Rosen vor der Überwinterung retten. Wie man den Falschen Mehltau bekämpft

Was führt zur Schwächung und zum Absterben der Rosen?

«Rosen gehören zu den krankheitsanfälligsten Kulturpflanzen. Zur Schwächung und zum Absterben der Pflanzen führen unzureichende Beleuchtung, ungenügende Bewässerung, Verschmutzung und Nährstoffarmut der Böden— erklärte  die Leiterin des Lehrstuhls „Ökologie“ an der MTUSI, Dozentin und Kandidatin der biologischen Wissenschaften, Wiktorija Jerofejewa. — Klimatische Bedingungen sind der bedeutendste Faktor für die Anfälligkeit verschiedener Rosensorten gegenüber Krankheiten. Beispielsweise sind die Bedingungen der feuchten Subtropen günstig für den Anbau dieser Kultur, aber erhöhte Luftfeuchtigkeit und hohe Temperaturen im Laufe des Jahres wirken sich negativ auf die Widerstandsfähigkeit der Rosen gegen Pilzkrankheiten aus».

Was ist Falscher Mehltau und wie erkennt man die Krankheit?

Der Falsche Mehltau (Peronospora) der Rosen wird durch den Erregerpilz Peronospora sparsa Berk. verursacht und ist eine gefährliche und sehr schädliche Krankheit der Kultur.

«Es fallen zunächst einzelne Blätter ab, dann nimmt das Phänomen massenhafte Ausmaße an, die Knospen öffnen sich nicht und vertrocknen, die Triebe können aufreißen, was zu verminderter Blüte und zum Absterben der Pflanze führt— erläutert Wiktorija Jerofejewa. — Auf der Blattoberseite erscheinen rötlich-braune Flecken unterschiedlicher Form und Größe. Auf der Unterseite kann man einen kaum sichtbaren silbrig-weißen Belag entdecken — das ist der Pilz selbst. Oft ist die Ursache des Blattabfalls anfangs schwer zu bestimmen, da die sichtbare Sporenbildung fehlen kann».

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Die Krankheit tritt besonders stark im Frühjahr und Herbst auf. Optimale Bedingungen für den Pilz sind hohe Luftfeuchtigkeit (90 %) und eine Lufttemperatur von +16… +19°C.

Was sollten Sie zum Schutz der Rosen unternehmen?

Den Falschen Mehltau sollten Sie unbedingt im Herbst bekämpfen. Denn über den Winter stirbt der Erregerpilz nicht ab, und im Frühjahr kann er seine zerstörerische Arbeit fortsetzen.

«Alle befallenen Pflanzenteile müssen rechtzeitig entfernt und verbrannt werden, — rät der leitende Dozent der Abteilung „Ökologie“ der MTUSI Schanna Schukowa. — Bei der Vorbereitung auf den Winter werden die Reihen vollständig von Laub und anderen Pflanzenresten befreit, der Boden gelockert und mit systemischen Präparaten, auch solchen mit Kupfer, behandelt. Gleichzeitig ist ein Überschuss an Stickstoffdüngern gefährlich, da er die intensive Entwicklung der Krankheit fördert.»

Außerdem sollten nicht nur die Blume selbst, sondern auch der umliegende Boden mit systemischen Mitteln behandelt werden.

Vorbeugungsmaßnahmen

«Zum Schutz von Rosen vor Falschem Mehltau müssen die phytosanitären Normen eingehalten werden, — betont Viktorija Jerofejewa. — Neue Pflanzen sollten unter Quarantäne gestellt werden, es sollte nur zertifiziertes Pflanzmaterial von Rosen gekauft werden, das resistent gegen die Krankheit ist. Das Gießen der Pflanzen sollte direkt an der Wurzel erfolgen. Bei der Pflanzung sollte man eine zu dichte Anordnung der Pflanzen vermeiden, da diese die Durchlüftung der Sträucher behindert. Ein Mangel an Licht, Feuchtigkeit und Nährstoffen führt zur Schwächung der Pflanzen.»

«Die Pflanze sollte auf Anhöhen gepflanzt werden, damit sich nachts kein Tau in der Senke sammelt und keine Luftstagnation entsteht», – ergänzt ihre Kollegin Schanna Schukowa.

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