Ein gefährlicher Feind. Gärtnerin Mikallef verrät die Geheimnisse des Schutzes vor der Spinnmilbe.

Im August erwacht in den Gartenbeeten einer der heimtückischsten und gefährlichsten Feinde des Gärtners — die Spinnmilbe. Dieser winzige Schädling ist mit bloßem Auge fast unsichtbar, kann aber innerhalb weniger Tage ernsthafte Schäden an Pflanzen verursachen. Sein Vorhandensein ist an winzigen hellen Punkten auf den Blättern und einem feinen Spinnennetz auf deren Unterseite zu erkennen. Um seine Massenverbreitung zu verhindern, empfehlen Agronomen, unverzüglich und umfassend zu handeln.

«Das Erste, was man tun sollte, ist die Pflanzen regelmäßig zu kontrollieren. Je früher man die Milbe bemerkt, desto leichter ist sie zu bekämpfen, — berichtete Dozentin der Finanzuniversität, Hobbygärtnerin Larisa Mikallef. — Bei den ersten Anzeichen eines Befalls wäscht man die Blätter und Stängel mit warmem Wasser und Druck, wobei besonders die Blattunterseiten behandelt werden, wo sich der Schädling versteckt. Stark beschädigte Blätter sollte man besser sofort entfernen».

Eine wirksame Ergänzung ist eine Seifenlösung — 40–50 Gramm Kern- oder Teerseife pro Eimer Wasser. Der sich auf den Blättern bildende Film entzieht der Milbe die Atemfähigkeit. Um das Insekt vollständig loszuwerden, wird die Behandlung alle drei bis fünf Tage wiederholt.

«Die Milbe verträgt keine hohe Luftfeuchtigkeit, daher ist es in Gewächshäusern sinnvoll, die Pflanzen morgens und abends mit Wasser zu besprühen und die Luftfeuchtigkeit rundherum zu erhöhen, zum Beispiel durch Auslegen nasser Tücher, — fährt Larisa Mikallef fort. — Im Garten ist Mulch ein hervorragender Helfer, der die Feuchtigkeit im Boden hält.

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Gute Ergebnisse erzielen auch biologische Präparate wie «Fitoverm», «Kleschewit» oder «Akarin». Sie sind für Menschen und Nützlinge unbedenklich, aber für den Schädling tödlich. Die Pflanzen werden zwei- bis viermal im Abstand von fünf bis sieben Tagen besprüht, wobei beide Seiten der Blätter behandelt werden. Bei zu starkem Befall greift man zu chemischen Akariziden, zum Beispiel «Aktellik», wobei Mittel mit kurzer Wartezeit gewählt werden. Die Behandlung erfolgt am besten morgens oder abends bei gutem Wetter, um Verbrennungen zu vermeiden und die Umweltbelastung zu verringern».

Vorbeugung ist nicht weniger wichtig als Behandlung. Wenn die Gartensaison zu Ende geht, sollten alle Pflanzenreste entfernt, das Gewächshaus und die obere Bodenschicht gründlich desinfiziert werden, zum Beispiel mit einer Kupfersulfatlösung. Dadurch wird das Risiko eines Milbenbefalls im nächsten Jahr erheblich reduziert. Die Hauptaufgabe im August ist es, die Ausbreitung der Spinnmilbe zu verhindern. Das ermöglicht nicht nur, die Gesundheit der Pflanzen zu erhalten, sondern auch eine reiche Ernte in der Zukunft zu sichern.

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