Welchen Frost vertragen Pfirsichblüten?

Spätfröste — das ist eine plötzliche Abkühlung nach einer langen Warmperiode, bei der die Temperatur nachts auf null oder negative Werte fällt. Dieses Phänomen stellt eine ernste Gefahr für die Landwirtschaft dar, da es junge Triebe und blühende Obstbäume schädigen kann. Welchen Frost vertragen Pfirsichblüten — lesen Sie in der Hilfe .

Welchen Frost können Pfirsichblüten ertragen?

«In verschiedenen Regionen beginnen Pfirsichbäume in der Zeit von Mitte April bis Anfang Mai zu blühen, normalerweise 10 Tage später als Aprikosen, — erzählte Kandidat der Agrarwissenschaften, Dozent, Direktor des Stawropoler Botanischen Gartens, Wladimir Koschewnikow. — Die Blühdauer variiert zwischen 5 und 15 Tagen und kann in einem kalten Frühling bis zu drei Wochen betragen. Der Pfirsich hat eine längere Ruhephase und benötigt mehr Wärme zum Erwachen (+6-8 °C), daher reagiert er nicht so schnell auf eine vorübergehende Erwärmung wie die Aprikose. Außerdem verträgt der Pfirsich Frühlings-Temperaturschwankungen besser und ist weniger anfällig für Auswinterung. Dank der späten Blüte leiden die Bäume seltener unter frühen Frühlingsfrösten.»

Allerdings kommt es im Mai nach anhaltender Wärme häufig zu plötzlichen Kälteeinbrüchen. Wenn die Temperatur abends auf 4 Grad sinkt, besonders bei klarem Himmel, kann dies auf Nachtfröste hindeuten, so der Experte. Für die vegetativen Knospen des Pfirsichs gilt eine Temperatur von etwa minus 4 Grad als gefährlich, aber am empfindlichsten sind die Blütenknospen während der Blüte — sie können bereits bei minus zwei Grad geschädigt werden.

Wie schützt man blühende Pfirsichbäume vor Frösten?

Um einen blühenden Garten vor späten Frühlingsfrösten zu retten, hilft schon eine geringfügige Erwärmung um zwei bis drei Grad. Es gibt mehrere Möglichkeiten, diesen Effekt zu erzielen:

  • Räuchern oder Rauchvorhang — Anzünden von Feuern mit feuchtem Material (Sägemehl, Stroh) zur Erzeugung einer warmen Rauchschicht. Die Brandschutzbestimmungen sind jetzt strenger und die Nachbarn könnten sich beschweren. Um Strafen zu vermeiden, informieren Sie sich hier über die aktuellen Anforderungen zur Räucherbehandlung des Gartens.
  • Beregnung — Besprühen der Krone mit Wasser vor dem Frost. Beim Gefrieren gibt das Wasser Wärme ab und schützt die Blüten.
  • Abdecken mit Vlies — leichtes Material wird über den Baum gelegt, um die Wärme zu bewahren.
  • Düngung mit Phosphor-Kalium-Dünger (im Herbst) — erhöht die Winterhärte des Baumes.
  • Auswahl frostharter Sorten — zum Beispiel «Veteran», «Frost».
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«Eine der effektivsten Methoden zum Schutz von Pfirsichen vor Frühlingsfrösten — die künstliche Verlängerung der Ruhephase mit speziellen Präparaten, — erklärte Wladimir Koschewnikow. — Der Hauptbestandteil eines solchen Mittels ist eine Suspension von Calciumcarbonat. Die Behandlung erfolgt 3-4 Wochen vor Beginn des Knospenschwellens, wodurch die Blüte um etwa eine Woche verzögert werden kann. Das Präparat bildet eine Schutzschicht, die die Erwärmung der Pflanze durch Sonnenstrahlen reduziert, sodass sie weniger effektive Temperaturen ansammelt. Vom Gefährdungsgrad her gehört das Mittel zur Klasse 4 — derselben wie Speisesalz. Es ist ungefährlich für Bienen und verursacht bei Kontakt mit der Haut oder Schleimhäuten keine Reizungen».

Zusätzlich kann zur Erhöhung der Winterhärte ein Biopräparat auf Basis von drei Bakterien der Gattung Thiobacillus verwendet werden. Es wirkt wie ein natürliches Frostschutzmittel, indem es die Konzentration des Zellsafts erhöht und dessen Gefrieren verhindert. Bei regelmäßiger Behandlung kann die Pflanze Fröste bis zu minus 7 Grad aushalten, was besonders in der Zeit der Spätfröste wichtig ist, so der Experte.

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