Rosen im Topf auf dem Balkon – Besonderheiten bei Anbau und Pflege

Auf jedem Balkon oder jeder Terrasse können wir viele kleine und große Töpfe haben. Darüber hinaus werden diese Miniatur-Sorten von Jahr zu Jahr immer zahlreicher, sodass wir sie sogar in Balkonkästen oder langen Töpfen vom Typ 'Hochbeet' haben können. Die neuen Rosensorten sind nicht so anspruchsvoll wie die, in die der kleine Prinz verliebt war. In Töpfe gepflanzt können sie Balkone schmücken.

Topfrosen sind seit vielen Jahren eine der meistgekauften Pflanzen, aber sie werden nur in Wohnungen aufgestellt. Das sollte sich nun ändern, denn Balkonrosen kommen in Mode. Für den Anbau auf dem Balkon in Töpfen eignen sich nicht nur Miniatur-Arten, sondern auch stattliche Strauchrosen, Bodendecker mit überhängenden Trieben,
auf Stämme veredelte sowie Kletterrosen.
Damit diese Exemplare jedoch prächtig gedeihen, sind Pflegerichtlinien zu beachten.

Discount-Sorten und kleine Parkrosen gedeihen problemlos in 30-40-Liter-Töpfen. Manche wachsen sogar in 20-Liter-Töpfen, aber sie müssen etwa alle zwei Jahre in frische Erde umgetopft werden. Einige Baumschulen und Rosenzüchter empfehlen sogar jedes Jahr. Kletterrosen und große Parkrosen benötigen mindestens 40-80 Liter Erde, möglicherweise auch mehr.

Hier sei erwähnt, dass viele Verkäufer und Rosenzüchter in den Beschreibungen einer Sorte angeben, ob sie für den Anbau in Containern geeignet ist. Falls sie dies bei der Sorte nicht erwähnt haben, sollte man es dennoch versuchen.

Die meisten Rosen, abgesehen von den Miniatur-Sorten, benötigen hohe Töpfe – mindestens 45 cm. Die Töpfe können schmal sein – palmenartig oder turmförmig – vorzugsweise mit einem Fassungsvermögen von 60-80 Litern. Der Vorteil solcher Töpfe ist, dass man auf einer kleinen Fläche zahlreiche davon aufstellen kann. Kletterrosen, auch wenn sie miniatur sind, werden etwa 2 Meter hoch, daher ist auch ihr Wurzelballen groß. Wenn wir im Winter keinen Lagerplatz haben, müssen die Töpfe frostbeständig sein. Aber wenn die Temperatur unter -12 Grad Celsius fällt, sollte man den Wurzelballen der Rose mit Karton, Luftpolsterfolie, Agrotextilien und anderen Materialien schützen, d.h. den Topf in mehrere Schichten einwickeln. Zusätzlich kann man die Töpfe von unten schützen, indem man sie auf Styropor stellt.

Welche Rosen eignen sich für den Balkon?

Nichts spricht dagegen, Topfminiaturen mit kleinen 2-3 cm großen Blüten in Balkonkästen zu pflanzen. Besonders gut eignen sich ihre neuen Sorten, die weniger Blüten, aber doppelt so viele hervorbringen, wie die Serien Forever und Palace Patiohit. Seien Sie jedoch vorsichtig: Miniaturen erfordern eine sehr sorgfältige Pflege. Wenn wir viel Platz und einen großen Behälter zur Verfügung haben, können wir sogar starkwüchsige, krankheits- und frostresistente Parkrosen anbauen.

Wann sollte man Rosen für den Balkon kaufen?

Rosen für Balkone und Terrassen kauft man am besten in der Saison, wenn die blühenden Sträucher bereits im Angebot sind. Dann können Sie die Formen und Farben der Blüten genau betrachten und prüfen, ob sie duften – natürlich, wenn Ihnen das wichtig ist. Für kleine Balkone eignen sich Miniaturrosen, Bodendeckerrosen (mit langen Trieben, die schön aus den Töpfen hängen), Mehrblütler (mit einer Fülle von Blüten, die die ganze Saison über halten), Kletterrosen (die an Stützen hochklettern) und Stammrosen (auf einen Stamm veredelt, wie kleine Bäumchen, die mit Blüten übersät sind) hervorragend.

Duftrosen für den Balkon

Die meisten der oben genannten Sorten blühen üppig und duften wunderbar. Besonders beliebt bei Käufern sind großblütige und mehrblütige Rosen in Stammform. Wenn Sie jedoch eine davon für Ihren Balkon kaufen, bedenken Sie, dass die Pflege anspruchsvoller ist, da sie empfindlicher sind als andere Rosen. Die orange 'Ambassador', die dunkelrote 'Erotika' mit Blüten von mehreren Zentimetern Durchmesser, oder mehrblütige, die bis fast zum Frost mit kleinen Blüten übersät sind (z.B. die rosa 'Queen Elizabeth').

Pflanzung von Rosen auf dem Balkon

Rosen gedeihen am besten an mäßig sonnigen Standorten, die vor starkem Wind geschützt sind. Solche Bedingungen herrschen auf Balkonen an der Ost- und Südostseite.

Eine frisch gekaufte Rose muss unbedingt in ein größeres Gefäß umgetopft werden, in dem sie mehr Feuchtigkeit hat. Für Miniaturen reichen flache Töpfe oder sogar Körbe. Bedenken Sie jedoch: Je kleiner das Gefäß, desto mehr Pflege benötigen die Pflanzen. Daher lohnt es sich, sie in Gruppen zu pflanzen und in Balkonkästen oder geräumige Töpfe zu setzen. Größere Rosen fühlen sich in tiefen Gefäßen mit einem Durchmesser von mindestens 35 cm und großen Bodenlöchern wohl.

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Vor dem Umtopfen stellen Sie die Rosen samt Topf für ein paar Stunden ins Wasser. Das Substrat für Rosen sollte mittelschwer, durchlässig und nährstoffreich sein. Nach dem Pflanzen muss die Erde kräftig gewässert werden. Geben Sie den Hochstämmchen stabile Stützen. Stellen Sie den Topf in ein größeres Gehäuse und bedecken Sie ihn mit Steinen, damit die Rose nicht vom Wind umgeworfen wird.

Im Sommer kauft man Rosensträucher in Containern, im Frühling und Herbst – mit sogenannten nackten Wurzeln, d.h. mit beschnittenen Wurzeln und Trieben, in Plastiktüten verpackt. Unabhängig davon, welche Pflanze Sie kaufen, sind die Pflanzregeln ähnlich. Legen Sie auf den Boden des Topfes einige Zentimeter dicke Drainageschichten aus Kies, zerbrochenen Keramiktöpfen oder Blähton (das ist wichtig, denn überschüssiges Wasser kann den Wurzeln schaden). Setzen Sie die Pflanze so in den Topf, dass sich die Veredlungsstelle (die Verdickung am Stamm direkt an den Wurzeln) etwa 5 cm unter der Erdoberfläche befindet. Füllen Sie mit Erde auf, vorzugsweise für Rosen oder Blühpflanzen. Gießen Sie.

Welchen Pflanztopf sollte man für Rosen wählen?

Miniaturrosen fühlen sich am besten in kleinen, flachen Balkonkästen wohl. Sie werden selten höher als 40 cm, und sie vermehren sich weniger als andere Rosen, daher benötigen sie keine großen Gefäße (je größer, desto besser), mit einem Ablaufloch im Boden. Größere Exemplare können auch auf dem Balkon gezüchtet werden, vorausgesetzt, wir stellen ihnen einen großen Topf (mindestens 50 cm Durchmesser) zur Verfügung. Er sollte auch ausreichend hoch sein, da Rosen ein langes Wurzelsystem haben.
Am besten eignen sich Terrakotta- und Keramikgefäße (die poröse Struktur der Wände lässt die Wurzeln atmen, und das schwere Material sorgt für Stabilität des Gefäßes). Ein zusätzlicher Vorteil von Terrakotta ist seine Dicke, die den Wurzeln einen guten Frostschutz bietet. In Plastiktöpfen fühlen sich Rosen nicht wohl – die dünnen Wände schützen die Wurzeln weder vor Frost noch vor Hitze.

Topfen Sie die gekaufte Pflanze in ein Gefäß der passenden Größe um. Auf den Boden sollte eine Schicht feinen Kies oder Blähton gegeben werden, also eine Drainage, die überschüssiges Wasser ableitet, und dann etwas Erde (vorzugsweise nährstoffreiche Universalerde). Nachdem Sie den aus dem Plastiktopf genommenen Rosenstrauch in das Gefäß gesetzt haben, füllen Sie mit Erde auf – vorsichtig, um die Wurzeln nicht zu beschädigen – und gießen Sie reichlich. Pflanzen, die in frische, nährstoffreiche Erde gesetzt wurden, werden im ersten Jahr nicht gedüngt. Aber vergessen Sie nicht das Gießen – das Substrat sollte ständig feucht sein. Miniaturrosen sind besonders empfindlich gegenüber Trockenheit; sie sollten jedoch nicht übermäßig gegossen werden, da sonst die Wurzeln krank werden können.

Im Frühjahr werden junge Exemplare in einen etwas größeren Topf umgetopft, bei älteren wird die oberste Erdschicht ausgetauscht. Dem Substrat wird Langzeitdünger beigemischt, oder bei jedem Gießen wird ein verdünnter Volldünger verwendet, vorzugsweise ein spezieller Rosendünger. Man achtet darauf, dass das Substrat stets feucht bleibt.
Im Sommer werden verwelkte Blüten entfernt, damit die Rosen länger blühen. Wir beobachten die Blätter und Blüten und wenden bei Krankheiten oder Schädlingen Schutzmaßnahmen an. Bei heißem Wetter werden Pflanzen, die in der vollen Sonne stehen, in den Halbschatten gestellt.
Im Herbst wird ab September das Düngen eingestellt und das Gießen reduziert.
Im Winter ist es am besten, die Rosen und Miniaturrosen in einen Raum mit einer Temperatur von 0-5 °C zu bringen. Sie benötigen kein Licht. Wir achten darauf, dass das Substrat noch leicht feucht bleibt.

Rückschnitt der Rosensträucher auf dem Balkon

Im Frühjahr werden bei großblütigen Rosen, Miniaturrosen und Kletterrosen die Triebe über der 2.-3. geschwollenen Knospe gekürzt. Strauch- und Kletterrosen werden zu lange Zweige um 2/3 eingekürzt.

Winterschutz für Rosen

Die draußen stehenden Rosenbehälter werden isoliert – je kleiner sie sind, desto sorgfältiger. Wenn kein Frost herrscht, wird überprüft, ob das Substrat austrocknet, und bei Bedarf leicht gegossen. Die Triebe werden mit Agrarvlies vor Sonne und Wind geschützt.

Überwinterung von Rosen auf dem Balkon

Nach der Saison werden die Rosen an einen geschützten und schattigen Ort gebracht. Rosen sind mehrjährige Pflanzen; gut vor Frost geschützt, überstehen sie den Winter und blühen im nächsten Jahr wieder. Die Pflanzgefäße sollten draußen bleiben, wobei die Wurzeln vor Erfrieren geschützt werden. Die Töpfe werden abgedeckt, zum Beispiel mit mehreren Lagen Agrarvlies, Jutesäcken oder Kokos- oder Strohmatten, und auf den Boden wird eine dicke Schicht Rindenmulch oder trockene Blätter gegeben. Leider sind Schaumrosen recht frostempfindlich; damit sie die kalten Monate bestmöglich überstehen, können sie mit Strohmulch abgedeckt oder großzügig mit Agrarvlies umwickelt werden (besonders die Veredelungsstelle).
Die Kronen der Kiefernrosen werden zurückgeschnitten und mit einem Jutesack oder Vlies umwickelt (die Veredelungsstelle wird besonders sorgfältig gesichert). Rosen sollten auch im Winter gegossen werden, wenn das Thermometer Plusgrade anzeigt.
Vor dem Frost werden die Töpfe mit einer dicken Schicht Vlies, Luftpolsterfolie oder Kokosmatte umwickelt.

Video: Rosen auf dem Balkon. Juni-Balkonbericht

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