Finden und unschädlich machen. Die höllische Hitze hat die Nacktschnecken in die Keller der Datschen getrieben – das ist gefährlich

Die sich in zehn Tagen Dauerregen vermehrten Nacktschnecken haben die Gartengrundstücke überschwemmt. Und die über die Hauptstadtregion hereingebrochene Hitze bereitete den Gärtnern noch eine weitere unangenehme Überraschung. Die Nacktschnecken sind nicht von den Grundstücken verschwunden, sondern haben sich dorthin zurückgezogen, wo es tagsüber für sie angenehm ist — kühl und feucht. Scharen von Nacktschnecken finden sich in Kellern, Untergeschossen und auch an Orten, wo auf dem Grundstück zum Beispiel Baumaterialien gestapelt sind. Tagsüber verstecken sie sich dort, nachts gehen sie auf Jagd. Damit Sie sich am Morgen wundern, wer die Kohlköpfe, das Laub an Tomaten und Paprika sowie die Gurkenblätter angefressen hat.

Nacktschnecken — sind bauchfüßige Weichtiere ohne Gehäuse, die sich unter feuchten Bedingungen aktiv vermehren und ernsthafte Schäden an Gartenkulturen verursachen. Sie fressen Blätter, Stängel, Früchte und Beeren und hinterlassen charakteristische Löcher mit silbrigen Schleimspuren. Darüber hinaus sind sie Überträger verschiedener Pflanzenkrankheiten wie Grauschimmel, Falscher Mehltau und Kraut- und Knollenfäule. Es ist ein Irrglaube zu denken, dass die Hitze die während feuchten Wetters geschlüpften Nacktschneckenkolonien töten würde. Das ist nicht der Fall.  

Liebhaber von «Säuerlichem» und Unkräutern

Tatsächlich sind die Hauptgründe für das Auftreten von Nacktschnecken — hohe Feuchtigkeit auf dem Grundstück (das heißt häufige Regenfälle, übermäßige Bodenfeuchte, dichte Bepflanzung) und gemäßigte Temperaturen (+15 +20°C). Bei Hitze verstecken sie sich, bei Kälte — sind sie weniger aktiv.  Aber an heißen Tagen rettet diese Schädlinge das Vorhandensein von Verstecken. Und dabei geht es nicht nur um Keller. Als Verstecke für Nacktschnecken können dicke Mulchschichten, Bretter, Unkraut, dichtes Laub dienen — all dies ist für sie wie ein zweites Zuhause.  

Saurer oder schwerer Boden auf dem Grundstück — ist ein günstiges Umfeld für ihre Vermehrung. Wenn Nacktschnecken also jedes Jahr Ihre Kohlbeete angreifen — ist das ein Anlass, den Säuregehalt des Bodens zu überprüfen. Und natürlich lockt diese Vielfraße die Fülle an Nahrung an. Besonders mögen sie Kohl, Salat, Erdbeeren, Gurken, Tomaten.  

Vor- und Nachteile: Wie wirken sich Nacktschnecken auf den Boden aus?

Beim Vorhandensein von Nacktschnecken auf dem Grundstück kann man entgegen den Stereotypen auch positive Aspekte finden. Der wichtigste davon — Nacktschnecken verbessern die Zersetzung von organischem Material. In geringen Mengen sind sie nützlich, da sie Pflanzenreste verarbeiten.  

Außerdem erhöhen sie den Säuregehalt des Bodens. Ihr Schleim und ihre Ausscheidungen können den Boden versauern, was nicht für alle Pflanzen vorteilhaft ist. Kulturen, die alkalischen Boden benötigen, können schlecht wachsen oder absterben. Das unangenehmste Ergebnis eines Nacktschneckenbefalls — sie verbreiten Pilzkrankheiten (z. B. Kraut- und Knollenfäule), da sie sich von kranken zu gesunden Pflanzen bewegen.  

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Perlit und Vermiculit: Was sind die Unterschiede und wofür eignen sie sich am besten?

Für welche Pflanzungen sind sie besonders gefährlich?

Schnecken können auch eine besondere Gefahr darstellen für: 

— Junge Setzlinge (können vollständig vernichtet werden).  

— Gemüse mit zartem Laub: Salat, Kohl, Basilikum.  

— Früchte, die auf dem Boden liegen: Erdbeeren, Gurken, Zucchini, Tomaten.  

Wie wird man Nacktschnecken los?

Bei Hitze sollten Sie unbedingt alle Stellen inspizieren, an denen es feucht und kühl ist. Dazu gehören Kriechkeller und Kellerräume, zu denen Sie Zugang haben, sowie der Vorratskeller, besonders wenn dort bereits etwas Essbares gelagert ist. Auch an Garagen, Brunnen, Kindersandkästen und Schwimmbecken — an den Fundamenten dieser Objekte auf dem Grundstück — können sich große Mengen von Schnecken ansammeln. Dort überstehen sie die Hitze. Wir besprechen nun, wie man Schnecken jetzt, wenn es draußen heiß ist, loswird.

Erstens, mechanische Methoden. Die Hauptmethode — ist das manuelle Einsammeln. Sie ist besonders am Abend oder nach Regen effektiv. Wenn Sie viele Schnecken im Keller entdecken, warten Sie nicht — sammeln Sie sie ein und zerdrücken Sie sie. Lassen Sie sie nicht in die Natur frei — sie kehren in Ihre Kohlbeete zurück! Man kann Fallen aufstellen: Bierfallen (Behälter mit Bier — Schnecken ertrinken); Bretter, nasse Tücher (am Morgen sammelt man die darunter angesammelten Schädlinge).  

Zweitens, zur Entfernung von Schnecken aus dem Gartengrundstück gibt es bewährte agrotechnische Methoden. Verringerung der Feuchtigkeit: Lüften von Gewächshäusern, Drainage, mäßiges Gießen am Morgen. Jäten und Ausdünnen — entfernen Sie Verstecke, unter denen die hitzemüden Schnecken auf den Abend warten. Pflanzen Sie auf dem Grundstück abschreckende Pflanzen: Senf, Knoblauch, Lavendel, Salbei, Thymian.  

Drittens gibt es schwere Geschütze — chemische Mittel. Dazu gehören Metaldehyd — die Präparate «Groza» und «Slizneed» (wirksam, aber giftig für Tiere), sowie Eisenvitriol (Bestäuben des Bodens) und Eisenphosphat (eine sicherere Alternative).  

Und schließlich sollten Sie Hausmittel nicht außer Acht lassen. Das wichtigste davon — ist das Besprühen mit Ammoniak (1-2 EL auf 1 Liter Wasser). Auch wirksam sind das Bestreuen mit Salz, Asche, Senfpulver (um die Pflanzen herum). Kaffeesatz vertreibt ebenfalls Schnecken.  

Schnecken treten aufgrund von Feuchtigkeit und zu dichten Pflanzungen auf. Sie schädigen die Ernte, verursachen Fäulnis an beschädigten Früchten und verbreiten Infektionen, aber bei richtiger Vorbeugung kann ihre Anzahl kontrolliert werden. Der beste Schutz — ist eine Kombination von Maßnahmen: Reduzierung der Feuchtigkeit, Fallen, Asche und biologische Präparate.

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