Pfingstrosen werden von Gärtnern wegen ihrer Pflegeleichtigkeit, ihres geringen Umpflanzbedarfs und ihrer luxuriösen Schönheit geschätzt. Vom frühen Frühling bis zum Herbst behalten die Pflanzen ihre dekorative Wirkung: Sobald der Schnee schmilzt — zeigen sich rubinrote Triebe aus der Erde, dann kommt das zarte Laub, Ende Mai öffnen sich üppige duftende Blüten, und im Herbst färben sich die majestätischen Sträucher in purpurne Töne.
Die Blütenröcke erfreuen mit einem Feuerwerk an Farbtönen: von zartpastellig bis knallrot. Die vielfältigen Pfingstrosen in der Landschaftsgestaltung schmücken den Frühlingsgarten, wenn die Pflanz- und Pflegeregeln beachtet werden. Bei der Standortwahl ist zu bedenken, dass die Pflanze buschig wächst und eine Höhe von 60-80 cm erreicht, daher werden andere Stauden in einiger Entfernung von der schönen Pfingstrose gepflanzt.
Inhaltsverzeichnis:
Technische Verfahren beim Pflanzen von Pfingstrosen
Für einen begeisterten Gärtner ist es nicht schwer, eine pflegeleichte Pfingstrose im Garten zu ziehen. Halten Sie sich an die Regeln der Bodenvorbereitung und wählen Sie einen geeigneten Standort unter Beachtung der allgemein üblichen Technik.
Standortwahl für den Sonnenliebling
Über Jahrzehnte wird die Pfingstrose an einem Standort wachsen, ohne eine Umpflanzung zu benötigen. Wenn der Standort jedoch ungünstig gewählt ist, werden Sie keine Blüte erleben. Die Pflanze verträgt keine Enge; vermeiden Sie es zudem, sie in der Nähe von Gebäudewänden und Zäunen zu pflanzen. Für die Kultur eignet sich ein sonniger, offener Standort, möglichst auf ebenem Gelände.
Die Blüte der Pfingstrose hängt von der Sonnenlichtmenge ab. Im Schatten werden die Stängel dünn und lang, und die Blütenstiele brechen unter dem Gewicht der Blüten. Es ist wichtig, den Grundwasserspiegel zu berücksichtigen: Wenn das Wasser nahe an die Oberfläche kommt, fault die Pflanze und stirbt ab.
Die richtige Vorbereitung des Pflanzlochs – der Schlüssel zur Blüte
Die Kultur gedeiht nicht auf armen Böden; bevorzugen Sie leichten Lehmboden mit Drainage. Beginnen Sie 2 Wochen vorher mit der Vorbereitung des Pflanzlochs, damit sich das Substrat setzt und keine Lufteinschlüsse bleiben. Auf leichten Böden ist ein Loch von 50 cm Tiefe erforderlich, auf Lehmböden 60 cm, im Durchmesser 60 x 70 cm.
Die oberste Erdschicht beim Ausheben des Pflanzlochs wird beiseite gelegt, um später die junge Pflanze zu fixieren. Sorgen Sie für eine Drainageschicht am Boden: legen Sie eine Schicht Kies oder Ziegelbruch. So verrotten die Pfingstrosenwurzeln in einem regnerischen Sommer nicht. Die nächste Schicht für das Pflanzloch besteht aus Düngemitteln:
- 6 kg verrotteter Mist
- 300 g Holzasche
- 100 g Kaliumsulfat
- 100 g Doppelsuperphosphat
Wenn der Boden im Garten sauer ist, geben Sie zusätzlich ein Litergefäß Kalkmischung hinzu (auf einen Eimer Wasser 1 kg Kalk).
Vermehrung: Regeln und Empfehlungen
Krautige Pfingstrosen werden durch Teilung des Busches und Stecklingsbewurzelung vermehrt, seltener durch Absenker. In der Gärtnerei wird die Samenvermehrung nicht praktiziert, da die Sorteneigenschaften der Mutterpflanze nicht weitergegeben werden und man nach der Aussaat 7 Jahre auf die ersten Knospen warten müsste.
Teilung der Rhizome
Diese Methode setzt die Teilung einer ausgewachsenen Pfingstrose voraus, die nicht älter als 8 Jahre ist. Heben Sie den Busch vorsichtig mit einer Schaufel aus und entnehmen Sie ihn dem Boden. Spülen Sie mit einer Gießkanne den Erdballen vom Rhizom ab und lassen Sie es 4 Stunden in einem belüfteten, hellen Raum trocknen. Teilen Sie den Busch mit einem Pflock in zwei Teile, die dann in Teilstücke mit mehreren jungen Knospen unterteilt werden.
Durch Absenker
Geeignet für die Vermehrung 6-jähriger Büsche. Sobald die Knospen im April zu treiben beginnen, werden vertikale Absenker angelegt. Der Busch wird während der gesamten Vegetationsperiode sorgfältig gepflegt: gedüngt, gemulcht und häufig gegossen. In der Regel erscheinen am Ende des Sommers junge Wurzeln am Absenker.
Es ist an der Zeit, den Trieb mit Wurzeln abzutrennen und in ein Minigewächshaus zu pflanzen. Vor dem Winter werden die noch schwachen Pfingstrosen mit Reisig oder Torf abgedeckt. Nach 2 Jahren werden sie an den endgültigen Standort umgepflanzt.
Durch Stecklinge
Ab Ende Mai werden seltene Pfingstrosensorten, die ein Alter von 4 Jahren erreicht haben, durch Stecklinge vermehrt. Vom Busch werden bis zu 15 Stecklinge geschnitten, die 8 Stunden in einer Heteroauxin-Lösung eingeweicht werden. Zur Bewurzelung werden sie in ein Anzuchtbeet gepflanzt.
Wichtig! Ein Teilstück ist ein standardmäßiges Stück Rhizom mit 3 Wurzeln und 5 Knospen. Eine aus einem solchen Teilstück gezogene Pfingstrose blüht bereits im dritten Jahr üppig. Wurzelteile mit weniger Knospen werden in einer Anzuchtschule weiterkultiviert.
Wann werden Pfingstrosen umgepflanzt
Die Pflanzen werden an der Grenze zwischen Sommer und Herbst umgepflanzt. Wenn es jedoch nicht gelingt, die Umpflanzung zu diesem Zeitpunkt durchzuführen, sollte man auf das zeitige Frühjahr warten. Ende August ist für Arbeiten an den Rhizomen am günstigsten.
Wie man den Garten mit Pfingstrosen schmückt:
Vor dem Frost hat die Pfingstrose Zeit, Wurzeln zu schlagen, und sobald im Frühjahr der Schnee schmilzt, beginnt sie aktiv zu wachsen, um im Sommer mit Blüten zu erfreuen. Wichtig! Bei dringendem Bedarf können die Büsche auch im Frühjahr umgepflanzt werden, aber das birgt das Risiko von Krankheiten und schwacher Blüte.
Pflegemaßnahmen
Bei richtiger Pflege werden Pfingstrosensträucher zum Highlight des Gartens, daher sollte man sich Zeit für die unkomplizierten Pflegemaßnahmen nehmen. Im Frühjahr wird nicht häufig, aber reichlich gegossen: Unter jeden Strauch werden 2-3 Eimer Wasser gegeben, um die Erde bis zu den Wurzeln zu durchfeuchten. Pfingstrosen benötigen im zeitigen Frühjahr, während der Blüte- und Knospenbildung, reichlich Wasser.
Günstig wirkt sich im zeitigen Frühjahr das Mulchen mit verrottetem Pferdemist auf die Pfingstrose aus. Bereits in der nächsten Vegetationsperiode erfreut die Pflanze mit üppiger Blüte.
Die Düngung mit Stickstoff und Kalium erfolgt mit dem Erscheinen der ersten Triebe. Im zeitigen Frühjahr verwendet man Phosphor-Kalium-Dünger, im Herbst bevorzugt man Stickstoffdünger. Die Pflege im Sommer umfasst rechtzeitiges Gießen, Jäten, Lockern und Düngen nach der Blüte.
Im September legen die Sträucher Blütenknospen an, daher sollte man Zeit für das Gießen, Lockern und Entfernen von Unkraut aufwenden. Im Herbst werden welke Blätter und Stiele zurückgeschnitten, die verbrannt werden sollten, um die Ausbreitung von Viren und Schädlingen im Garten zu verhindern. Auf die Stielreste der Pfingstrosen wird Asche gestreut, etwa 3 Handvoll pro Strauch.
Kompositionen mit Pfingstrosen
Pfingstrosensträucher werden in der Landschaftsgestaltung in Gruppen, gemischten Kompositionen und als Solitäre verwendet. Um die Schönheit der Blüten hervorzuheben, pflanzt man gelbe Taglilien, blauen Salbei, Geißblattsträucher, Bart-Iris, Mohn und Glockenblumen daneben.

Gartenwege werden mit Pfingstrosensträuchern gestaltet, umrahmt von Frühlingsblühern: Tulpen, Narzissen, Krokusse, Netz-Iris. Im japanischen Steingarten pflanzen Sie feinblättrige und Krim-Pfingstrosen, um die Strenge der Steinkomposition zu betonen.
Die Pflege von Pfingstrosen bereitet selbst einem Anfänger keine Schwierigkeiten. Die Beachtung einfacher Regeln belohnt mit prächtigen Sträuchern und schweren Blütenkelchen voller Duft!