Welchen Frost verträgt Steinobst?

Gärtner Andrei Tumanow erklärte, bei welcher Temperatur Steinobst wächst und reift und wie man es vor Frost schützen kann.

Steinobstpflanzen beginnen früher zu blühen als Kernobst wie Äpfel und Birnen. In diesem Jahr ist bereits eine üppige Blüte der Filz-Kirsche, der Hybrid-Pflaume und der Aprikose zu beobachten. Die Blühzeiträume können je nach Sorte variieren. Beispielsweise blühen die gewöhnliche Kirsche und die Hauspflaume üppig, jedoch kann sich Frost negativ auf den Fruchtansatz auswirken. Wenn die Kirsche vor dem Frost zu blühen und Früchte anzusetzen begann, beendet sie in wärmeren Regionen bereits die Blüte. Dabei können die Stempel bei Temperaturen von −2°C Schaden nehmen, während die Fruchtansätze tiefere Temperaturen aushalten.

Einige Schäden an den Stempeln wurden bereits festgestellt: Die Spitzen werden schwarz, aber das ist nicht kritisch. Die Kirsche verfügt über eine große Anzahl von Reserveblüten, und selbst wenn ein Teil der Stempel durch Frost geschädigt wird, führt dies nicht zu erheblichen Ertragsverlusten. Eine ähnliche Situation ist auch bei anderen Steinobstkulturen wie der Hybrid-Pflaume und den Pflaumensorten zu beobachten.

Zu beachten ist auch, dass die Monilia-Krankheit, eine Pilzerkrankung, eine größere Bedrohung für Steinobstkulturen darstellt als Spätfröste. Es ist ratsam, Sorten mit unterschiedlichen Blühzeiträumen zu wählen, um Risiken zu minimieren. Beispielsweise kann die Auswahl von Kirschsorten mit einem Blühzeitraum von anderthalb Wochen helfen, Verluste durch Frost zu vermeiden.

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Bei der Pflanzenauswahl ist es wichtig, die Regionalisierung zu berücksichtigen: An die jeweilige Klimazone angepasste Sorten sind in der Regel weniger anfällig für herkömmliche Fröste.

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