Zeit für Wacholder, Tannen und Fichten. Wie man Nadelgehölze im Herbst richtig pflanzt

Ende Oktober und Anfang November — eine Zeit, in der die Saison in den Datschen fast vorbei ist, der Boden aber noch nicht gefroren ist. Genau in diesem «günstigen», aber kurzen Zeitraum können Gärtner erfolgreich Nadelgehölze pflanzen. Die Pflanzen haben noch einige Wochen Zeit, um ihr Wurzelsystem zu bilden, sich im Boden zu verankern und den Winter ruhig zu überstehen. Im Frühjahr erwachen solche Setzlinge schneller und entwickeln sich deutlich besser. Die Dozentin der Finanzuniversität, Hobbygärtnerin Larisa Mikallef erklärte, wie man Nadelgehölze in dieser Zeit richtig pflanzt.

Welchen Standort für Nadelgehölze wählen?

Nadelgehölze vertragen keine Staunässe, daher wählt man für sie einen leicht erhöhten Standort. Ist das Grundstück niedrig, wird eine Drainage angelegt — eine Schicht aus Schotter, Blähton oder Sand aufgeschüttet, damit überschüssiges Wasser abfließen kann. Starke Winde sind ebenfalls unerwünscht: Sie können die Nadeln austrocknen und junge Pflanzen schädigen. Daher ist es besser, wenn die Bepflanzung durch Haus, Zaun oder andere Bäume vor Zugluft geschützt ist.

Vorbereitung der Pflanzung von Nadelgehölzen

Die Vorbereitung des Pflanzlochs ist der Schlüssel zum Erfolg. Das Pflanzloch wird etwa 15–20 Zentimeter breiter und tiefer als der Wurzelballen angelegt. Die durchschnittlichen Maße liegen bei etwa 50–70 Zentimetern in der Breite und Tiefe. Dies ist notwendig, damit die Wurzeln nicht auf verdichteten Boden stoßen und sich frei entwickeln können. Wichtig ist, die Wurzeln vorsichtig auszubreiten: Sind sie geknickt oder zusammengedrückt, wächst die Pflanze schlechter.

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Auf den Boden kann man etwas Sand oder Drainagematerial geben, dann eine Erdmischung aus Erde, Kompost und einer kleinen Menge Sand einfüllen. Dadurch entsteht eine leichte, luftdurchlässige Schicht.

Pflege unmittelbar nach der Pflanzung

Nach dem Einsetzen des Setzlings wird die Erde rundherum vorsichtig festgetreten und auf jeden Fall gut gewässert — selbst wenn der Boden bereits feucht erscheint. Das Wasser hilft, Lufteinschlüsse zu beseitigen und sorgt für einen festen Kontakt der Erde mit den Wurzeln.

Der nächste Schritt ist das Mulchen. Eine fünf bis sieben Zentimeter dicke Schicht aus Rinde, Nadelholz-Sägespänen oder Torf bewahrt die Wärme, hält die Feuchtigkeit und schützt das Wurzelsystem vor Temperaturschwankungen, die im Herbst recht häufig vorkommen.

Welche Nadelgehölze wählen?

Bei der Pflanzung im Spätherbst ist es ratsam, winterharte Sorten zu bevorzugen, die an Ihr Klima angepasst sind. Selbst innerhalb einer Art können die Unterschiede deutlich sein: Manche Formen erfrieren bereits bei −15 °C, andere überstehen vierzig Grad Frost problemlos. Darüber sollten Sie sich rechtzeitig in einer Baumschule oder einem Gartencenter informieren.

Warum der Herbst die Zeit der Nadelgehölze ist

Lassen Sie uns einige Gründe betrachten:

  • Der Boden ist bereits auf natürliche Weise durch Regen befeuchtet;
  • keine Hitze, die Stress verursachen könnte;
  • die Pflanze hat Zeit, Wurzeln zu schlagen, und kommt im Frühjahr beim Saftfluss «voll gerüstet» an;
  • in der kalten Periode verbrauchen Nadelgehölze weniger Ressourcen für das Wachstum und widmen sich in Ruhe «den Wurzeln».

Wann man besser nicht pflanzt

Wenn der Boden bereits zu gefrieren begonnen hat, sollten Sie die Pflanzung besser auf das Frühjahr verschieben. Auch in Regionen mit frühen strengen Frösten ist es riskant, Nadelgehölze spät zu pflanzen – den Wurzeln könnte die Zeit fehlen, sich anzupassen.

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