Wenn wir ganz ehrlich sind, sollten Unkräuter als die ursprünglichen, einheimischen Bewohner unserer Gärten und Gemüsebeete betrachtet werden. Aber wir mit unseren Kulturpflanzungen sind für sie Feinde und Kolonisatoren. Und ähnlich wie die nordamerikanischen Indianer kämpfen sie seit Jahren hartnäckig für ihre Rechte. Aber den Gärtnern können wir keine Zugeständnisse machen. Wer sind sie — die hartnäckigsten Unkrautpflanzen? Und wie kann man sie dennoch besiegen?
Der Agronom antwortet:
— Der gefährlichste und giftigste Gegner ist natürlich der Bärenklau. Maximale Anspruchslosigkeit verbindet sich bei ihm mit Aggressivität bei der Eroberung von Lebensraum und hoher Giftigkeit. Und deshalb möchte ich noch einmal daran erinnern, dass man zum Kampf gegen ihn einen Schutzanzug (ein günstiger, aber ausreichend zuverlässiger Einweganzug eignet sich gut), eine Schutzbrille, eine Maske und Handschuhe tragen sollte. Und die beste Strategie hier ist der Einsatz der stärksten Breitbandherbizide. Nach der Behandlung des Bärenklaus damit warten Sie, bis er vollständig abgestorben ist — das dauert bis zu 3 Wochen, danach werden die Überreste des Unkrauts verbrannt und der Boden wird gründlichst umgegraben — es müssen alle Rückstände bis auf das letzte Stück beseitigt werden.
Sehr schwierig zu beseitigen ist auch unser guter Bekannter — der Löwenzahn. Er ist natürlich lieb und schön, und ihn anzupusten ist lustig, aber er kann den gesamten Garten erbarmungslos ersticken, wenn man ihm freien Lauf lässt. Leider kann man ihn nur von Hand vollständig entfernen, und leider nicht für sehr lange — der Wind bringt ihn trotzdem irgendwoher. Aber es lohnt sich, es zu versuchen: Hauptsache, man beginnt frühzeitig, wartet nicht auf die Blüte, und zieht ihn vollständig aus der Erde, bis zur äußersten Wurzelspitze.
Giersch ist hinterhältig — er erscheint früh und greift gut bearbeitete Bereiche des Gartens an und behindert die Kulturpflanzensetzlinge. Es ist besser, ihn vorher zu unterdrücken, indem man eine schwarze Abdeckung (Folie oder Vlies) verwendet.
Genauso sollte man mit einem weiteren «Frühaufsteher» verfahren — der Vogelmiere. Die schwarze Folie unterdrückt sie recht erfolgreich, selbst wenn sie leicht aufgegangen ist. Zudem wurde festgestellt: Sowohl Giersch als auch Vogelmiere bevorzugen saure Böden und mögen keine neutralen. Daher — wenn dies nicht im Widerspruch zu den Vorlieben der angebauten Gemüse oder Beeren steht — kann es sinnvoll sein, den Boden zumindest mit gewöhnlichem Dolomitmehl zu entkalken.
Nun, und natürlich — die Gänsedistel und die Quecke. Letztere dient, neben anderen Unannehmlichkeiten, als hervorragende Grundlage für viele Schädlinge, insbesondere den Drahtwurm, daher sollte man dieses Paar so schnell wie möglich loswerden. Sowohl Gänsedistel als auch Quecke können durch schwarze Abdeckungen unterdrückt werden, aber es ist besser, sie von Hand zu entfernen, indem man sie mitsamt der Wurzel auszieht — dieser Vorgang ist einfacher als beim Löwenzahn, da die Wurzeln von Gänsedistel und Quecke härter sind und viel leichter im Ganzen entfernt werden können, ohne unnötige Brüche.