viel Asche in die Erde gegeben (Boden alkalisiert). Geben Sie Superphosphat hinzu.
  • Kalte Erde (Temperatur unter 20 °C). Umwickeln Sie das Gefäß mit Flaschen heißem Wasser.
  • Die Erde ist versauert. Dies geschieht, wenn das Bodenvolumen noch nicht vollständig von Wurzeln durchzogen ist. Bestäuben Sie die Oberfläche mit Asche und lockern Sie sie auf.

Es ist erwiesen, dass ein rechtzeitiges Pikieren die Entwicklung der Tomatensetzlinge und ihres Wurzelsystems positiv beeinflusst, was anschließend zu einer Steigerung der Ernteerträge führt.

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