Die Lust auf Ortswechsel. 7 Schritte: Wie man im Herbst Riesenbäume umpflanzt

Es kommt vor, dass ein Baum nicht an der richtigen Stelle gewachsen ist: Er stört ein Gebäude, spendet zu viel Schatten oder man möchte ihn einfach an einen anderen Ort versetzen. Es wäre schade, ihn zu fällen, denn der Baum ist bereits groß und gesund. Die Umpflanzung im Herbst — ist eine echte Möglichkeit, ihn zu erhalten, wenn man richtig und vorsichtig vorgeht. Die Gärtnerin Larissa Mikallef erzählt, was zu tun ist.

Vorbereitung und Beurteilung des Baumzustands

Bevor man zur Schaufel greift, sollte man das Ausmaß nüchtern einschätzen. Große Bäume — haben nicht nur eine verzweigte Krone, sondern auch ein starkes Wurzelsystem. Wenn die Höhe bis zu 2-3 Metern beträgt, kann man es selbst schaffen. Für größere Exemplare ist jedoch bereits Spezialtechnik erforderlich: Seilwinden, Manipulatoren, Kräne. Außerdem ist es wichtig, den Zustand der Krone und des Stammes zu überprüfen — gibt es Risse, Pilzbefall oder abgebrochene Äste, kann die Umpflanzung für den Baum eine fatale Belastung darstellen.

Kronenschnitt

Vor der Umpflanzung sollte die Krone etwas «erleichtert» werden. Dies reduziert die Belastung der Wurzeln und verhindert Brüche während des Transports. Dicke Äste werden vorsichtig mit einer Bügelsäge abgesägt, dünne mit einer Gartenschere. Alle Schnitte werden unbedingt mit Baumwachs oder Paste behandelt, um Infektionen und Feuchtigkeitsverlust zu vermeiden.

Ausgraben des Wurzelballens

Der wichtigste Moment — das Ausgraben. Um den Baum herum wird ein Graben ausgehoben, der im Durchmesser etwa eineinhalb bis zwei Mal breiter als die Krone ist. Die Tiefe hängt von der Größe der Wurzeln ab — normalerweise 60-70 cm und mehr. Die Aufgabe ist es, so viel Erde wie möglich um die Wurzeln herum zu erhalten. Dies ist eine «lebende Hülle», die Feuchtigkeit und Mikroorganismen zurückhält, die dem Baum beim Anwachsen helfen. Alle großen Wurzeln werden vorsichtig mit einem scharfen Werkzeug gekappt, wobei man den Hauptballen nicht beschädigen darf.

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Vorbereitung für den Transport

Damit der Erdballen nicht zerfällt, wird er in Sackleinen, Folie oder ein spezielles Netz eingewickelt. Große Bäume werden manchmal mit Holzplatten fixiert. Für den Transport solcher «Riesen» wird oft Spezialtechnik eingesetzt — Manipulatoren oder Kräne. Die Hauptregel: Der Baum wird nur zusammen mit dem Ballen bewegt, sonst sinken die Überlebenschancen drastisch.

Vorbereitung des Pflanzlochs

Der neue Standort für den Baum wird vorbereitet. Das Pflanzloch sollte 10-15% größer sein als der Wurzelballen. Auf den Boden wird eine Schicht fruchtbarer Erde gelegt, man kann etwas Wurmhumus oder verrotteten Kompost hinzufügen. Dies schafft ein weiches, nährstoffreiches Polster, das dem Baum hilft, sich schneller anzupassen.

Pflanzung und Fixierung

Der umgepflanzte Baum wird streng vertikal in das Loch gesetzt, die Wurzeln werden ausgebreitet und mit Erde bedeckt. Nach dem Einpflanzen muss reichlich gewässert werden, damit die Erde dicht an den Wurzeln anliegt. Für die Stabilität werden daneben Stützen oder Abspannungen angebracht — besonders wenn der Baum hoch ist und sich durch den Wind neigen könnte.

Pflege nach dem Umpflanzen

In der ersten Zeit nach der Umpflanzung ist der Baum besonders anfällig. Er benötigt regelmäßiges, aber mäßiges Gießen — ohne Staunässe. Der Boden rundherum kann mit Rinde, Torf oder Laub gemulcht werden, um Feuchtigkeit und Wärme zu bewahren. Wenn Stressanzeichen auftreten — Gelbfärbung oder Austrocknung der Blätter, — sollte die Feuchtigkeit überprüft, der Zustand der Wurzeln kontrolliert und gegebenenfalls Wachstumsstimulatoren hinzugefügt werden.

Die Herbstverpflanzung großer Bäume — eine anspruchsvolle, aber lohnende Arbeit. Wenn alles technisch und richtig gemacht wird, überlebt der Baum nicht nur, sondern treibt nach ein bis zwei Jahren wieder aus.

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