Die weltweit bekannte Picasso-Kartoffel wird seit über 20 Jahren von vielen Landwirten und Gärtnern verwendet. Diese Tafelsorte wurde in den Niederlanden gezüchtet und wird in Russland seit 1995, in der Ukraine seit 1998 verwendet.
Wie der Name schon sagt, trägt die besprochene Kartoffel den Namen eines berühmten Künstlers. Grund dafür ist die originelle Färbung der Früchte. Der Großteil der Oberfläche ist gelb, und an den Augen sind rosafarbene Flecken unübersehbar, was die Frucht besonders macht. Das Fruchtfleisch der Picasso-Kartoffel ist cremig und hat einen ausgezeichneten Geschmack. Die Knollen enthalten wenig Stärke, bis zu 10 % des Fruchtgewichts, aber das Fruchtfleisch eignet sich hervorragend für die Zubereitung vieler Gerichte, allerdings kocht es nicht gut auf und behält seine ursprüngliche Form.
Die besprochene Sorte gehört zu den mittelspäten Kartoffeltypen. Ihre Vegetationsperiode beträgt 4,5–5 Monate. Bei guter Pflege kann das Gewicht einer einzelnen Knolle bis zu 120 Gramm betragen, wobei jeder Picasso-Strauch bis zu 20 Kartoffeln hervorbringt. Die besten Erträge in der Russischen Föderation erzielt man beim Anbau dieser Kartoffel in den klimatischen Bedingungen der zentralen Schwarzerderegion und der Zentralregion.
Die Sträucher der Sorte Picasso werden hoch und breit. Um keinen Ertrag zu verlieren, hält man einen Abstand von 40–50 Zentimetern zwischen den benachbarten Pflanzen ein. Die Blätter sind groß, dunkelgrün, die Blütenstände groß und weiß.
Viele Gärtner ziehen den Anbau der Kartoffelsorte Picasso vor, da sie Hitze und Trockenheit verträgt. Ein Mangel an Feuchtigkeit wirkt sich nur geringfügig auf den Ertrag aus, dennoch ist es wichtig, während der Blütezeit der Kartoffel ausreichend Wasser bereitzustellen. Die besprochene Sorte ist immun gegen Schorf und Knollenfäule, sie wird nicht von Krebs und Nematoden befallen, fürchtet jedoch Krautfäule und das Blattrollvirus.
Eine weitere positive Eigenschaft dieser Kartoffel ist ihre lange Lagerfähigkeit. Der Verlust an Früchten nach der Überwinterung beträgt etwa 10 %, daher kann man diese Kartoffel in großen Mengen kaufen und im Keller einlagern.
Die zum Pflanzen ausgewählte Kartoffel muss nicht zwingend vorgekeimt werden, aber wenn eine frühe Ernte der Knollen geplant ist, müssen diese Maßnahmen unbedingt durchgeführt werden. Das Vorkeimen von Saatkartoffeln verkürzt die Vegetationsperiode um 3–4 Wochen. Bei großen Knollen ab 100 Gramm werden sie in zwei Teile mit der gleichen Anzahl an Augen geschnitten.