Wie können Sie als Gärtner richtig eine Sammelklage gegen das SNT einreichen?

Das Verhältnis zwischen den Datscha-Besitzern und dem Vorstand ihrer Gartenvereine ist nicht immer rosig. Der Herbst — traditionell die Zeit der Verschärfung dieser Beziehungen. Eines der häufigsten Probleme — die vorwinzigen Mühen mit der Wasserversorgung. Viele Gartenvereine haben immer noch ein Netz saisonaler Wasserleitungen, die aus einem gemeinsamen Behälter gespeist werden. Solche Wasserleitungen funktionieren nur in der Saison und werden zur Bewässerung der Gemüsegärten genutzt. Im Herbst muss das Wasser aus ihnen abgelassen werden, und die angestellten Mitarbeiter des Gartenvereins müssen die Rohre warten. Jedoch vernachlässigt der Vorstand vieler Gartenvereine seine Pflichten, und das Ergebnis ist beklagenswert.

Der Vorstand «vergisst» einfach diese Arbeiten, in der Folge fällt die Wasserleitung aus, und die Datscha-Besitzer müssen die Schäden selbst reparieren. Das ist offensichtlich unfair, aber nur, dass keiner der Betroffenen sich zum Gericht beeilt. Und das ist falsch.

Berichtet Anwalt Sergej Kolomijzew:

— Wie die Gerichtspraxis zeigt, beruft sich der Vorstand des Gartenvereins in solchen Fällen hauptsächlich auf Folgendes. Erstens — die Höhe des Schadens kann nicht berechnet werden, und zweitens — der Kläger muss nachweisen, dass genau der Gartenverein die juristische Person ist, durch dessen Handlungen oder Unterlassungen der Schaden entstanden ist.

Das Erste zu klären ist einfach. Nur die Datscha-Besitzer sollten im Auge behalten: in solchen Fällen ist es besser, eine Sammelklage einzureichen, und nicht einzelne Anträge zu schreiben. Berufung sollte eingelegt werden auf Artikel 15 des Bürgerlichen Gesetzbuchs der Russischen Föderation, in dem festgehalten ist, dass ein Bürger, dessen Recht verletzt wurde, vollständigen Schadensersatz verlangen kann, und vor allem — der Schadensersatz darf nicht auf dem Grund verweigert werden, dass seine genaue Höhe nicht festgestellt werden kann.

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Was den zweiten Faktor betrifft, so ist auch hier die Falschheit nicht sehr schwer zu entlarven. Die Behandlung einer Sammelklage geht immer mit der Anordnung einer gerichtlichen Untersuchung einher, und in deren Verlauf wird der Grad der Schuld festgestellt. Und selbst wenn sich plötzlich herausstellt, dass der Grad der Schuld dieser oder jener Personen (in diesem Fall — des Vorstands des Gartenvereins) an der Verursachung von Schäden nicht genau bestimmt werden kann, so sollte dies nicht dazu führen, dass den Geschädigten das Recht auf Schadensersatz entzogen wird. So steht es in der Entscheidung des Plenums des Obersten Gerichtshofs der Russischen Föderation Nr. 25 vom 23. Juni 2015 , an die sich die Gerichte bei Entscheidungen halten müssen.

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