Fünf Jahre nach dem Pflanzen eines Setzlings mit einer Größe von 1-1,5 m gilt der Baum als ausgewachsen, und zu diesem Zeitpunkt sollte die Krone bereits geformt sein. Das Schema zum Beschneiden von Kirschbäumen im Herbst unterscheidet sich je nach Alter der Bäume. Letztendlich hilft eine solche Sanierung nicht nur, einen aus ästhetischer Sicht schönen Baum zu formen, sondern auch seinen Ertrag zu steigern. Um lebenswichtige Triebe nicht zu beschädigen und dem Baum nicht zu schaden, muss der Schnitt nach einem bestimmten Schema und in einer bestimmten Jahreszeit durchgeführt werden. Wenn die Schnitttechnik eingehalten wird, kann man im nächsten Sommer einen schönen Baum mit einer reichen Ernte erhalten.
Inhaltsverzeichnis:
Wozu ist der Schnitt notwendig?

Der Baum verbraucht Lebenssäfte für die Erhaltung der Krone und die Fruchtbildung. Um das Wachstum neuer Triebe anzuregen und der Pflanze zu helfen, die vegetativen Prozesse auf die Bildung der Ernte zu lenken, muss man ihm helfen, sich von nicht lebensfähigen Zweigen und anderen Kronenmängeln zu befreien. So verschwendet die Pflanze keine Kräfte an diese und regt ihr Wachstum nicht an. Daher ist es wichtig zu wissen, wie man Kirschbäume im Herbst richtig beschneidet, sodass sie im nächsten Sommer eine reiche Ernte liefern.
Ausgewachsene Kirschbäume werden zweimal im Jahr geschnitten: im Frühjahr und im Herbst. Während der Frühjahrsschnitt mehr auf die Bildung einer schönen und gesunden Krone abzielt, dient der Herbstschnitt der Steigerung des Ertrags und der Gesundheit des Baumes. Ein jährlicher richtiger Schnitt ermöglicht es, die Lebensdauer der Pflanze zu verlängern und die Erntefähigkeit nicht zu verlieren.
Jeder Baum hat ein «Skelett» — das sind die Hauptäste (Tragäste), von denen die Triebe ausgehen. Im Grunde hilft der Schnitt, eine richtige Krone zu formen, damit die Triebe sich nicht gegenseitig behindern, unterdrücken oder verletzen.
Man darf keine Äste belassen, die zum Stamm hin gebogen sind. Sie behindern das Wachstum der fruchttragenden Zweige.
Wann sollte der Schnitt durchgeführt werden?

Erfahrene Gärtner beschneiden Kirschbäume im späten Herbst, wenn der Baum auf den Wintermodus umstellt und «in den Winterschlaf geht». Triebe, die den Frost nicht überlebt haben, werden im frühen Frühjahr abgeschnitten, wobei die Frage offen bleibt, ob man Kirschbäume im Herbst beschneiden muss? In der Herbstperiode werden befallene, herabhängende und abgebrochene Triebe sowie trockene Äste geschnitten.
Der Herbstschnitt hat seine eigenen Feinheiten:
- Junge und erwachsene Bäume werden unterschiedlich beschnitten. Bei jungen Kirschbäumen dürfen die Triebe nicht stark beschnitten werden, da dies den Ertrag verringern kann. Es wird nur ein Sanitärschnitt durchgeführt. Erwachsene Bäume mit einer starken Krone benötigen einen stärkeren Schnitt. In diesem Fall können alte tragende Äste durch junge, kräftige ersetzt werden.
- Beim Beschneiden dicker Äste (Durchmesser über 1 cm) wird die Schnittstelle mit Baumwachs behandelt. Dies verhindert, dass Bakterien in die „Wunde“ gelangen, und beugt Fäulnis vor.
- Der herbstliche Sanitärschnitt wird jährlich durchgeführt.
Der günstigste Zeitpunkt für den Schnitt wird auf der Grundlage der klimatischen Besonderheiten der Region berechnet. Der Baum sollte bereits in die Ruhephase eingetreten sein, aber der Schnitt muss vor dem ersten Frost durchgeführt werden.
Zum Beispiel kann in warmen Regionen, in denen die angenehme Temperatur bis Dezember anhält, der Kirschbaumschnitt für die zweite Novemberhälfte geplant werden.
Erforderliche Werkzeuge

Alle Gartengeräte sollten von guter Qualität und scharf geschliffen sein. Davon hängt nicht nur ab, wie einfach ein Ast abgeschnitten werden kann, sondern auch die Qualität des Schnitts. Der Schnitt ist für den Baum eine Art „Wunde“, daher muss die Schnittstelle nach dem Entfernen des Astes sorgfältig behandelt werden. Dies verringert die Wahrscheinlichkeit einer Infektion der Pflanze mit unangenehmen Pilzkrankheiten.
Für den Kirschbaumschnitt können folgende Werkzeuge erforderlich sein:
- Gartenschere. Mit ihr lassen sich dünne Äste oder Triebe junger Bäume bequem entfernen.
- Eine Astschere hilft, an schwer zugängliche Stellen zu gelangen.
- Eine Gartensäge hilft, dicke Äste ab 5 cm zu entfernen.
Die Ausstattung ist nicht umfangreich, sie ist preisgünstig und in allen Gartengeschäften erhältlich, und bei richtiger Pflege hält sie viele Jahre. Und natürlich sollte man nicht auf Gartenhandschuhe verzichten, um sich die Hände nicht zu verletzen.
Schema für den Kirschbaumschnitt im Herbst

Die Kirsche beginnt früh Früchte zu tragen. Das ist gut für den Ertrag, aber solche Baumarten erschöpfen und altern schneller. Daher ist es wichtig, den Kirschbaumschnitt im Herbst nach einem Schema durchzuführen, das dem Alter des Baumes entspricht. Selbst wenn der Baum nur wenige Zweige behält, wird er besser Früchte tragen als ein ungeordnetes Gestrüpp aus sich gegenseitig behindernden Trieben.
Ziel des Schnitts ist es, schwache Äste zu entfernen und starke zu belassen, damit sich die Pflanze auf ihr Wachstum konzentrieren kann. Junge und erwachsene Bäume reagieren unterschiedlich auf die Kronenformung und das Entfernen von Ästen. Daher wird das Schnittschema für die Bäume etwas unterschiedlich sein.
Junge Bäume

Kann man Kirschbäume im Herbst beschneiden, wenn der Baum noch sehr jung ist? Manchmal ist es sogar notwendig, aber mit besonderer Vorsicht, da während des aktiven Wachstums die Wachstums- und Ertragsrate des Baumes festgelegt wird.
Schnittschema:
- Der erste Schnitt erfolgt bei einer Stammhöhe von 75 cm.
- Bei einem jungen Baum reicht es, 5-7 starke Äste zu belassen.
- Die übrigen Zuwächse werden entfernt, die Schnittstellen werden versiegelt.
- Alle nach innen wachsenden Triebe werden entfernt.
- Der normale Abstand zwischen den Zweigen sollte 5-8 cm betragen.
- Alle verbleibenden Zweige sollten in verschiedene Richtungen zeigen – nur so kann später eine schöne Krone geformt werden.
Setzlinge, die noch nicht mindestens zwei Jahre alt sind, dürfen nicht beschnitten werden. Maximal kann ein trockener Ast abgeschnitten werden.
Ausgewachsene Bäume

Obwohl der Baum verzweigt ist, wird das Ergebnis sofort sichtbar sein, wenn der Kirschbaum im Herbst nach dem richtigen Schema gut und korrekt beschnitten wird. Daher ist es nicht nötig, schwache, krumme Äste zu schonen, sie verlangsamen die Entwicklung des gesamten Baumes.
Schnittschema:
- Zur Vorbeugung werden die Äste unbedingt ausgelichtet. Bei ausgewachsenen Kirschbäumen wird die Krone zu dicht, die Äste behindern sich gegenseitig und verringern den Ertrag.
- Bei sehr hohen Bäumen werden die Spitzen um bis zu 60 cm gekürzt.
- Zu lange Triebe werden 'auf eine Knospe' zurückgeschnitten, wobei die Schnittlänge nicht mehr als 1 m betragen sollte.
- Im Durchschnitt werden die Triebe um 1/7 ihrer Länge gekürzt.
Nach dem Schnitt wird die Krone 'durchsichtiger', das bedeutet, jeder Ast erhält mehr Licht und das Risiko, dass schwache Triebe in einem schneereichen Winter unter dem Schnee erfrieren, wird geringer.
Pflege nach dem Schnitt

Scharfe Werkzeuge sind die Garantie dafür, dass die Schnittwunde schneller heilt und sich der Baum erholt. Die Schnittstellen werden mit Baumwachs bestrichen, was die schnelle Heilung fördert. In Gärtnereien werden auch spezielle Wundverschlussmittel verkauft, deren Konsistenz an Harz erinnert, das an der Luft aushärtet. Das Wachs oder die Verschlussmasse wird mit einem Pinsel oder einer Zahnbürste aufgetragen.

Aus dem Baumring müssen Laub und abgeschnittene Äste entfernt werden und dürfen nicht auf dem Kompost oder als Winterschutz zurückgelassen werden (für den Fall, dass befallene Exemplare darunter waren). Die Erde sollte etwas umgegraben (nicht tiefer als 15 cm), reichlich gewässert (10 l pro Quadratmeter) und der Boden mit einer 5%igen Harnstofflösung besprüht werden.
Das richtige Schema zum Kirschbaumschnitt im Herbst – Video