Tomaten, Gurken, Paprika. Wie man die Erde für Setzlinge selbst herstellt

Wenn Sie gesunde Setzlinge züchten möchten, dann müssen Sie vor allem die richtige Erde dafür auswählen. Der Gärtner warnt: Es gibt kein «Allheilmittel» für alle Pflanzen — jede erfordert ihre eigene, einzigartige Zusammensetzung.

Aber eine Regel gilt immer — die Erde für Setzlinge muss mehrkomponentig sein, sie muss organische und anorganische Elemente enthalten.

Als organische Bestandteile eignen sich:

  • Gute Grassode: wird im Sommer gesammelt, geschnitten und getrocknet.
  • Gartenerde: direkt aus Ihrem Garten, aber vergessen Sie nicht die gründliche Reinigung von Schädlingen.
  • Laubkompost: aus ausschließlich gefallenen Blättern, ohne Verunreinigungen.
  • Humus: ein in seinen Nährstoffeigenschaften einzigartiger Bestandteil.
  • Fertiger Kompost: hergestellt aus verschiedenen organischen Abfällen.
  • Niedermoortorf: hervorragend geeignet, vermeiden Sie saure Hochmoorsorten.
  • Torfmoos: ein unglaublich wasserspeicherndes und leichtes Material.
  • Sonnenblumenschalen: dienen als hervorragende Zusatz, verbessern die Struktur.
  • Eierschalen: eine Quelle für Kalzium und Aroma.
  • Holzasche: verleiht nicht nur eine einzigartige Farbe, sondern bereichert auch den Boden mit wertvollen Mineralien.

Auch anorganische Bestandteile haben eine wichtige Bedeutung:

  • Flusssand: wichtig für die Drainage und Lockerheit.
  • Perlit: umweltfreundlich, unschädlich, neutral und nützlich.
  • Vermiculit: porös und sehr wertvoll für die Feuchtigkeits- und Nährstoffspeicherung.
  • Hydrogel: ein universeller Helfer zur Aufrechterhaltung optimaler Feuchtigkeit.
  • Blähton: ein gutes Drainagematerial.
  • Zerkleinerter Styropor: ein unverzichtbarer Bestandteil für Leichtigkeit und Luftdurchlässigkeit.

Letztendlich ist ideale Erde — eine harmonische Kombination aus organischen Bestandteilen (Torf, Erde, Kompost, Rinde) mit mineralischen Zusätzen (Sand, Perlit, Düngemitteln).

Leichtere und luftdurchlässigere Alternativen zur Erde — das sind Sägespäne, Perlit, Hydrogel, Sand und Mineralwolle. Es ist wichtig zu bedenken, dass die Wahl von den spezifischen Bedürfnissen Ihrer Pflanzen abhängt.

Was in was säen

Nun, jetzt schauen wir uns an, welche Kulturen — in welche Erden gesät werden.

Gurken

  1. Für eine nährstoffreiche Erdmischung mischen Sie zwei Teile Torf, zwei Teile Humus und einen Teil verrottete Sägespäne. Auf jeweils zehn Liter dieser Basis fügen Sie einen Esslöffel Asche und jeweils einen Teelöffel Harnstoff, Superphosphat und Kaliumsulfat hinzu.
  2. Verbinden Sie gleiche Teile Rasenerde und Kompost (oder Humus). Geben Sie in den entstandenen Eimer einen Esslöffel Asche, zehn Gramm Kaliumsulfat und zwanzig Gramm Superphosphat.
  3. In dieser Mischung überwiegt Torf (sechs Teile), aber fügen Sie für das Gleichgewicht je einen Teil Humus, Sägespäne, Sand und Kuhmist hinzu.
  4. Für eine ausgewogene Erde mischen Sie je einen Teil Rasenerde, Torf, Humus und verrottete Sägespäne.
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Paprika

  1. Klassiker. Mischen Sie zwei Teile Humus mit einem Teil Rasenerde. Dies ist eine universelle Variante, die sich ideal für die meisten Pflanzen eignet.
  2. Torfkomfort. Vereinigen Sie zwei Teile Torf und zwei Teile Humus. Diese Mischung sorgt für eine hervorragende Wasserhaltefähigkeit.
  3. Reicher Humus. Mischen Sie drei Teile Humus mit zwei Teilen Rasenerde. Dies ist eine ausgezeichnete Lösung für Pflanzen, die einen hohen Nährstoffgehalt benötigen.
  4. Torfbeschleuniger. Für schnelle Ergebnisse mischen Sie zwei Teile nährstoffreiche Torferde mit einem Teil Rasenerde. Ideal für Setzlinge und schnell wachsende Pflanzen.
  5. Komfort mit knusprigen Zusätzen. Um die Struktur zu verbessern und zusätzliche Nährstoffe zuzuführen, vereinigen Sie vier Teile Torf mit zwei Teilen Rasenerde, einem Teil Humus und einem Teil verrotteten Sägespänen. Diese Mischung fördert das aktive Wachstum und die gute Entwicklung des Wurzelsystems.

Tomaten

  1. Kombinieren Sie Torf (viermal mehr als Rasenerde), Rasenerde und Kuhmist (16 mal weniger als Torf). Ergänzen Sie die Mischung mit Flusssand (3 Liter pro Eimer), Zusätze: Ammoniumnitrat (10 g), Superphosphat (20–30 g) und Kaliumsalz (10–15 g).
  2. Leicht verbesserte Mischung aus Torf, Sägespänen und Kuhmist (im Verhältnis 3:1:0,5). Fügen Sie für eine bessere Struktur und Ernährung, wie im vorherigen Rezept, Flusssand (3 Liter) sowie die notwendigen Nährstoffe hinzu: Ammoniumnitrat (10 g), Superphosphat (20–30 g) und Kaliumchlorid (10–15 g).
  3. Kombination von Humus, Torf, Rasenerde und verrotteten Sägespänen zu gleichen Teilen. Zu dieser Mischung geben wir Asche (1,5 Tassen pro Eimer), Superphosphat (3 EL), Kaliumsulfat (1 EL) und Harnstoff (1 TL). Diese Zusammensetzung liefert eine starke Nährstoffquelle für Pflanzen.

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