Moskauer Umland – eine Region mit wechselhaftem Klima: Der Winter ist mal mild, mal mit langanhaltendem Frost, der Frühling kommt oft verspätet, und der Sommer ist sowohl feucht als auch trocken. Daher ist die Wahl des Knoblauchs hier eine ernste Angelegenheit.
Man braucht eine Sorte, die Frost verträgt, im Frühling nicht durchnässt wird, große Köpfe hervorbringt und sich dabei gut lagern lässt. Im Folgenden ein Überblick über die zuverlässigsten Sorten, die durch jahrelange Sortenprüfungen erprobt wurden.
Inhaltsverzeichnis:
«Dobrynja» – standhafter Bogatyr
Gezüchtet von russischen Züchtern E. Chomjakowa und A. Sidorow, wurde er bereits im Jahr 2002 in das staatliche Sortenregister eingetragen und hat seitdem nichts von seiner Popularität eingebüßt.
Spätreif, kräftig, mit runden Köpfen von 50–60 g Gewicht, manchmal auch mehr. Innen – bis zu 14 Zehen, das Fleisch ist fest, saftig, mit milder Schärfe.
«Dobrynja» hält Frost stand, hat keine Angst vor Pilzkrankheiten, verträgt widriges Wetter problemlos. Der Ertrag ist stabil, selbst wenn der Sommer nicht mit Sonne aufwartet.
Zu den Nachteilen gehört, dass er nicht rekordverdächtig lange gelagert werden kann, maximal bis zum Frühjahr, und in regenreichen Jahren kann sich die Reifung etwas verzögern.
Die Pflanzung erfolgt traditionell – Ende September, in lockere Erde, ohne Dünger. Zur Sortenverjüngung werden alle paar Jahre Bulbillen verwendet, das verleiht ihm wieder Kraft und Größe.
«Husar» – zuverlässig und robust
Er wurde von «Knoblauch»-Züchtern geschaffen – A. Kandoba und E. Kandoba, offiziell registriert im Jahr 2018.
«Husar» hob sich sofort von den anderen ab – kräftig, straff, mit großen, festen Köpfen von knapp 90 g Gewicht.
Er ist schossend, winterhart und sehr gleichmäßig in der Reifezeit – nach 100–110 Tagen nach dem Auflaufen ist die Ernte bereits fertig.
Der Hauptvorteil ist die Widerstandsfähigkeit. Krankheiten gehen ihm aus dem Weg, Fusarium macht ihm nichts aus. Er lagert lange, bis in den Mai hinein, ohne an Geschmack zu verlieren.
Das Einzige, was «Husar» nicht verträgt, ist Staunässe. Daher sollten die Beete besser erhöht und der Boden leicht und luftdurchlässig gemacht werden.
«Sofijewski» – groß und kräftig
Eine Sorte ukrainischer Züchtung, geschaffen im Institut «Sofijewka», wird seit 2016 aktiv in der mittleren Zone Russlands angebaut.
«Sofijewski» — schießender Winterknoblauch mit Köpfen bis zu 100 Gramm, seine Schale ist weiß-violett, und es hat nur fünf bis sieben Zehen, dafür sind sie groß und fest.
Er verträgt den Winter gut, treibt im Frühjahr schnell aus und liefert ausgezeichnetes Grün — oft wird er nicht nur wegen der Köpfe angebaut, sondern auch wegen der Schosser.
Zu den Schwachstellen gehört die mittlere Lagerfähigkeit: nach Neujahr beginnt er an Festigkeit zu verlieren, daher sollte man ihn zuerst verbrauchen.
«Kawaler» — edel und kräftig
Eine weitere Arbeit der Knoblauchzüchter A. Kandoby und E. Kandoby — wurde zusammen mit «Gussar» im Jahr 2018 gezüchtet und registriert.
«Kawaler» sieht solide aus: gleichmäßige große Köpfe, silbrige Schale mit violettem Schimmer, das Gewicht erreicht bis zu 100 g. Innen — sechs bis acht Zehen, fest und saftig.
Vom Charakter her ähnelt er «Gussar»: frosthart, resistent gegen Fäulnis und Unwetter, liefert gleichmäßige Erträge.
Er hält sich bis zu einem halben Jahr, ohne an Geschmack zu verlieren. Er liebt lockeren Boden, leichte Bewässerung und Düngung mit Asche. Zu den Nachteilen gehört, dass er regelmäßiges Hacken und Entfernen der Schosser benötigt, sonst werden die Zehen kleiner.
«Gribowski Jubilejny» — alte Garde
Diese Sorte ist ein lebendiger Klassiker, wurde bereits von sowjetischen Züchtern am WNIISSOK entwickelt und 1976 in das staatliche Sortenregister aufgenommen.
Mittelspät, jahrzehntelang erprobt. Die Köpfe sind etwas kleiner als bei modernen Sorten — jeweils 40–60 g, dafür aber gleichmäßig geformt und fest.
Der Hauptvorteil von «Gribowski Jubilejny» ist Ausdauer und Zuverlässigkeit. Er verzeiht Fehler, hat keine Angst vor Frost, liefert auch bei geringer Pflege stabile Erträge.
Nachteil — empfindlich gegen Staunässe, kann Fusarium bekommen. Aber bei normaler Anbautechnik lebt er «lange und glücklich». Und er hat den klassischen Geschmack von «russischem Knoblauch», an den ganze Generationen gewöhnt sind.
«Lubascha» — große Schönheit
Sorte ukrainischen Ursprungs, Züchterin ist Ljudmila Danilenko. In Russland im Jahr 2010 registriert und wurde sofort zum Liebling derer, die alles «in großem Stil» lieben.
Die Köpfe sind riesig — bis zu 120 Gramm, nur vier bis sechs Zehen, aber sehr groß. Das Aroma ist kräftig, der Geschmack intensiv, nach dem Kochen leicht süßlich.
«Lubascha» ist anspruchsvoll: sie braucht ein sonniges Beet, lockeren, nährstoffreichen Boden, regelmäßige Düngung und mäßige Bewässerung. Aber der Ertrag — beeindruckend.
Nachteil — die Sorte ist empfindlich gegen Nässe: bei regnerischem Sommer kann sie übermäßig schießen.
Wie pflegt man Knoblauch im Moskauer Umland
Der Schlüssel zum Erfolg — ist die richtige Pflanzung und minimale, aber regelmäßige Pflege:
- Pflanzen Sie etwa Mitte Oktober, wenn der Boden auf +10 °C abgekühlt ist.
- Tiefe — 5–6 cm, zwischen den Zehen — 10 cm.
- Nach dem Pflanzen kann das Beet mit Laub oder Kompost gemulcht werden.
- Im Frühling wird der Knoblauch mit Stickstoff gedüngt, während der Kopfbildung — mit Kalium und Phosphor.
- Bewässerung — mäßig, ohne Staunässe.
- Die Ernte lagern Sie am besten an einem trockenen und kühlen Ort bei +2…+5 °C.
Für das Klima der Region Moskau sind drei Eigenschaften wichtig — Winterhärte, Widerstandsfähigkeit und Stabilität.
Und alle diese Eigenschaften besitzen die Helden unseres Überblicks. Jeder von ihnen verdient einen Platz im Beet. Und noch besser — pflanzen Sie gleich mehrere Sorten und vergleichen Sie sie selbst! Denn die Erfahrung zeigt — in klimatisch unterschiedlichen Jahren verhalten sich die Sorten nicht gleich. Und ihre Vielfalt — ist der klare Erfolgsgarant!