Heidelbeere wird von russischen Hobbygärtnern seit relativ kurzer Zeit kultiviert, sie hat keine übermäßige Popularität erlangt, gehört aber beständig zu den Top der vielversprechendsten Kulturen. Viele würden sie gerne auf ihren Grundstücken haben, aber oft verschwindet der Wunsch, weil der Anbau von Kulturheidelbeeren keineswegs einfach ist. Doch diejenigen, die diese Schwierigkeiten überwinden, genießen ihre Beeren in vollen Zügen. Wie groß können sie wohl werden?
Antwortet Agronom Pjotr Sinkowski:
— Im Vergleich mit anderen Beerenkulturen ist die Großfrüchtigkeit der Kulturheidelbeere, natürlich wohl, sehr relativ. Auf Grund ihrer Herkunft setzt die Heidelbeere eher auf Quantität als auf Masse. Als großfrüchtig gelten Sorten, deren Beeren ein Gewicht von 2,5-4 Gramm erreichen, selten mehr. Ja, es gibt auch 6- und 7-Gramm-Exemplare, aber das ist die Ausnahme, sondern nicht die Regel.
Eine der großfrüchtigsten Sorten — Bonus. Der Strauch ist bei ihm hochwüchsig, mit ausgezeichneter Winterhärte. Die Beeren — bis zu 4 g, dabei zeichnen sie sich durch gute Haltbarkeit aus. Das Fruchtfleisch ist bei ihnen fest, aromatisch, mit ausgeprägtem Heidelbeergeschmack.
Die Sorte Herbert zeichnet sich durch hohen und stabilen Ertrag aus, die Beeren — bis zu 3,6 g. Die Winterhärte ist hoch, relativ anspruchslos in der Pflege. Doch die Vermehrung bereitet mit großer Mühe.
Bis zu 3 g Gewicht erreichen die Beeren der Heidelbeersorte Bluejay. Die Winterhärte ist bei ihm etwas geringer als bei den ersten beiden, dafür können die Beeren länger am Strauch bleiben, ohne Qualitätsverlust, als bei vielen anderen Sorten, die Abfallrate ist praktisch null, was für Hobbygärtner, die Heidelbeeren anbauen, nicht unwichtig ist.
Eine weitere großfrüchtige und beachtenswerte Sorte — Chandler. Die Beeren — von 3 bis 5 g, von ausgezeichnetem Geschmack, sowohl frisch als auch verarbeitet, aber dabei, im Gegensatz zu Bonus, schlecht haltbar, wenn sie vom Strauch genommen werden: sie werden schnell matschig und platzen. Dementsprechend benötigen sie eine schnelle in schneller Verarbeitung, was nicht immer bequem ist.
Alle oben genannten Sorten — sind hochwüchsig. Unter den niedrigwüchsigen kann man in puncto Großfruchtigkeit die Sorte Chippewa hervorheben. Die Beeren — bis zu 3-3,5 g, allerdings ist der Ertrag nicht immer stabil, aber dafür zeichnen sie sich durch einen feinen Geschmack aus und sind sehr süß. Chippewa — ist frosthart, schattenverträglich, anspruchslos und trockenheitsresistent. Ein weiterer Vorteil der Sorte — ist ihr hoher Zierwert.