Die Goldlilie vermehrt sich durch Brutknospen, Schuppen und Samen. Die Brutknospen entwickeln sich in den Blattachseln der Blätter an der Basis der Pflanze. Sie werden nach Abschluss des Wachstums abgetrennt und in kleine Töpfe oder ins Freiland gepflanzt.
Eine Teilung erfolgt nur, wenn die Pflanze kräftig genug ist, an einem ungeeigneten Platz steht oder wenn die Zwiebeln zu tief in der Erde sitzen und deshalb schlecht blühen.
Die Vermehrung durch Samen erfolgt nach deren Reife durch Aussaat in Töpfe, in denen sich eine Schicht grob zerkleinerter Heideerde befindet und darüber eine Schicht fein zerkleinerter Heideerde. Die Samen werden auf die obere Schicht gesät. Die Aussaat wird leicht angedrückt, mit Erde bedeckt und mit Glas abgedeckt. Wenn keine Heideerde vorhanden ist, kann man eine Mischung aus kieselsäurehaltiger Wiesenerde und gut verrotteter Schwarzerde verwenden. Sind die Sämlinge gesund, können sie zwei bis drei Jahre im Topf bleiben; andernfalls werden sie in frische Erde umgepflanzt. Die Lilie wird von September bis November gepflanzt. Die Pflanze wird umgepflanzt, wenn die Blüten kleiner werden oder die Mitte des Busches zu verderben beginnt.
Der beste Boden ist lehmig-kieselsäurehaltig, leicht, reich, nährstoffreich, frisch und etwas feucht (aber nicht trocken) auf durchlässigem Untergrund. Für junge Zwiebeln ist es vorteilhaft, etwas Heideerde beizumischen. Für ältere Zwiebeln ist es besser, gut verrottetes Laub oder Pflanzenreste beizufügen, zum Beispiel verrottetes Gras und Rasensoden.
Für eine lange Blütezeit der Goldlilien müssen die Blüten vor starker Sonneneinstrahlung geschützt werden, indem man sie mit einem durchsichtigen Tuch, einem lockeren Geflecht oder leichten Strohschirmen abdeckt. Aus demselben Grund sollte man bei einer gerade aufgeblühten Blüte die Staubblätter entfernen.
Die Pflanze überwintert im Boden. Die Zwiebeln werden (nach Abschluss des Wachstums) aus der Erde genommen und in leicht feuchte Erde gepflanzt. Bei Feuchtigkeitsmangel trocknen die Zwiebeln aus, bei zu viel Feuchtigkeit treiben sie aus.