Die Entnahme von Stecklingen verschiedener Obst- und Beerenkulturen im späten Herbst spart dem Gärtner nicht nur Zeit im Frühjahr, sondern ermöglicht auch eine normale Erneuerung des Sortiments auf dem Grundstück. Das Hauptproblem hierbei — ist, sie in angemessenem Zustand zu erhalten, damit diese Erneuerung tatsächlich stattfindet. Und das Auftreten von Schimmel — eines der typischsten Übel. Wie man ihn besiegt — besprechen wir mit einem Experten.
Der Agronom antwortet:
— Schimmel, in der Regel, — ist das Ergebnis einer Verletzung der grundlegenden Lagerungsparameter. Und zwar — das Auftreten von Feuchtigkeit, hoher Luftfeuchtigkeit, plötzlichen Temperaturschwankungen. Wenn Sie die Stecklinge im Keller oder im Vorratskeller lagern, sollte die Luft dort mäßig feucht sein, nicht mehr als 60%, und die Feuchtigkeit des Substrats, in das Ihr Pflanzmaterial eingebettet ist, — nicht mehr als 70%.
Wenn etwas schief gelaufen ist, müssen die Stecklinge zunächst mit einer dunkelvioletten Kaliumpermanganatlösung behandelt werden, und dann, nachdem sie getrocknet sind, — mit einer Kupfersulfatlösung (50 Gramm auf 10 Liter Wasser). Aber eigentlich sollte der Lagerraum selbst bereits vor dem Einlagern der Stecklinge mit Kupfersulfat behandelt werden — vergessen Sie diese einfache Schutzmaßnahme nicht.
Und doch ist die optimale Lagermethode ein Schneehügel auf dem Grundstück: Erstens durchlaufen die Stecklinge unter solchen Bedingungen eine richtigere Vorbereitung auf die Bewurzelung, und zweitens ist das Auftreten von Schimmel auf ihnen bei einer solchen Lagerung praktisch ausgeschlossen.