Mit den Wurzeln sterben sie. Tipps vom Agronomen, wie Sie Bohnen richtig ernten

Im Herbst befreien viele Gärtner ihre Beete von Pflanzenresten und reißen aus Gewohnheit alles heraus, auch die Pflanzen von Bohnen und anderen Hülsenfrüchten samt Wurzeln, in der Annahme, dass dies die Beetreinigung erleichtert. Agronom Agronom erzählt, warum das falsch ist und wie dieser schwerwiegende Fehler die zukünftige Ernte negativ beeinflussen kann.

Warum Sie Bohnen nicht mit den Wurzeln ausreißen sollten

Der Hauptwert von Bohnen und anderen Hülsenfrüchten liegt nicht nur in ihrer Ernte, sondern auch in ihrer Fähigkeit, den Boden zu verbessern. An den Wurzeln aller Hülsenfrüchte leben stickstofffixierende Bakterien — mikroskopische Helfer, die Stickstoff aus der Luft binden und damit den Boden anreichern.

Wenn Sie den Strauch vollständig herausreißen, sterben diese Bakterien zusammen mit dem Wurzelsystem ab. Wenn Sie die Bohnen jedoch an der Basis abschneiden, bleiben die Wurzeln im Boden und zersetzen sich weiter, wobei sie den gebundenen Stickstoff aus der Luft abgeben und die Bodenstruktur verbessern.

Darüber hinaus dient der unterirdische Teil der Pflanze als natürliche Barriere gegen Erosion: Er hält den Boden fest, schützt ihn vor Auswaschung bei Regen und bewahrt das mikrobiologische Gleichgewicht. Nach ein paar Wochen verrotten die Wurzelreste und werden zu natürlichem Dünger — zur «Nahrung» für zukünftige Pflanzungen.

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Daher gedeihen nach Bohnen Kulturen mit hohem Nährstoffbedarf hervorragend: Kohl, Tomaten, Paprika, Gurken. Sie wachsen kräftiger, werden weniger krank und bringen mehr Fruchtansätze.

Wie Sie die Gartensaison richtig beenden

Nachdem Sie die letzten Hülsen geerntet haben, schneiden Sie die Stängel mit einer Gartenschere oder einem scharfen Messer ab und lassen Sie die Wurzeln im Boden.

Wenn Sie Gründüngung planen, sind Bohnenbeete der ideale Ort: Sie sind bereits mit nützlichem Stickstoff «aufgeladen».

Ökologischer Effekt dieser Erntemethode

Eine solche Erntemethode ist keine Kleinigkeit. Es ist ein Element der ökologischen Landwirtschaft, bei dem der Mensch die natürlichen Verbindungen im Boden nicht zerstört, sondern ihnen hilft, für ihn zu arbeiten.

Jede zurückgelassene Wurzel ist ein ganzes Mini-Ökosystem: Pilze, Bakterien, Mikrowürmer und Insekten setzen den Stoffwechsel fort und schaffen fruchtbaren Humus. Das bedeutet, dass der Boden im nächsten Frühjahr locker, lebendig und bereit für die Aufnahme neuer Pflanzen ist, ohne zusätzliche Düngerkosten.

Es geht also nicht nur um die richtige Ernte, sondern auch um die Erhaltung der Fruchtbarkeit und Nachhaltigkeit Ihres Gartens für die kommenden Jahre.

Wichtig! Das Kraut von Bohnen und anderen Hülsenfrüchten ist ebenfalls reich an Stickstoff und dient im nächsten Jahr als ausgezeichneter Mulch für andere Pflanzen. Verbrennen Sie es daher nicht, sondern legen Sie es separat für die spätere Verwendung bereit!

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