Wie kann man geerntete Paprika und Auberginen vom Beet nachreifen lassen?

Dass man Tomaten unreif ernten und später zur gewünschten Reife bringen kann, wissen fast alle Kleingärtner. Aber dass man Paprika und Auberginen dem gleichen Verfahren unterziehen kann, darauf kommen viele nicht einmal. Und so verlieren sie einen Teil der Ernte. Wir beheben diese ärgerliche Wissenslücke.

Der Agronom antwortet:

— Paprika und Auberginen sollten unter bestimmten Bedingungen von den Beeten im Freiland und in Gewächshäusern noch grün geerntet und dann unter anderen Bedingungen nachgereift werden. Auf diese Weise können Sie bis zu 25-30 Prozent der Ernte retten, die Sie verloren hätten, wenn Sie die Früchte an den Pflanzen gelassen hätten.

Bezeichnenderweise unterscheidet sich der Nachreifeprozess bei den genannten Kulturen kaum von dem bei Tomaten. Gehen wir jedoch der Reihe nach vor.

Was war mit «bestimmten Bedingungen» gemeint? Vor allem ein stabiler Abfall der Nachttemperatur auf +5 Grad oder etwas darunter. Geschieht dies nicht, ist es verfrüht, Paprika und Auberginen für die Nachreife zu ernten – sie würden sich schlecht lagern.

Der zweite wichtige Punkt — für die Nachreife eignen sich große Früchte. Kleine Früchte sollten Sie besser sofort für Vorräte verwenden oder in ihrem natürlichen Zustand verzehren. Letzteres gilt nur für Paprika, da sie auch nicht vollreif genießbar sind.

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Die Früchte sollten nur bei trockenem, sonnigem Wetter geerntet werden. Jede Frucht muss trocken abgewischt und in einen Behälter mit guter Belüftung gelegt werden: zum Beispiel in eine Kiste aus Holzlatten oder aus Kunststoff, aber unbedingt mit Löchern.

Die Behälter mit den Früchten werden in einem dunklen Raum mit einer Lufttemperatur von nicht mehr als +10–12 Grad und einer Luftfeuchtigkeit von 80-90 Prozent aufgestellt. Unter diesen Bedingungen reifen Paprika und Auberginen innerhalb eines Monats nach.

Dabei können Sie den Prozess etwa verdoppeln. Stellen Sie die Behälter mit den Früchten einfach bei Raumtemperatur (aber ebenfalls im Dunkeln) auf und legen Sie zwischen sie entweder reife Äpfel oder, wie manche es machen, Bananen. Der Nachreifeprozess verkürzt sich auf zwei Wochen. Und wenn Sie die Früchte auf einer Fensterbank auf Alufolie platzieren, sogar auf 10 Tage.

Die Erfahrung zeigt jedoch: Man sollte hier nicht überstürzt handeln. Eine Beschleunigung der Nachreife kann zu einer Verschlechterung der Fruchtqualität oder sogar zu Krankheiten führen, die in völliger Untauglichkeit enden.

Diejenigen, die Gemüsesamen lieber selbst ernten, können von der Nachreife zusätzlich profitieren. Die Samen aus nachgereiften Früchten keimen nämlich schneller und haben eine deutlich höhere Keimrate als andere.

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