Remontierende Erdbeere

In den letzten Jahren erfreuen sich remontante Erdbeersorten großer Beliebtheit. Wie bereits erwähnt, gibt es zwei Arten von remontanten Erdbeeren — großfrüchtige und kleinfrüchtige. Manche ihrer Sorten bilden Ausläufer, andere nicht. Letztere werden durch Samen oder Teilung der Büsche vermehrt.

Bei remontanten Erdbeeren werden die Blütenstände bei langem Tag und hohen Temperaturen (d. h. im Sommer) angelegt und gebildet, bei gewöhnlichen Garten-Erdbeeren dagegen bei kürzeren Tagen und niedrigen Temperaturen (d. h. im Herbst). Remontante Erdbeeren zeichnen sich durch eine intensive Entwicklung der vegetativen Organe aus; sie bilden mehr Hörner und haben eine größere Blattoberfläche. Die Entwicklung der Rosetten bei langem Tag und hohen Temperaturen erfolgt innerhalb von zwei bis drei Wochen.

Die großfrüchtige remontante Erdbeere beginnt fast zur gleichen Zeit zu fruchten wie die gewöhnliche Erdbeere, liefert aber die Haupternte Ende August bis Anfang September, wobei sie nicht nur an den Mutterpflanzen, sondern auch an den Rosetten der Ausläufer Früchte trägt. Diese Eigenschaft wird für den Anbau an Spalieren genutzt. Es ist zu beachten, dass die Winterhärte der remontanten Erdbeere geringer ist als die der gewöhnlichen, weshalb sie einen unbedingten Winterschutz benötigt.

Gärtner bevorzugen in der Regel die ausläuferlosen, kleinfrüchtigen Sorten der remontanten Erdbeere. Die Beeren dieser Erdbeere sind 1,5 bis 2 Mal größer als die der Walderdbeere, ihr Geschmack ist hervorragend. Der Anbau der ausläuferlosen, kleinfrüchtigen remontanten Erdbeere könnte auch für Bewohner von Stadtwohnungen interessant sein, da sie auf Balkonen und Loggien gut gedeiht.

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Wie gießt man Erdbeeren?

Die grundlegenden Methoden zum Pflanzen und Pflegen von remontanten Erdbeeren unterscheiden sich kaum von denen des Anbaus gewöhnlicher großfrüchtiger Erdbeeren. Man sollte lediglich auf die Anzucht von Pflanzmaterial der ausläuferlosen Erdbeere aus Samen achten. Dazu nimmt man einige (nicht mehr als zwei bis drei) Beeren, die man im August gezielt am Blütenstiel belässt, legt sie in ein Mullsäckchen und hängt sie zum Trocknen im Schatten an einem gut belüfteten Ort auf. Die getrockneten Beeren werden zerrieben, die Samen entnommen und Mitte März in eine Kiste ausgesät, die zu 1/3 mit Drainagematerial (Kieselsteine, Ziegelbruch usw.) gefüllt ist. Die Nährstoffmischung wird aus 1 Teil Humus + 0,5 Teil verrottetem Mist + 0,5 Teil Flusssand zusammengesetzt. Die Samen der remontanten Erdbeere sind sehr klein, daher werden sie nicht mit Erde bedeckt, sondern leicht angedrückt, z. B. mit einem Lineal. Darauf wird statt zu gießen Schnee (10 cm hoch) aufgeschüttet, und wenn er geschmolzen ist, wird die Kiste mit Glas oder Folie abgedeckt und für 3–4 Wochen (bis zum Auflaufen der Keimlinge) an einen dunklen, warmen Ort (Temperatur 18–20 °C) gestellt.

Sobald die Keimlinge erscheinen, stellt man die Kiste an ein helles Fenster (ins Gewächshaus) und, sobald drei bis vier echte Blätter gewachsen sind, werden die Pflanzen in eine andere Kiste mit einem Abstand von 3 cm zueinander umgepflanzt. Die Kiste mit den umgepflanzten Pflanzen wird für 5–6 Tage beschattet. Wenn sie sechs Blätter entwickelt haben, werden die Pflanzen auf die vorbereiteten Beete gesetzt.

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