Der Name der Gladiole hat lateinische Wurzeln. Die zweite Bezeichnung dieser wunderschönen Blume — Schwertblume. Die Pflanze gehört zu den Knollenpflanzen und zur Familie der Schwertliliengewächse. Die Heimat der Gladiolen liegt im Süden: in den Subtropen des Mittelmeerraums, in Afrika und Südeuropa.
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Gladiolen
Weltweit werden heute etwa 200 Gladiolenarten angebaut. Die Pflanze hat einen aufrechten, unverzweigten Stängel, der eine Höhe von 50 bis 140 cm erreichen kann. Die Blätter sind schwertförmig. Die Blüten können in ährigen, ein- oder zweiseitigen Blütenständen angeordnet sein, die locker oder dicht sein können. Die Blüten der Gladiole haben eine trichterförmige Blütenhülle und bestehen aus sechs ungleichen, an der Basis verwachsenen Blütenblättern. Die Frucht der Pflanze ist eine dreiklappige Kapsel. Die Samen der Gladiole sind rund und ihre Farbe — braun.
Wie pflanzt man Gladiolen?
Die richtige Pflanzung von Gladiolen ist eine recht aufwändige Angelegenheit und erfordert bestimmte Kenntnisse: Man muss wissen, wann man die Gladiolen keimen lässt, wie man den richtigen Standort für die Pflanzung wählt und welche Bodenbeschaffenheit für den Anbau dieser schönen Blumen am besten geeignet ist.

Zunächst betrachten wir die Frage des Bodens. Grundsätzlich eignen sich für die Pflanzen alle kultivierten Böden, aber für den Anbau bevorzugt man gut gedüngte, leichte sandige Lehmböden. Zu tonigem Boden sollte Sand hinzugefügt werden; vor dem Umgraben im Herbst sollte man Kalk und Kompost einbringen. Die Zugabe von frischem Mist ist nicht wünschenswert — die Pflanze würde viele Blätter hervorbringen, aber ihre Blüte könnte schwach ausfallen.
Im Frühjahr werden dem Boden zusätzlich Ammoniumnitrat und Superphosphat in einer Menge von je 15 g pro m² sowie Kaliumsulfat — bis zu 30 g pro m² — zugegeben. Es wäre auch nicht schlecht, Holzasche in den Boden einzubringen.
Es ist sehr wichtig, einen gut beleuchteten Standort für die Pflanzung zu wählen. Idealerweise sollten die Beete in Ost-West-Richtung angelegt werden. Die Zwiebeln sollten erst gepflanzt werden, wenn die Bodentemperatur auf +10 Grad gestiegen ist, was normalerweise im späten Frühjahr der Fall ist. Wenn die Zwiebeln bei relativ niedrigen Temperaturen in feuchte Erde gepflanzt werden, entwickeln sie sehr schnell ein Wurzelsystem, das im Laufe des Sommers eine normale Entwicklung der Pflanze ermöglicht und die Voraussetzungen für eine üppige Blüte schafft.
Erfahrene Gärtner verraten ein Geheimnis: Um eine gute Blüte zu erhalten, sollte man Gladiolen nicht jedes Jahr am selben Standort pflanzen — die Pflanzen wären einem hohen Krankheitsrisiko ausgesetzt.
Unerwünschte Vorgänger für Gladiolen sind Astern, Phloxe und andere Pflanzen, die anfällig für Pilzinfektionen sind. Es ist gut, wenn Gladiolen an einem Ort gepflanzt werden können, an dem im Vorjahr Zwiebeln, Knoblauch oder Gurken gewachsen sind.
Wie man die Knollen vorbereitet und wann man Gladiolen vortreibt
Die Vorbereitung der Knollen besteht aus einer gründlichen Sortierung und dem Aussortieren von kranken und beschädigten Exemplaren. Alle Problemstellen an den Knollen sollten gereinigt und mit zerkleinerter Kohle bestreut werden. Beim Kauf neuer Knollen sollten solche vermieden werden, die fäulnisartige Schäden oder verschimmelte Stellen aufweisen. Besondere Bedeutung hat die Größe des Knollenbodens – eine geringe Größe deutet auf eine Unreife der Knolle hin.
Die übliche Größe der Knolle beträgt 5–7 cm, selten kommen Knollen von bis zu 10 cm vor. Ausgediente Knollen sollten jährlich durch neue ersetzt werden; dazu verwendet man die Brutknollen, die an der Basis der Knolle entstehen. Die Anzahl der Brutknollen kann zwischen 1–2 und 200 Stück betragen, abhängig von den Wachstumsbedingungen, biologischen Besonderheiten und der Anbaumethode.
Wie man Gladiolen vortreibt

Vor dem Pflanzen werden Gladiolen üblicherweise vorgetrieben, aber das ist nicht zwingend erforderlich; vorgetriebene Knollen führen lediglich zu schnellerem Wachstum und Blüte. Auf die Frage, wann man Gladiolen vortreiben sollte, kann man antworten, dass dies bis zu einem gewissen Grad von der Klimazone abhängt. In der gemäßigten Zone kann man Mitte März mit dem Vortreiben beginnen. Die Knollen werden an einem schattigen, aber warmen Ort ausgelegt. Zu viel helles Licht würde zu einem zu starken Austrieb führen, was nicht wünschenswert ist.
Ein paar Tage vor dem Pflanzen können die vorgetriebenen Knollen auf ein feuchtes Tuch gelegt werden – dann erscheinen schnell kleine Wurzeln. Vor dem Pflanzen können die Knollen mit einer Karbofos-Lösung behandelt werden.
Wie man Knollen richtig einpflanzt
- Die Pflanztiefe der Knollen hängt ab von: ihrer Größe – je größer die Knolle, desto tiefer kann sie gepflanzt werden; von der Bodenqualität – bei leichten Böden tiefer, bei lehmigen Böden flacher.
- Beim Pflanzen der Knollen in größerer Tiefe kann man eine spätere Blüte und eine größere Knolle mit wenigen Brutknollen erhalten.
- Die größte Gefahr für Gladiolenknollen stellt ein kaltes, regnerisches Jahr dar – sie können aufgrund von bakteriellen und Pilzinfektionen absterben.