Mehrjährige Lobelie und ihre Arten

Die Lobelie ist eine außergewöhnliche Blume, nicht nur, weil ihre Färbung nicht sehr verbreitet und etwas eigenartig ist, sondern auch, weil sie ohne Erde wachsen kann – einfach im Wasser. Neben blauen und himmelblauen Farben gibt es in der Natur auch Lobelien mit purpurnen, weißen und roten Blüten.

Eigentlich gehört die Lobelie zu den mehrjährigen Pflanzen aus der Familie der Glockenblumengewächse, wird aber als einjährige Pflanze verwendet. Die Heimat der Blume ist Südafrika, dort wächst sie meist an feuchten und sogar felsigen Standorten. Einige Arten dieser Pflanze sind seit jeher als Heilpflanzen bekannt. Bei uns sind einige Lobeliensorten bekannt, über die wir hier berichten möchten. Denn die Lobelie ist eine der schönsten Pflanzen, die eine wahre Zierde für Ihren Blumengarten sein wird.

Die bekanntesten Lobeliensorten

  • Die Feuer-Lobelie oder glänzende Lobelie – ihre Blätter können sowohl grün als auch rot sein. Diese Pflanze erreicht eine Höhe von 75 cm und stammt aus Mexiko.
  • Die Lobelia dortmannii (Dortmanns Lobelie) ist eine bereits vom Aussterben bedrohte Art. Sie bevorzugt sandigen, sauberen Grund in Küstenbereichen. Die Blüten dieser Sorte sind in einem sehr schönen Weißblau gefärbt.
  • Die mehrjährige Lobelie der Sorte Gerardi (Lobelia gerardii) wird bis zu 125 cm hoch. Die Blüten bilden sich in ährenförmigen Blütenständen.
  • Die Purpur-Lobelie eignet sich für große Pflanzungen, da sie große Gruppen bildet. Sie gedeiht gut im Flachwasser und in sumpfigen Gebieten mit feuchtem Boden; sie kann um künstliche Gewässer und an Teichufern gepflanzt werden.
  • Die sitzblättrige Lobelie (Lobelia sessilifolia) ist giftig. Sie keimt gut aus Samen und blüht bereits im zweiten Lebensjahr üppig.
  • Die blaue Lobelie blüht im Hochsommer mit ährenförmigen blau-violetten Blüten. Sie ist bei Gärtnern nicht besonders gefragt, wahrscheinlich weil sie nicht sehr attraktiv, aber sehr pflegeintensiv ist.

Wie vermehrt sich die Lobelie?

Wie viele Blumen vermehrt sich die Lobelie einfach durch Samen. Sie werden normalerweise im späten Winter oder frühen Frühling im Gewächshaus ausgesät, wenn die Sonne schon etwas wärmt. Die Samen werden dabei nicht in die Erde eingearbeitet, sondern die Kistchen mit den Samen werden einfach mit Glas oder fester Folie abgedeckt. Es ist nicht nötig, zu viele Samen zu säen. Für ein normales Gartengrundstück reicht eine Tüte Samen völlig aus, vielleicht sogar die Hälfte davon.

Die Keimlinge beginnen bereits nach 10 oder 15 Tagen zu erscheinen. Vor dem Einpflanzen müssen die Lobelien pikiert werden. Um üppige Blütenbüsche zu erhalten, pflanzt man nicht eine, sondern gleich mehrere Pflanzen in ein Loch.

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Mehrjährige Lobelie und ihre Arten

Die Pflanze liebt sonnige Standorte. Suchen Sie daher rechtzeitig einen geeigneten Platz für sie. Dieser Platz sollte ausreichend feucht sein, denn wie bekannt ist, liebt die Lobelie Wasser.
Wenn der Boden zu stark mit Mist und Humus gedüngt ist, besteht die Gefahr, dass keine üppige und schöne Blüte entsteht.

Säen Sie die Samen in vorbereitete Erde. Dazu können Sie gewöhnliche Gartenerde nehmen und Sand und Humus hinzufügen. Sand und Erde sollten zu gleichen Teilen vorhanden sein, Humus jedoch nur zu einem Zehntel. Dieses Substrat wird normalerweise im Herbst vorbereitet; es kann über den Winter etwas gefrieren, das schadet nicht.

Es gibt einen wichtigen Hinweis: Die Samen der Lobelie sollten sehr spärlich gesät werden, dann wachsen sie beim Keimen weniger in die Höhe.

Pflege der Keimlinge

Die kleinen Keimlinge der Lobelie müssen unbedingt gegossen werden, aber hier sollte man es nicht übertreiben und die Pflanze nicht zu viel gießen, sonst könnten sie an der tückischen Krankheit namens „Schwarzbeinigkeit“ erkranken und einfach umfallen. Das Gießwasser sollte leicht warm und idealerweise abgestanden sein.

Pikieren

Wenn die kleinen Keimlinge nach und nach kräftiger werden, was etwa nach drei bis vier Wochen der Fall ist, sollten sie pikiert, also umgepflanzt werden.

Wie bereits erwähnt, ist es am besten, die Lobelie in mehreren Stücken gleichzeitig zu setzen. Zum Pikieren benötigt man ein spezielles Pikierhölzchen; wenn man keines hat, tut es auch ein spitzer Stock. Damit hebelt man 4–7 Pflanzen aus und setzt sie in sehr kleine Behälter – Töpfchen.

Weitere Pflege

Wenn die Pflanzen in den Töpfchen die erforderliche Höhe (ca. 3 cm) erreicht haben, sollten sie gekürzt werden. Dies geschieht, damit die Büsche später üppig und schön werden.

Mehrjährige Lobelie und ihre Arten

Das Auspflanzen der Setzlinge ins Freiland sollte erfolgen, wenn keine Frostgefahr mehr besteht. Das ist Ende Mai bis Anfang Juni der Fall. Allerdings muss man zugeben, dass die Pflanze leichte Nachtfröste bis -1 Grad durchaus überstehen kann.

Bei richtiger Pflege beginnt die Lobelie bereits Ende des ersten Sommermonats zu blühen und erfreut den ganzen Sommer über mit ihrer Schönheit. Allerdings lässt die Blüte im August etwas nach und klingt allmählich ab.

Zu diesem Zeitpunkt kann man den Boden lockern und die Pflanze gründlich gießen, woraufhin sie wieder üppig zu blühen beginnt.

Anfang Oktober kommt die Blüte jedoch vollständig zum Erliegen, da die Herbstfröste einsetzen.

Wenn Sie möchten, dass die Lobelie Sie das ganze Jahr über mit ihren Blüten erfreut, graben Sie die Pflanze vorsichtig aus und setzen Sie sie in einen gewöhnlichen Blumentopf. Bringen Sie sie ins Haus und genießen Sie die Blütezeit auch im kalten Winter.

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