Der Stachelbeere 'Konsul' ist Gärtnern auch unter dem Namen 'Senator' bekannt. Die anspruchslose Kultur wurde für Regionen mit schwierigen Wetterbedingungen gezüchtet. Damit der Strauch eine reiche Ernte hervorbringt, müssen die landwirtschaftlichen Maßnahmen korrekt durchgeführt werden.
Inhaltsverzeichnis:
Stachelbeere 'Konsul': Beschreibung und Eigenschaften

Die Sträucher der Kultur erreichen eine Höhe von 150–180 Zentimetern. An den leicht ausladenden Trieben erscheinen im Frühling grüne, geschnitzte Blätter. An einjährigen Trieben bilden sich 1–2 Dornen. Ende Mai öffnen sich weiße Blüten. Ab Ende Juli beginnt die Fruchtbildung.

Die Früchte sind rund. In der Beschreibung der Stachelbeersorte 'Konsul' wird angegeben, dass das Gewicht zwischen 3,5 und 6,5 Gramm variiert. Die Beeren sind leuchtend rot gefärbt. Bei vollständiger Reife nehmen die säuerlich-süßen Früchte eine dunkelrote, fast schwarze Färbung an. Die Stachelbeere verträgt Fröste bis –30 °C. Im Sommer können die Beeren mit zarter Schale bei Temperaturen über 35 °C verbrennen.
Um die Feuchtigkeit zu erhalten, wird der Boden unter den Pflanzen mit Mulch bedeckt: Sägespäne, gemähtes Gras, Stroh.
Vorteile und Nachteile

Zu den positiven Eigenschaften der Kultur zählen folgende Merkmale:
- gute Erträge;
- hervorragender Geschmack der Früchte;
- Vielseitigkeit der Verwendung;
- Selbstfruchtbarkeit;
- Frostbeständigkeit;
- geringe Anzahl an Dornen;
- gute Immunität.
Zu den Nachteilen der Stachelbeere 'Konsul' gehört die schlechte Transportfähigkeit aufgrund der dünnen Schale.
Vorbereitung der Setzlinge und Pflanzung im Boden

Das Pflanzmaterial wird im Alter von 1–2 Jahren ausgewählt. Je jünger die Pflanze, desto leichter wurzelt sie ein. Die Stachelbeere sollte mindestens 1–2 Triebe und ein gesundes Wurzelsystem haben. Die Setzlinge werden für einen Tag in einen Behälter mit Wasser gelegt. Die mit Feuchtigkeit versorgten Wurzeln passen sich schneller am neuen Standort an.
Die Pflanzung erfolgt im Frühjahr oder Herbst. Bis zum Einsetzen des Frosts sollten nicht mehr als 30 Tage vergehen. Der Standort für die Stachelbeere 'Konsul' sollte gut von der Sonne beleuchtet und vor kalten Winden geschützt sein. Der Boden muss fruchtbar und mit Nährstoffen angereichert sein.
Die Pflanzung erfolgt wie folgt:
- Es werden Löcher mit einer Tiefe und einem Durchmesser von 60 Zentimetern ausgehoben;
- auf den Boden wird eine Schicht Humus gegeben;
- es werden je 50 g Kali- und Phosphordünger hinzugefügt;
- Substrat einfüllen, den Setzling in das Loch setzen;
- den Strauch mit Erde bedecken, den Wurzelhals 5–6 Zentimeter tief eingraben;
- reichlich gegossen;
- mit Sägespänen oder Stroh mulchen.
Das Grundwasser am Pflanzort sollte nicht näher als 2 Meter an die Bodenoberfläche heranreichen. Bei überschüssiger Feuchtigkeit beginnt das Wurzelsystem zu faulen.
Pflege

Bei richtiger Pflanzung und Pflege wird die Stachelbeere 'Konsul' ihren Besitzer mit einer reichen Ernte schmackhafter Früchte erfreuen.

Aufgrund des flachen Wurzelsystems benötigt die Kultur häufiges Gießen. Besonders in der Blüte- und Fruchtbildungszeit benötigt die Pflanze Feuchtigkeit. Die Wurzeln werden abends mit dem tagsüber erwärmten Wasser gegossen. Von oben sollten die Sträucher besser nicht bewässert werden, da sie sonst von Mehltau befallen werden können.
Düngung

Wenn im Frühjahr die ersten Blätter an der Kultur erscheinen, wird eine Stickstoffdüngung durchgeführt. Die Lösung wird aus folgenden Komponenten hergestellt:
- 15 g Salpeter;
- 10 Liter Wasser.

Die Stickstoffdüngung fördert das aktive Wachstum der Triebe der Stachelbeere 'Konsul'. Während der Blütezeit werden Kalium und Phosphor verwendet. Dazu werden die Sträucher mit Wasser gegossen, dem 60 Gramm Superphosphat und 40 Gramm Kaliumsulfat zugesetzt werden. Am Ende des Sommers wird verrotteter Mist oder Kompost unter die Stachelbeere gegeben.
Lockern und Unkraut entfernen

Nach dem Gießen wird die Erde gelockert. Andernfalls kann sich an der Oberfläche eine Kruste bilden, die den Luft- und Wasserzugang zum Wurzelsystem der Stachelbeere behindert. Beim Lockern der Erde wird gleichzeitig das Gras entfernt, das Überträger von Krankheiten und Schädlingen ist. Wenn das Unkraut wächst, beschattet es die Kultur. Bei Lichtmangel entwickeln die Beeren nicht die nötige Süße.
Da die Stachelbeere ein flaches Wurzelsystem hat, darf die Erde nur bis zu einer Tiefe von maximal 5 Zentimetern gelockert werden.
Schnitt

Im Frühjahr werden gebrochene, angefrorene und trockene Äste abgeschnitten. Im Herbst werden die Triebe entfernt, die die Krone verdichten. Stängel, die älter als 6 Jahre sind, werden auf Stock geschnitten. Sie tragen kaum noch Früchte und entziehen den jungen Zweigen Nährstoffe. Für den Schnitt wird ein scharfes, desinfiziertes Werkzeug verwendet.
Schutz vor Krankheiten und Schädlingen

Um das Auftreten von pathogenen Mikroorganismen und Schädlingen zu verhindern, wird im Herbst das Laub aus dem Wurzelbereich geharkt. Beschädigte Äste werden unbedingt abgeschnitten. Zur Vorbeugung und Behandlung von Pilzkrankheiten werden Fungizide eingesetzt. Bei Auftreten von schädlichen Insekten werden Insektizide verwendet.
Während der Blütezeit der Pflanzen dürfen keine chemischen Mittel eingesetzt werden. Dadurch könnten die Nektar sammelnden Bienen zu Schaden kommen.
Wie man die Stachelbeere 'Konsul' vermehrt

Die Stachelbeere 'Konsul' wird auf zwei Arten vermehrt:
- Durch Stecklinge. Dazu werden 15-18 Zentimeter lange Zweige geschnitten. Die unteren Schnittstellen werden mit Kornewin behandelt und in einem Winkel von 45° in eine Kiste mit durchlässiger Erde gesetzt. Bald erscheinen Wurzeln an den Trieben, und die Pflanzen können ins Beet umgesetzt werden.
- Durch Absenker. Die Zweige werden zur Erde gebogen, mit Klammern fixiert und mit Erde bedeckt. Den ganzen Sommer über werden die Stängel gegossen. Bald erscheinen neue Triebe, die vom Mutterstrauch getrennt und separat eingepflanzt werden.
Die Stachelbeere 'Senator' wird wegen ihrer Anspruchslosigkeit, des guten Ertrags und der schmackhaften Beeren geschätzt. Die dunkelroten Früchte werden frisch verzehrt, zu Kompott, Marmelade oder Konfitüre verarbeitet, getrocknet und für den Winter eingefroren.
Wenig bedornte Stachelbeere 'Konsul' in der Datscha – Video