Dieser Zustand ist als nichtinfektiöse Krankheit bekannt und hat den Namen «Schichtigkeit des Kohls». Die Ursachen für das Auftreten der Schichtigkeit sind in den frühen Entwicklungsstadien der Pflanze zu suchen. Wenn sich der Kopf zu bilden beginnt, können die jungen Blätter an den Rändern aufgrund von starker Trockenheit, Insektenschäden oder Krankheiten austrocknen. Später erholt sich die Pflanze und bildet weiterhin neue Blätter, das äußere Erscheinungsbild des Kopfes bleibt normal. Im Inneren bleiben jedoch trockene Schichten aus abgestorbenem Gewebe erhalten. Solche Köpfe schmecken schlechter und verderben bei der Lagerung häufiger.
Inhaltsverzeichnis:
Was tun zur Vorbeugung
Um das Risiko von Schichtigkeit zu verringern, ist es wichtig, in allen Phasen günstige Bedingungen für den Kohl aufrechtzuerhalten. Eine Schlüsselrolle spielen:
- die richtigen Zeitpunkte für das Auspflanzen der Setzlinge;
- regelmäßiges Gießen bei Trockenheit;
- ausgewogene Düngung;
- Schutz vor Schädlingen und Pilzinfektionen.
Wenn die Pflanze alle notwendigen Nährstoffe erhält und nicht unter extremen Bedingungen leidet, ist die Wahrscheinlichkeit der Bildung von Hohlräumen und trockenen Schichten wesentlich geringer.
Probleme bei der Lagerung
Schichtigkeit und Blattabsterben können sich nicht nur während des Wachstums auf dem Feld, sondern auch bereits im Lager zeigen. Hauptursachen:
- Anfrieren der Köpfe auf dem Beet vor der Ernte;
- plötzliche Abkühlung beim Transport;
- zu niedrige Lagertemperatur (unter —2°C).
Obwohl Kohl recht kälteresistent ist, bildet sich bei längerem Durchfrieren eine Eiskruste zwischen den Blättern. Diese blockiert den Luftzugang zum inneren Teil des Kopfes, behindert die Gewebeatmung und begünstigt die Fäulnisentwicklung. Bei niedrigen Temperaturen sinkt zudem die natürliche Immunität der Pflanzen, und Mikroorganismen dringen schneller in die Blätter ein. Am Ende erhält man statt eines festen und knackigen Kopfes eine lockere Masse mit unangenehmem Geruch.
Richtige Lagerung
Die Hauptbedingung — ein stabiles Mikroklima.
- Optimale Lagertemperatur: 0…+1°C.
- Luftfeuchtigkeit: etwa 95%.
- Gute Belüftung ist erforderlich.
Zur Lagerung werden nur gesunde Köpfe mit 2–3 Deckblättern, ohne Beschädigungen, ausgewählt. Sie werden auf Holzpaletten oder Bodenbelägen gestapelt. Die Bodenbeläge werden jedes Jahr desinfiziert, z. B. durch Abflammen mit einem Lötbrenner. Es ist wichtig, plötzliche Temperaturschwankungen zu vermeiden. Im Keller oder Vorratsraum ist unbedingt ein Thermometer erforderlich. Wenn die Temperatur unter die Norm fällt, wird Heizung eingeschaltet. Angefaulte Kohlköpfe und anderes Gemüse müssen rechtzeitig entfernt werden, um die Ausbreitung von Fäulnis zu verhindern.
Zusätzliche Tipps
- Sortenwahl. Es gibt Kohlhybriden, die widerstandsfähiger gegen physiologische Störungen und lange Lagerung sind. Spätreifende Sorten halten sich in der Regel besser als frühe.
- Bewässerung. Feuchtigkeitsmangel während der Kopfbildung ist die Hauptursache für Schichtigkeit. Es ist wichtig, den Kohl gleichmäßig zu gießen, besonders bei trockenem Wetter. Starke Schwankungen (trocken, dann reichliches Gießen) verschlimmern das Problem nur.
- Düngung. Ein Mangel an Kalzium und Kalium führt ebenfalls zu Störungen der Kopfstruktur. Regelmäßige Anwendung von Volldüngern verringert das Risiko.
- Schädlingsbekämpfung. Schäden an den Blättern durch Kohlweißlinge, Blattläuse, Thripse oder Nacktschnecken schwächen die Pflanze, was die Wahrscheinlichkeit der Bildung trockener Schichten erhöht.
- Erntezeitpunkt. Überreife Kohlköpfe leiden häufiger unter innerer Fäulnis. Optimal ist es, die Ernte bei Erreichen der technischen Reife einzubringen.
- Lagerungsmethoden.
In privaten Haushalten werden verschiedene Methoden angewandt:
- Aufhängen der Kohlköpfe an der Kellerdecke am Strunk;
- Lagerung in Holzkisten mit Sand;
- Einwickeln der Köpfe in Papier zum Schutz vor Verdunstung;
Warum Schichtigkeit gefährlich ist
Auf den ersten Blick mag es so aussehen, als seien trockene Blätter im Inneren des Kohlkopfes nur ein kosmetischer Mangel. Doch solche Schäden verkürzen die Lagerzeit erheblich. Die inneren Hohlräume füllen sich schneller mit Feuchtigkeit oder werden zur Brutstätte für Pilze und Bakterien. Infolgedessen geht ein Teil der Ernte verloren.
Übrigens
Schichtigkeit bei Kohl ist keine ansteckende Krankheit, sondern eine physiologische Störung, die durch ungünstige Wachstums- oder Lagerbedingungen entsteht. Sie kann durch richtige Anbautechnik verhindert werden, und nach der Ernte ist es wichtig, ein geeignetes Mikroklima zu gewährleisten. Dann behält der Kohl seinen Geschmack und seine gesunden Eigenschaften bis zum Frühjahr.