Kirschpflanzung

Die Kirsche gehört zu den Obstbäumen, deren Setzlinge zu zwei Zeitpunkten gepflanzt werden können.

Pflanzzeit für Kirschen

Die Kirschpflanzung im Frühjahr erfolgt Anfang April, bevor der Saftfluss in der Pflanze beginnt, oder im Herbst, aber in diesem Fall muss man es vor Anfang Oktober schaffen, sonst sollte die Kirschpflanzung auf das Frühjahr verschoben werden. Wir erklären, wie und wann man Kirschen am besten pflanzt.

Kirschpflanzung im Frühjahr

Um reiche Kirschernten zu erzielen, sollte man sich in erster Linie um die Wahl des Standortes für dieses Bäumchen kümmern. Diese Pflanzen lieben Sonnenlicht, was die Reifung der Früchte erheblich beschleunigt. Außerdem haben Kirschen eine geringe Winterhärte, daher ist es in den nördlichen Regionen unseres Landes empfehlenswert, Kirschsetzlinge an windgeschützten Orten zu pflanzen.

Kirschen vertragen kein Umpflanzen von einem Ort zum anderen, daher sollte der Baum sofort an seinen endgültigen Standort gesetzt werden. Als gute Erde für diesen Baum gelten Lehmboden oder Schwarzerde; sumpfiges Gelände oder Wasserstau im Frühjahr vertragen Kirschen nicht.

Pflanzschema für Kirschen

Bei der Anlage eines Kirschgartens sollten die Abstände zwischen den Bäumen in der Reihe – 3 Meter – und der Reihenabstand – 3,5 Meter – berücksichtigt werden; die Bäume werden im Schachbrettmuster gepflanzt. Bei einem rechtzeitigen und richtigen Kirschbaumschnitt im Frühjahr und Herbst haben die Bäume genug Licht und stören sich nicht gegenseitig.

Um das Bäumchen mit Nährstoffen zu versorgen, sollte man die Kirsche in ein Pflanzloch mit den Maßen 60 cm Länge, 60 cm Breite und ebenso viel Tiefe setzen. Die obere Erdschicht ist zu gleichen Teilen mit Humus zu mischen, außerdem werden dieser Mischung ein Kilogramm Asche und Mineraldünger hinzugefügt.

Unmittelbar vor dem Einpflanzen des Kirschsetzlings in das Loch sollten die Wurzeln überprüft werden. Bei Beschädigungen werden die Wurzeln zurückgeschnitten, und wenn der Setzling über einen längeren Zeitraum transportiert wurde, ist es ratsam, seine Wurzeln 5-6 Stunden in Wasser einzuweichen.

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Beim Einpflanzen des Setzlings muss auf den Wurzelhals geachtet werden. Dieser sollte 5 Zentimeter über der Bodenoberfläche liegen. Nach dem Einpflanzen des Setzlings und dem Gießen mit 30 Litern warmem Wasser sollte der Wurzelhals des Bäumchens auf Höhe der oberen Erdschicht sein. Anschließend wird zur Vermeidung von Feuchtigkeitsverdunstung der Wurzelbereich der Pflanze mit Humus gemulcht, dessen Schicht etwa 4 Zentimeter dick sein sollte.

Besonderheiten der Kirschpflanzung im Herbst

Vor dem Pflanzen von Kirschbäumen im Herbst sollte man deren Platzierung auf dem Grundstück planen, damit die ausgewachsenen Bäume das Wachstum anderer Bäume oder Gemüsekulturen nicht behindern. Es darf keine Konkurrenz um Sonne und Wasser geben, daher sollte zwischen benachbarten Kirschbäumen ein Abstand von 3,5 Metern eingehalten werden. Beim Pflanzen im Herbst ist auf einen ausreichenden Frostschutz zu achten, weshalb der Standort durch einen Zaun oder Gebäude vor Wind geschützt sein sollte.

Die Größe des Pflanzlochs für einen Kirschbaum sollte so bemessen sein, dass die Wurzeln darin frei Platz haben. Die aus dem Loch entnommene Erde wird mit Humus oder Kompost vermischt, und der Mischung werden Mineraldünger hinzugefügt: 30 Gramm Superphosphat und 20 Gramm Kaliumchlorid.

Ein so nährstoffreicher Boden ermöglicht eine gute Entwicklung des Kirschbaums, da er in den ersten Jahren, bevor die Wurzeln ausreichend gewachsen sind, Unterstützung benötigt.

Vor dem Pflanzen müssen die Wurzeln des Bäumchens überprüft werden; bei Schäden ist das Wurzelsystem mit einer Gartenschere zu beschneiden. Zur Befestigung des Setzlings wird im Pflanzloch ein Pfahl auf der Ost- oder Südostseite eingeschlagen. Anschließend werden die Wurzeln mit Erde bedeckt, das Bäumchen am Pfahl festgebunden und mit warmem Wasser gegossen.

Es kann vorkommen, dass eine Pflanzung des Kirschbaums nicht mehr möglich ist, weil die Pflanzzeit (Oktober) abgelaufen ist. Um die Setzlinge bis zum Frühling zu erhalten, werden sie in länglichen Gruben in einem Winkel von 45 Grad eingegraben; danach wird gegossen. Im Winter müssen die Setzlinge mit einer Schneeschicht bedeckt werden, um sie vor Frost zu schützen.

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