Mondkalender für Gärtner. Wie man die Mondphasen für eine reiche Ernte nutzt

Im Zeitalter der digitalen Technologien und des wissenschaftlichen Fortschritts, wo wir uns scheinbar alle auf genaue Daten und neueste Forschung stützen, haben Mondkalender nicht an Aktualität verloren. Viele Hobbygärtner richten ihre Arbeiten im Garten nach den Mondphasen. Oder schauen zumindest auf die Empfehlungen des Mondkalenders.  Zusammen mit der diplomierten Astrologin Xenia Schachowa lernen wir selbstständig, den Mond zu lesen, um die Bedeutung der verschiedenen Phänomene zu verstehen.

Wozu werden Mondkalender benötigt?

«Der Mond ist einer der ältesten Wegweiser in der Landwirtschaft. Seit Jahrtausenden wird er beobachtet und bei der Arbeit mit Pflanzen berücksichtigt. Seine Phasen und seine Position in den Tierkreiszeichen haben einen spürbaren Einfluss auf das Wachstum, die Gesundheit und den Ertrag von Kulturpflanzen, » erzählt Xenia Schachowa. «Schon die alten Bauern bemerkten, dass Pflanzen auf die Mondzyklen reagieren: An manchen Tagen keimen Samen besser, an anderen sammeln sich aktiv Säfte in den Früchten, und an wieder anderen vertragen Pflanzen das Umpflanzen und die Pflege besser. Heute, wo landwirtschaftliche Methoden mit astronomischen Beobachtungen kombiniert werden, ermöglicht das Wissen über Mondgesetzmäßigkeiten eine hocheffiziente Planung der Arbeiten im Garten.»

Mondphasen: Was der Gärtner wissen sollte

Der Mond durchläuft vier Hauptphasen: Neumond, erstes Viertel, Vollmond und letztes Viertel.

Zunehmender Mond — die Zeit des aktiven Wachstums, genug Energie für das Pflanzen, Umpflanzen und Stärken der Pflanzen. Besonders gut gedeihen in dieser Zeit grüne Kulturen, Gemüse und Blumen.

Vollmond — Energiehöhepunkt, wenn die Pflanzen maximalen Geschmack und Saft ansammeln, daher ist dies eine günstige Zeit für die Ernte.

Abnehmender Mond — Zeit der Stärkung der Pflanzen und ihrer Vorbereitung auf die Ruhe; an diesen Tagen sollte man sich mit dem Beschneiden, Lockern des Bodens, der Schädlingsbekämpfung und Krankheitsvorbeugung befassen.

Neumond — Ruhezeit, in der das Säen oder Umpflanzen nicht empfohlen wird; besser ist es, die Gartengestaltung zu planen, den Boden zu düngen und das Werkzeug vorzubereiten.

Tierkreiszeichen und Pflanzen

Jedes Tierkreiszeichen trägt seine eigene Energie, die sich auf das Wachstum und die Entwicklung der Pflanzen auswirkt.

Mond im Widder, einem energischen und feurigen Zeichen, ist besonders günstig für das Pflanzen schnell wachsender Kulturen, wie z. B. Kräuter, Zwiebeln und Salat. In dieser Zeit sind Jäten, Bodenlockerung und Unkrautbekämpfung gut durchführbar. Bei abnehmendem Mond im Widder kann man Schädlinge wirksam bekämpfen, jedoch ist Vorsicht bei der Arbeit mit stechend-schneidenden Werkzeugen geboten. Gießen ist nicht empfehlenswert.

Mond im Stier, ein Zeichen der Fruchtbarkeit und Stabilität, hilft Pflanzen, leicht anzuwurzeln und Winterkälte zu überstehen. Daher eignet sich diese Zeit zum Pflanzen und Umpflanzen von Bäumen, Sträuchern, mehrjährigen Blumen und Wurzelgemüse. In dieser Zeit sind Arbeiten zur Bodenverbesserung und für dauerhafte Pflanzungen besonders effektiv.

Mond in den Zwillingen gilt als unfruchtbar und wird für Hauptpflanzungen und Bewässerung nicht empfohlen (führt zu Wurzelfäule). Günstig sind jedoch Arbeiten mit Kletterpflanzen und kleinen Beeren wie Erdbeeren und Himbeeren. Lüften von Gewächshäusern, Ausräuchern von Schädlingen und Lockern der oberen Erdschicht kommen den Pflanzen zugute und bereiten das Grundstück auf folgende Arbeiten vor.

Mond im Krebs, einem wässrigen und fürsorglichen Zeichen, zeigt sich besonders gut für das Pflanzen und Pflegen von Zimmerpflanzen und für das Gießen. Der zunehmende Mond in diesem Zeichen ist günstig für Tomaten und Gurken, der abnehmende — für Wurzelgemüse. Das Wasserelement hilft, Feuchtigkeit im Boden zu halten und stimuliert das Wachstum von Blattgemüse.

Mond im Löwen, einem feurigen Zeichen der Kreativität, ist ideal für die Gestaltung des Grundstücks und dekorative Arbeiten: Rasenmähen, Sträucher formen, Verschönern des Gartens. Die Energie des Zeichens macht Pflanzen kräftiger und widerstandsfähiger gegen Stress. Bewässerung ist nicht empfehlenswert.

Mond in der Jungfrau, einem irdischen Zeichen der Genauigkeit und Ordnung, begünstigt das Düngen des Bodens, das Pflanzen von Getreide und das Sammeln von Heilpflanzen. In dieser Zeit lassen sich Routine- aber notwendige Arbeiten gut erledigen: Sterilisieren von Werkzeugen, Einstellen des Bewässerungssystems und Aufräumen des Grundstücks.

Mond in der Waage, einem luftigen Zeichen der Harmonie und Schönheit, fördert die Entwicklung von Zierpflanzen, das Umpflanzen von Beeren und Obstbäumen, die Stärkung des Wurzelsystems und erfolgreiches Veredeln von Sträuchern. Bewässerung ist nicht empfehlenswert.

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Mond im Skorpion, einem wässrigen Zeichen intensiver Energie, eignet sich zum Säen von Gemüse mit hohem Saftgehalt, zum Düngen und Gießen von Pflanzen, zum Mähen von Gras. Erdarbeiten können versteckte Probleme, Krankheiten und schwache Pflanzen aufdecken, daher ist diese Zeit gut für eine gründliche Gesundheitsprüfung des Grundstücks geeignet.

Mond im Schützen, einem feurigen Zeichen, ist günstig für das Pflanzen hoher Bäume und Getreidekulturen. Der zunehmende Mond im Schützen — die beste Zeit zum Säen und Kaufen von Samen, der abnehmende — zum Beschneiden von Sträuchern und Düngen von Gemüse und Obst. Die Bewässerung des Bodens sollte an diesen Tagen besser eingeschränkt werden, da die Energie des Zeichens auf das Wachstum nach oben gerichtet ist.

Mond im Steinbock, einem irdischen Zeichen der Stärke und Ausdauer, macht Pflanzen widerstandsfähiger gegen Trockenheit und Frost und eignet sich ideal zum Pflanzen von Wurzelgemüse und mehrjährigen Kulturen, die zur Überwinterung im Boden vorgesehen sind.

Mond im Wassermann, einem luftigen unfruchtbaren Zeichen, ist für die meisten Pflanzungen und Bewässerungen unwirksam. Dafür eignet er sich gut zum Befestigen von Zäunen, zum Schutz des Grundstücks vor Tieren und Insekten, zum Lockern des Bodens und zur Vorbeugung von Baumkrankheiten.

Mond in den Fischen, einem wässrigen und fruchtbaren Zeichen, ist günstig für Düngung, Bewässerung, Pflanzung und Ernte. Besonders erfolgreich sind Blattgemüse, Kartoffeln, Beeren und Pflanzen, die für Aufgüsse, Tränke und Getränke verwendet werden.

Der Mondkalender für Gärtner — ist keine Magie, sondern eine jahrhundertealte Praxis. Mit seiner Hilfe kann man nicht nur den Ertrag steigern und die Pflanzen stärken, sondern auch das Grundstück schön gestalten, Zier- und Heilpflanzen pflegen, das Risiko von Krankheiten und Schädlingen verringern. Das Führen eigener Beobachtungen und Aufzeichnungen ermöglicht es, die Empfehlungen an das jeweilige Grundstück und Klima anzupassen und einen individuellen Zeitplan für die Gartenarbeit zu erstellen.

Merkblatt für Ende 2025 und das gesamte Jahr 2026

Neumonde bis Ende 2025: 21. Oktober (15:24), 20. November (9:47), 20. Dezember (04:43)

Im Jahr 2026: 18. Januar (22:51), 17. Februar (15:00) ringförmige Sonnenfinsternis, 19. März (04:23), 17. April (14:51), 16. Mai (23:00), 15. Juni (05:53), 14. Juli (12:43), 12. August (20:36) totale Sonnenfinsternis, 11. September (06:26), 10. Oktober (18:49), 09. November (10:01), 09. Dezember (03:51)      

Perioden des zunehmenden Mondes bis Ende 2025: vom 22. Oktober bis 4. November, vom 21. November bis 4. Dezember

Im Jahr 2026: vom 19. Januar bis 1. Februar, vom 18. Februar bis 2. März, vom 20. März bis 1. April, vom 18. April bis 30. April, vom 17. Mai bis 30. Mai, vom 16. Juni bis 29. Juni, vom 15. Juli bis 28. Juli, vom 13. August bis 27. August, vom 12. September bis 25. September, vom 11. Oktober bis 25. Oktober, vom 10. November bis 23. November, vom 10. Dezember bis 23. Dezember

Vollmonde bis Ende 2025: 7. Oktober (06:47), 5. November (16:19), 5. Dezember (02:13)

Im Jahr 2026: 03. Januar (13:02), 02. Februar (01:09), 03. März (14:37) totale Mondfinsternis, 02. April (05:11), 01. Mai (20:22), 31. Mai (11:45), 30. Juni (02:56), 29. Juli (17:35), 28. August (07:18) partielle Mondfinsternis, 26. September (19:48), 26. Oktober (07:11), 24. November (17:53), 24. Dezember (04:28)

Perioden des abnehmenden Mondes bis Ende 2025: vom 8. Oktober bis 20. Oktober, vom 6. November bis 19. November, vom 6. Dezember bis 19. Dezember,

Im Jahr 2026: vom 4. Januar bis 17. Januar, vom 3. Februar bis 16. Februar, vom 4. März bis 18. März, vom 3. April bis 16. April, vom 2. Mai bis 15. Mai, vom 1. Juni bis 14. Juni, vom 1. Juli bis 13. Juli, vom 30. Juli bis 11. August, vom 29. August bis 10. September, vom 27. September bis 9. Oktober, vom 27. Oktober bis 8. November, vom 25. November bis 8. Dezember, vom 25. Dezember bis zum Jahresende

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