Kirschwein mit Kernen

Es ist schwer, jemanden zu finden, der keine Kirschen mag. Selbstgemachter Kirschwein mit Kernen ist so etwas wie eine Legende geworden. Kein Wunder. Er ist schön, aromatisch, lecker! Die Zubereitung ist nicht schwer. Und das Ergebnis ist überwältigend!

Einfaches Rezept

Selbstgemachter Wein zeichnet sich durch seine einfache Zubereitung aus. Der Grund dafür ist, dass zu Hause versucht wird, mit möglichst wenigen technologischen Schritten auszukommen.

Dieses Schema hilft, die Schritte zur Herstellung eines qualitativ hochwertigen Kirschweins zu veranschaulichen.

Zutaten:

  • 3 kg Kirschen mit Kernen;
  • 3 l Wasser;
  • 1 kg Zucker.

Zubereitung:

  1. Die Beeren von den Stielen trennen und mit den Händen zerdrücken. Darauf achten, dass alle Kirschen zerquetscht werden. Die Kerne müssen nicht zerkleinert werden. Das ist für die weitere Verarbeitung wichtig.
  2. Ein Gefäß mit weitem Hals aus Glas, Emaille oder Kunststoff auswählen. Die Kirschmaische hineingießen. 0,4 kg Zucker in das Gefäß geben. Das Wasser vollständig zugießen. Umrühren, mit einem Mulltuch abdecken und für einige Tage in einen dunklen Raum stellen. Die Temperatur sollte dort bei +23–25 °C gehalten werden.
  3. Die Mischung sollte regelmäßig umgerührt werden, dabei die aufschwimmenden Beeren auf den Boden drücken. Dies muss mindestens zweimal täglich erfolgen, nachdem man sich die Hände gewaschen hat. Andernfalls könnte ein Säuerungsprozess einsetzen, was wir vermeiden wollen.
  4. Die ersten Gärungsanzeichen sind bereits nach einem halben Tag zu erkennen. An der Oberfläche bildet sich ein wenig Schaum, ein eigenartiges Zischen ist zu hören und ein kaum wahrnehmbarer säuerlicher Geruch tritt auf.
  5. Nach 3–4 Tagen sollte die Maische von der Flüssigkeit getrennt werden, indem man sie durch ein Sieb abgießt. Anschließend die Reste der Maische so gründlich wie möglich auspressen. Für die weitere Zubereitung wird nur ein Viertel davon mit den Kernen benötigt. Der Rest kann weggeworfen werden.
  6. Dem gefilterten Saft 0,2 kg Zucker hinzufügen. Gründlich umrühren, bis sich die Kristalle vollständig aufgelöst haben.
  7. Die vorbereitete Flüssigkeit in ein geeignetes Glasgefäß umfüllen, dabei mindestens 1/4 des Volumens bis zum Rand frei lassen. Die Öffnung mit einem Gärspund verschließen oder einen Gummihandschuh überstülpen, in den zuvor mit einer dicken Nadel ein Loch gestochen wurde. Durch dieses Loch kann überschüssiges Kohlendioxid entweichen.
  8. Das vorbereitete Gefäß für 5 Tage in einen warmen Raum stellen, in dem die Temperatur bei +18–25 °C liegt.
  9. Nach Ablauf dieser Frist den Verschluss vom Glas entfernen, 1 Glas des gärenden Kirschsafts abgießen und darin 0,2 kg Zucker auflösen. Der Zucker sollte sich gut auflösen. Dann den Saft zurück in das Glas geben und erneut den Gärspund anbringen.
  10. Nach einer weiteren Woche sollte der gärende Kirschsaft vollständig gefiltert und die Fruchtmaische entfernt werden. Die restliche Zuckermenge laut Rezept hinzufügen und gut umrühren.
  11. Vor dem Einfüllen des Saftes in das Glas muss dieses gründlich gewaschen werden. Erst danach kann die Flüssigkeit wieder eingefüllt, der Behälter mit einem Gärspund verschlossen und für die weitere Gärung weggestellt werden.
  12. Die Herstellung von hausgemachtem Kirschwein mit Kernen dauert etwa 2 Monate. Es hängt alles von der Umgebungstemperatur ab. Anzeichen für das Ende der Gärung sind das Aufhören der Blasenbildung, das Absetzen des Schaums, die Bildung von Bodensatz im Behälter und die Klärung des Weins.
  13. Sobald der Wein nicht mehr gärt, muss er vorsichtig mit einem Ablaufschlauch vom Bodensatz abgezogen werden. In diesem Moment sollte er probiert werden. Wenn Sie ihn süßer machen möchten, fügen Sie zusätzlich zum Rezept Zucker hinzu. Gleichzeitig kann der Wein mit starkem Alkohol stabilisiert werden. Dazu geben Sie 3 bis 15 % Wodka oder hochwertigen Alkohol hinzu. Wenn der Wein nicht stabilisiert wird, hat das fertige Getränk einen Alkoholgehalt von 10–12 %.
  14. Den so vorbereiteten Wein in geeignete Glasflaschen abfüllen und verschließen. Wenn die Gärung nicht sofort abgeschlossen ist, können Sie für kurze Zeit Gärspunde anbringen.
  15. Der hausgemachte Kirschwein mit Kernen wird sechs Monate lang in einem dunklen, kühlen Raum gelagert, damit er vollständig reifen kann. Wenn möglich, kann dieser Prozess auf 8–12 Monate verlängert werden. Die optimale Lagertemperatur beträgt +6–16 °C.
  16. Während der Lagerung müssen die Flaschen regelmäßig überprüft werden. Wenn sich zusätzlicher Bodensatz mit einer Schichtdicke von bis zu 4 cm bildet, muss der Wein alle 10 Tage gefiltert und mit einem Ablaufschlauch abgezogen werden. Sobald sich einen Monat lang kein weiterer Bodensatz mehr bildet, kann der Wein in andere Flaschen abgefüllt und luftdicht verschlossen werden.
  17. Der fertige Wein kann 5 Jahre lang an einem kühlen Ort gelagert werden. Dabei bleibt seine Qualität konstant hoch.
Siehe auch:
Hagebutten aufbrühen

HINWEIS.
Bevor Sie zum ersten Mal Zucker in den gärenden Wein geben, sollten Sie seinen Geschmack auf Adstringenz prüfen. Wenn er Ihnen nicht gefällt oder der Wein bitter schmeckt, sollten Sie alle Kerne entfernen. Später, bei weiterer Zugabe von Zucker oder Alkohol, stabilisiert sich der Geschmack.

Getränk mit Gewürzen

Kirschwein mit Kernen

Verwenden Sie möglichst süße und reife Kirschen.

Das Rezept für hausgemachten Kirschwein mit Kernen unterscheidet sich deutlich vom Üblichen, wenn Sie interessante Gewürze verwenden.

Zutaten:

  • 2 kg Kirschen;
  • 1 l Wasser;
  • 0,8 kg Zucker;
  • 1/2 Glas Rosinen;
  • 1 Stück Zimtstange;
  • 3 Stücke Sternanis;
  • 2 Stücke Nelken.

Zubereitung:

  1. Die Kirschen zerdrücken, die Kerne nicht entfernen. Alles mit dem Zucker vermischen und in einen großen Behälter geben.
  2. Das auf 30–35 °C erwärmte Wasser und die Gewürze hinzufügen. Das Gefäß mit mehrfach gefalteter Gaze abdecken und in einen warmen Raum mit einer Temperatur von mindestens 20 °C stellen.
  3. Nach einem Monat den gärenden Wein von der Maische abseihen und in Flaschen abfüllen, auf die Sie Gärspunde setzen oder Handschuhe mit durchstochenen Löchern stülpen.
  4. In dieser Form muss der Wein 2 Wochen lang reifen. Danach wird er mit einem Schlauch vom entstandenen Bodensatz abgezogen.
  5. Füllen Sie den Wein in geeignete Glasflaschen und stellen Sie ihn an einen kühlen Ort, wo er 4 Monate reifen wird.

ACHTUNG.
Vor dem Zerdrücken werden die Kirschen nicht gewaschen. Denn auf der Oberfläche der Früchte leben ursprüngliche Hefezellen, die die natürliche Gärung ermöglichen.

Nützliche Tipps

Tipp Nr. 1

Um das Vorhandensein von Fremdgeschmack im fertigen Wein zu vermeiden, wählen Sie die reifsten Beeren ohne Schimmel aus. Bereiten Sie den Wein am besten in emaillierten Behältern ohne Absplitterungen und Rost vor.

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Tipp Nr. 2

Kirschwein mit Kernen

An der Wand einer solchen Flasche kann man das Datum des Ansetzens zur Gärung bequem notieren.

Für die Gärung kann man nicht nur einen emaillierten Topf oder Eimer verwenden. Wenn Sie eine Glasflasche mit einem Volumen von 20 Litern haben, können Sie den Wein darin ansetzen. Worauf Sie vor allem achten sollten, ist der Füllstand. Er sollte nicht höher als 3/4 des Volumens sein. Dies ist notwendig, damit sich Schaum bilden und Kohlendioxid entweichen kann.

Tipp Nr. 3

Beim Abziehen vom Bodensatz darf der Schlauch nicht bis auf den Boden abgesenkt werden. Er wird 1–2 cm höher positioniert, um das Eindringen kleinster Partikel zu vermeiden.

Häufige Fragen

Wie kann man Kirschwein mit Kernen anders ansetzen?

Bei der Weinherstellung kann man Orange, Zitronenschalen, Rosinen, Piment hinzufügen. Sie harmonieren gut mit dem Kirschgeschmack und verleihen dem fertigen Getränk eine besondere Note. Manche Gewürze werden mit abgekochtem Wasser zugegeben, andere werden im zweiten Herstellungsschritt hinzugefügt.

Am einfachsten ist es, Zitrone hinzuzufügen. Waschen Sie sie und pressen Sie den Saft aus. Setzen Sie die Kirschen wie gewohnt zur Gärung an. Nach einer Standzeit von 3–4 Tagen und dem Filtern müssen Sie nur noch den Zitronensaft zugeben und einen Gärverschluss anbringen. Alles Weitere erfolgt wie gewohnt. Der originelle Geschmack und das Aroma des fertigen Weins sind garantiert.

Kirschwein mit Kernen

In einer solchen Flasche sieht der Wein sehr ansprechend aus.

Womit kann man jungen Wein von Verunreinigungen reinigen?

Zur Klärung des Weins verwendet man Gelatine oder weißen Ton. Der Ton wird in kleinen Tütchen als Bentonit in Haushaltsabteilungen für Winzer verkauft. Er ist einfacher zu verwenden als Gelatine. Es reicht aus, 3 g zu nehmen und in 1 l fertigem Wein aufzulösen. Dann stellt man den Wein für 3 Tage an einen dunklen Ort, damit sich der Bodensatz absetzt. Danach wird der Wein abgezogen und probiert. Bentonit bindet kleinste Partikel und befreit den Wein gleichzeitig von einem unangenehmen Nachgeschmack. Sein Bukett verbessert sich deutlich.

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