Kartoffelschädlinge

Als Hauptschädling von Kartoffeln und anderen Nachtschattengewächsen gelten der Kartoffelkäfer sowie Drahtwürmer, Stängel- und Zystennematoden sowie Motten und andere.

Betrachten wir die wichtigsten Kartoffelschädlinge sowie die Methoden zu ihrer Bekämpfung.

Stängelnematode der Kartoffel

Der Stängelnematode ist ein kleiner, weißer Wurm mit einer Größe von bis zu 1,5 Millimetern. In den Knollen befindet sich dieser Schädling an der Grenze zwischen gesundem und geschädigtem Gewebe. Das erste Anzeichen eines Befalls der Knollen ist das Auftreten weißer Flecken unter der Schale. Nach einiger Zeit löst sich die Schale an diesen Stellen vom Fruchtfleisch, und auf der Kartoffeloberfläche erscheinen braune Flecken mit metallischem Schimmer.

Der betreffende Schädling beschädigt die Knollen nicht vollständig, sondern nur nahe der Schale, im Gegensatz zur Kraut- und Knollenfäule. Als Hauptinfektionsquelle gelten befallene Knollen und der Boden, wenn Kartoffeln nach ungünstigen Vorfrüchten gepflanzt werden.

Kartoffelkäfer

Der Kartoffelkäfer bedarf keiner Vorstellung; dieses gelb-braune Insekt mit eiförmigem Körper ist allen Gärtnern bekannt. Die Käfer überwintern im Boden, und sobald sich die Lufttemperatur auf 15–17 Grad erwärmt, kommen sie an die Oberfläche, um Nahrung zu suchen.

Nach einiger Zeit paaren sich die Kartoffelkäfer, und ihre Weibchen legen auf der Blattunterseite bis zu 800 rote Eier ab. Die Larven schlüpfen zwei Wochen nach der Eiablage und beginnen intensiv zu fressen. Wenn die Kartoffeln nicht behandelt werden, bleiben nach einem Befall durch junge Kartoffelkäfer nur noch die Stängel übrig.

In einem Sommer kann ein Paar dieser Schädlinge bis zu drei Nachkommen hervorbringen. Mit Beginn des Herbstes graben sich die Käfer bis zu 50 Zentimeter tief in den Boden ein und verbleiben dort bis zum Frühjahr.

Siehe auch:
Pflanzung von Kartoffeln mit einem Einachsschlepper

Zystennematode der Kartoffel

Die Zystennematode befällt die Knollen und das Wurzelsystem der Kartoffel. Die Weibchen dieses Kartoffelschädlings sind kugelförmig, während der Körper der Männchen wurmförmig ist. Nach der Paarung und Eiablage (bis zu 1000 Stück) stirbt die Nachkommenschaft ab und wird zu einer Zyste, die bis zu 10 Jahre im Boden überdauern kann. Daher ist die Bekämpfung dieses Schädlings recht schwierig.

Von diesem Schädling befallene Kartoffelpflanzen wachsen langsamer, haben ein schwaches Wurzelsystem und bilden fast keine Ernte. Die Schäden durch diesen Schädling sind an den Knollen beim Ausgraben zu erkennen.

Die Zysten haben normalerweise eine weiße oder zitronengelbe Farbe. Als Hauptinfektionsherd gelten befallener Boden und Kartoffelknollen.

Bekämpfung von Kartoffelschädlingen

Die Hauptmaßnahmen zur Bekämpfung aller Kartoffelschädlinge sind die Einhaltung der Fruchtfolge. Die Kultur auf dem Feld sollte mit anderen, nicht verwandten Pflanzen wie Rüben oder Karotten gewechselt werden. Kartoffeln werden erst nach drei oder vier Jahren wieder an den gleichen Ort gebracht.

Große Bedeutung wird der Verwendung von gesundem Pflanzgut beigemessen. Für die Aussaat werden nur Knollen von gesunden Pflanzen ausgewählt. Ein wichtiger Vorgang ist die Herbstdüngung des Bodens mit Desinfektionsmitteln, z. B. Thiazon 40%.

Bei der Bekämpfung des Kartoffelkäfers, des Drahtwurms und der Nematoden hat sich das Präparat „Prestige“ bewährt, das zur Vorbehandlung des Saatguts verwendet wird. Die Wirkungsdauer dieses Mittels beträgt 40-45 Tage nach der Behandlung der Pflanzknollen.

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