Früher glaubte man, dass man Winterknoblauch am 14. Oktober, am Fest des Schutzes der Heiligen Gottesmutter, pflanzen müsse. Über diesen Tag sagte man: «Vor dem Mittagessen – Herbst, nach dem Mittagessen – Winter». Aber jetzt hat sich das Klima stark verändert. Viele Gärtner warten mit dem Pflanzen bis Ende Oktober oder sogar bis Mitte November.
Eigentlich sollte man sich nicht an genauen Daten, sondern am Wetter orientieren. Man sollte Knoblauch etwa 3 Wochen vor dem Einsetzen des Frostes pflanzen. Dabei sollte man als Frost nicht den Schnee betrachten, der für ein paar Tage fällt, sondern einen stabilen Temperaturabfall: nachts unter null Grad, tagsüber um +5 Grad.
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Platz an der Sonne
Knoblauch bevorzugt sonnige, gut belüftete Standorte. Der Boden – neutral oder schwach alkalisch. Man kann verrotteten Mist, Torf oder Wurmhumus hinzufügen.
Es ist wichtig zu berücksichtigen, welche Kulturen zuvor auf diesem Stück gewachsen sind. Die besten Vorfahren für Knoblauch sind Hülsenfrüchte (Erbsen, Bohnen, Erdnüsse, Linsen, Soja); Getreide (Hafer, Weizen, Gerste, Mais, Roggen); Kürbisgewächse (Kürbisse, Wassermelonen, Melonen, Patissons, Zucchini); Kohl aller Arten.
Es gibt einige Kulturen, die als unerwünschte Vorgänger für Knoblauch gelten, da sie ähnliche Krankheiten haben (z.B. Fusarium). Das sind Zwiebeln und andere Zwiebelgewächse sowie Nachtschattengewächse (Kartoffeln, Tomaten, Auberginen).
Wichtigste Regeln
Denken Sie an die Regeln der Fruchtfolge, halten Sie einen Abstand von 3–4 Jahren vor der erneuten Pflanzung auf dem gleichen Grundstück ein. Die Beete für den Knoblauch sollten im Voraus vorbereitet werden. Ideal – einen Monat vor der Pflanzung. Wenn die Zeit knapp ist – mindestens 10 Tage vor dem voraussichtlichen Termin. Nachdem Sie die Erde umgegraben haben, muss die Oberfläche geebnet und leicht verdichtet werden, da Knoblauch nicht in lockerem Boden wächst.
Die einzelnen Knoblauchzehen können vor dem Pflanzen in eine schwache Kaliumpermanganatlösung gelegt werden, aber viele überspringen diesen Schritt. Wichtig ist, dass die Zehen groß, gesund und ohne sichtbare Schäden sind. Und natürlich muss man Wintersorten pflanzen, die Fröste bis –35°C überstehen können.
Optimales Pflanzschema – 20–25 Zentimeter zwischen den Reihen und 8–10 Zentimeter zwischen den Zehen. Dies bietet ausreichend Platz für die Nährstoffversorgung und erleichtert die Pflanzenpflege im Frühjahr. Die Zehen werden mit der Basis nach unten gesetzt. Zur Berechnung der Pflanztiefe wird empfohlen, die Höhe der Zehe mit 3 zu multiplizieren. Wenn die Höhe beispielsweise 2 Zentimeter beträgt, sollte die Pflanztiefe 6 Zentimeter betragen.
Rettung in der Kälte
Sobald ernsthafte Fröste einsetzen, sollte das Beet abgedeckt werden. Geeignet sind trockene Blätter, Reisig, Stroh, Torf oder Humus. Die Schicht sollte etwa 5–7 Zentimeter dick sein. Eine solche «Decke» schützt die Zehen vor Erfrieren und Feuchtigkeitsverlust. In Regionen mit strengen Wintern kann das Beet zusätzlich mit Spinnvlies oder Agrofaser abgedeckt werden, die an den Rändern mit Steinen beschwert werden.
Im Frühjahr, sobald der Schnee geschmolzen ist, muss die Abdeckung entfernt werden, damit sich der Boden erwärmt und die Keimlinge nicht zu faulen beginnen.