Rebschnitt

Alle Rebsorten können nur zweimal pro Saison geschnitten werden, im Herbst und im Frühling. Wann und wie man die Reben in diesen Zeiträumen schneidet, wird in diesem Artikel behandelt.

Wie schneidet man die Reben im Frühling?

Das Hauptziel des Frühjahrsrebenschnitts ist eine gute Ernte, denn wenn man dies nicht tut, wächst der Stock schnell und bringt viele Früchte, aber die Beeren werden klein.

Bei der Stockformung werden bis zu 90% der einjährigen Triebe und ein kleiner Teil des mehrjährigen Holzes entfernt. Diese Kultur neigt zu schnellem Wachstum, daher werden die Triebe am meisten beschnitten, die sich in maximaler Entfernung von der Hauptrebe befinden.

In den meisten Fällen wird der Stock für den Ertrag geformt. Dazu sollte man an zweijährigen Trieben jeweils zwei Verzweigungen belassen. Der obere Trieb wird auf 6 Augen geschnitten, der untere Ersatztrieb auf 2. Bei der Erstellung einer Fächerform verdoppelt man jedes Jahr die Anzahl der Triebe. Im ersten Jahr lässt man zwei, im zweiten vier und im dritten acht Triebe.

In den ersten Anbaujahren schneidet man die Reben besser im Frühling. Wie bereits erwähnt, werden im zweiten Jahr zwei Haupttriebe angelegt, die auf 5-6 Augen geschnitten werden. Im dritten Anbaujahr müssen dann die Arme geformt werden. Die im Vorjahr belassenen 4 Triebe werden auf 40-50 cm geschnitten. Wenn die Knospen aufgehen, lässt man oben die 4 stärksten Triebe stehen, die anderen werden entfernt.

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Im Frühling des vierten Anbaujahres werden vier Fruchteinheiten mit ebenso vielen Ersatzreben geformt.

Rebschnitt im Herbst

Der Rebschnitt sollte vom Zeitpunkt der Pflanzung bis zur Bildung eines Stockes mit richtiger Form erfolgen. Danach wird der geformte Stock für den Ertrag geschnitten.

Beim Schneiden eines einjährigen Triebes erfolgt der Schnitt 3 Zentimeter über dem Knoten; der Schnitt sollte eine entgegengesetzte Neigung vom Auge haben. Dies wird getan, damit der im Frühling abgesonderte Rebensaft nicht durch das Auge fließt. Wenn ein alter Trieb entfernt werden muss, lassen Sie einen kleinen Stummel von nicht mehr als 10 Zentimetern Höhe stehen; dies schützt das Wurzelsystem der Pflanze vor Verletzungen.

Beim Schneiden von Geiztrieben sollten die Stummel eine Höhe von bis zu 5 Millimetern haben, dies dient dem Schutz der Augen vor möglichen Schäden.

Der Herbstrebenschnitt sollte drei Wochen nach dem Laubfall erfolgen, dies ist notwendig, damit überschüssige Feuchtigkeit und Kohlenhydrate in die Wurzel der Pflanze abwandern. Beim Herbstrebenschnitt sollten Reservetriebe belassen werden, mit denen beschädigte Triebe nach der Überwinterung ersetzt werden können. Zuerst sollten die frosthärtesten Sorten geschnitten werden, unmittelbar danach die weniger widerstandsfähigen.

Wichtig! Die Schnittarbeiten an dieser Kultur sollten abgeschlossen sein, bevor die Lufttemperatur -3 Grad erreicht.

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