Das vielgestaltige Pyrethrum, auch Persische Kamille genannt

Pyrethrum roseum, auch Persische Kamille genannt, hat eine verwandte Art, das Fleischrote Pyrethrum, mit dem es oft verwechselt wird. Beide Pflanzen gehören zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) und sehen äußerlich sehr ähnlich aus – große Blütenstände wie bei der gewöhnlichen Kamille, aber die Zungenblüten sind in kräftigen Rosatönen und rot-himbeerfarbenen Farbtönen gefärbt. Die Persische Kamille wächst in der Natur in den Vorgebirgen des Kaukasus und in Transkaukasien, wurde schon vor langer Zeit in Kultur genommen und ist seit über zwei Jahrhunderten bei Gärtnern beliebt. An ihren natürlichen Standorten ist sie in zahlreichen Varietäten vertreten, die sich in Größe und Farbe der Blüten unterscheiden – von blassrosa bis zu kräftigen, satten Tönen von Himbeerrot und Bordeaux. Es gibt gefüllte Formen. Durch die Arbeit von Züchtern sind viele Hybridformen und Sorten entstanden, die auf der ganzen Welt verbreitet sind. Inhalt:

  • Aussehen
  • Kulturbedingungen
  • Pflanzung und Pflege

Aussehen

Die Persische Kamille ist eine mehrjährige krautige Pflanze mit einer durchschnittlichen Höhe von 50–70 cm, einem aufrechten Stängel und fiederspaltigen Blättern unterschiedlicher Größe – an der Basis größer, am Stängel kleiner und schmaler. Das Pyrethrum blüht in körbchenförmigen Blütenständen mit einem Durchmesser von 3 bis 6 cm, die aus zwei Arten von Blüten bestehen – Zungenblüten und Röhrenblüten. Die Zungenblüten sind am Rand angeordnet und in Rosatönen gefärbt, während die zahlreichen Röhrenblüten in einem dichten, leuchtend gelben Zentrum zusammengefasst sind. Die Blütezeit beginnt im Früh- oder Hochsommer und kann unter günstigen Bedingungen bis zu zwei Monate dauern.

Um die Blütezeit zu verlängern, werden die verwelkten Blütenstände entfernt. Das Pyrethrum bildet einen lockeren Busch, der sich über oberflächliche Rhizome ausbreitet. Es sieht in Monokulturen und in Mischbeeten mit anderen Stauden schön aus, kann aber eine regelmäßige Erneuerung erfordern, da die Pflanze bei strengen Wintern und hoher Luftfeuchtigkeit ausfällt und ihre Lebensdauer auf wenige Jahre begrenzt sein kann.

Damit die Persische Kamille nicht degeneriert, werden die Pflanzen regelmäßig geteilt und umgepflanzt, neue ausgesät oder junge Setzlinge eingepflanzt. Bei dieser ständigen Pflege verliert das Blumenbeet lange Zeit nicht an Attraktivität. Dank der geraden und recht festen Stiele sowie der schönen, leuchtenden Blüten ist Pyrethrum roseum nicht nur als Ziergartenpflanze gefragt, sondern wird auch aktiv als Schnittblume verwendet. Es sieht in einem reinen Strauß aus dieser Pflanze schön aus, harmoniert aber auch hervorragend mit anderen Gartenblumen, darunter der gewöhnlichen Margerite, anderen Pyrethrum-Arten, Coreopsis, Echinacea und Rudbeckia, sowie mit Gräsern und Gypsophila. Die Schönheit von Pyrethrum roseum macht es im Gartenbau und in der Floristik sehr gefragt.

Wachstumsbedingungen

In natürlichen Verbreitungsgebieten ist diese Pflanze daran gewöhnt, auf recht fruchtbaren Böden ohne übermäßige Feuchtigkeit zu wachsen, daher wird sie in Gärten an Standorten mit guter, frischer, nährstoffreicher, durchlässiger und lockerer Erde gepflanzt. Magere, trockene und sandige Böden sind für Pyrethrum ungeeignet – es wächst und blüht schlecht, die Blütenstände werden schnell klein, der Busch verkümmert und stirbt ab. Auch niedrige, überflutete Standorte sind für die Kamille nicht geeignet – trotz ihrer Genügsamkeit überlebt sie keine längere Staunässe, besonders in der kalten Jahreszeit. An einem richtig gewählten Standort im Garten zeigt sich die Persische Kamille in voller Pracht. Die Pflanze stellt keine hohen Ansprüche an Licht, kann auch im Halbschatten gut wachsen, benötigt aber für eine üppige Blüte Sonne. In voller Sonne kann die Pflanze unter Austrocknung leiden, aber bei regelmäßigem Gießen hält sie auch einem vollsonnigen Standort stand. Die ideale Variante ist ein Standort, der einen Teil des Tages von der Sonne beschienen wird und die restliche Zeit leicht schattig ist. Unter solchen Bedingungen lebt das Pyrethrum lange. Die Bewässerung ist für die Persische Kamille wichtig, besonders während der Blütezeit. Bei chronischem Wassermangel kann die Blüte stark zurückgehen und die Pflanze geschwächt werden.

Wenn man sie jedoch „überschwemmt“, faulen die oberflächlich liegenden Wurzeln und der Busch kann absterben. Gleichmäßiges, mäßiges Gießen gewährleistet eine starke Gesundheit, Langlebigkeit und eine qualitativ hochwertige Blüte des rosafarbenen Pyrethrums.

Auf kargen Böden kann man gut verrotteten Humus oder Kompost einbringen. Die Pflanze hat oberflächliche Wurzeln, die oft freiliegen und austrocknen, daher dient das Mulchen des Bodens mit krümeligem Humus nicht nur der Düngung der Kamille, sondern auch dem Mulchen der Büsche. Die Mulchschicht schützt auch vor dem Austrocknen des Bodens. Die Persische Kamille ist eine anspruchslose, recht frostharte Pflanze, die den ganzen Sommer über den Garten schmückt.

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Pflanzung und Pflege

Das vielgestaltige Pyrethrum, auch Persische Kamille genannt

Die Pflanze vermehrt sich auf drei Arten:

  • Durch Teilung des Strauchs
  • Durch Aussaat von Samen
  • Selbstaussaat

Überwucherte Pflanzen kann man sogar mit den Händen teilen. Jeder Teil sollte kräftige, entwickelte Wurzeln und mehrere starke Stängel haben. Wenn die Triebe zu lang sind und die Pflanze schlecht im Boden hält, kann man sie kürzen – das Pyrethrum erholt sich schnell und bildet einen gesunden, ansehnlichen Busch. Die Blüte tritt bei dieser Teilungsmethode im Pflanzjahr ein. Man teilt die Pflanze im Frühjahr, wenn die Grünmasse zu wachsen beginnt und die Knospen deutlich sichtbar sind. Die Teilungen werden am endgültigen Standort gepflanzt, ins Pflanzloch kann Dünger gegeben werden. Umgepflanzte Pflanzen benötigen regelmäßiges Gießen und bei hohen Temperaturen und starker Sonne Schatten. Die Aussaat von Samen ermöglicht es, viele neue Pflanzen zu gewinnen oder verschiedene Pyrethrum-Sorten anzubauen. Die Samen werden auf die Erdoberfläche in Kisten ausgestreut, die in warmen Räumen stehen. Darüber wird eine dünne Erdschicht gestreut und gewässert. Wärme und regelmäßiges Besprühen fördern gleichmäßige und kräftige Keimlinge. Die optimale Aussaatzeit ist März.

Die erhaltenen Setzlinge werden in einen kühleren Raum gestellt, und die größeren Jungpflanzen werden allmählich an die Umgebung gewöhnt, indem man sie ins Freie stellt. Nach der Abhärtung werden die Setzlinge an ihren endgültigen Standort gepflanzt, wobei man sie vor der prallen Sonne schützt. Ein Teil der Sämlinge blüht noch im selben Jahr, der Rest im nächsten.

Selbstaussaat ist eine einfache Methode, um eine große Anzahl abgehärteter Setzlinge zu erhalten. Die letzten Blütenstände des Pyrethrums werden nicht abgeschnitten, sondern für die Samenbildung belassen. Beim Abfallen bleiben die Samen im Boden erhalten und keimen im Frühjahr, wobei sie auf natürliche Weise abgehärtet werden. Die größeren Sämlinge werden ausgegraben und umgepflanzt. Nachteile dieser Methode: Die Sämlinge verteilen sich über die ganze Fläche, und die verschiedenen Sorten vermischen sich. Pyrethrum ist eine pflegeleichte, einfach zu vermehrende Pflanze. Die im Garten gepflanzte Persische Kamille wird ihn lange Zeit mit ihren schönen, leuchtenden Blüten schmücken. Im ökologischen Landbau wird Pyrethrum-Pulver zur Schädlingsbekämpfung eingesetzt. Sehen Sie alles über Kamillen im Video:

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