Welche Heilkräuter können Sie im Garten in der gemäßigten Zone Russlands anbauen?

Heilpflanzen werden im Bewusstsein der Datschniks oft mit Gewürzen und Würzmitteln gleichgesetzt. Und das ist berechtigt, da viele Pflanzen, die für den Anbau in der Mittelzone geeignet sind, genau diese doppelte Funktion haben. Gibt es viele Pflanzen, die die mittelrussischen Wetterlaunen ertragen können? Ja, eigentlich nicht wenige. Welche und wie kann man sie auf dem Grundstück anbauen?

Antwortet Agronom Peter Sinkowski:

— Tatsächlich haben die meisten Datschniks bereits jetzt Heilpflanzen im Gemüsegarten. Denn vergessen wir nicht: Dill, Wurzel- und Blattpetersilie, Sellerie (Wurzel-, Blatt- und Stangensellerie), Zitronenmelisse, Fenchel, Wermut — all das ist formell und informell genau das heilende «Grün». Die Liste ist also eigentlich schon begonnen. Man kann ihr getrost Thymian, Minze, Oregano, Ysop, Estragon, Stevia, Quendel hinzufügen. Wie Sie sehen, geht es hier bereits um eine Kombination mit Gewürzen, aber für den einen ist es ein Gewürz, für den anderen auch ein Mittel zur Behandlung bestimmter Beschwerden.

Alle genannten Pflanzen sind gut für den Anbau in der Mittelzone Russlands geeignet, aber auch sie — sind bei weitem nicht alles. Vergessen wir nicht Ringelblume, Kamille, Schafgarbe, Zweizahn, Liebstöckel, Johanniskraut, Baldrian. Sie stammen etwas aus dem Bereich der Wildpflanzen (wie übrigens auch der Wermut), sind aber durchaus angebracht, wenn nicht im Gemüsebeet, dann im Blumenbeet auf jeden Fall.

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Vorausschauendes Handeln

Dill, Petersilie, Sellerie, Fenchel, Thymian, Quendel werden in der Regel ausgesät. Man kann ihnen separate Flächen widmen oder sie in Mischkulturen mit Freilandtomaten, Kartoffeln, Kohl, Karotten und so weiter verwenden. 

Thymian, Minze, Oregano, Zitronenmelisse, Estragon, Stevia, Liebstöckel sollte man besser separat ansiedeln oder in Kompositionen verwenden, die dazu dienen, die Baumscheiben von Obstbäumen zu schmücken.

Ringelblume fügt sich leicht in jede Blumenkomposition ein und kann ebenso als hervorragende Einfassung von Hochbeeten und anderen derartigen Abgrenzungen dienen.

Kamille, Schafgarbe, Zweizahn, Johanniskraut, Baldrian, Ysop sollte man hingegen besser getrennt halten und sorgfältig auf ihr Ausbreiten achten. Der Grund ist, dass diese Pflanzen sehr aggressiv sind und sich bei Kontrollverlust schnell in Unkraut verwandeln und benachbarte Kulturen unterdrücken können.

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