Mehrjährige Chrysanthemen werden in warmen Gewächshäusern oder im Freiland angebaut.
Die Pflanzenhöhe beträgt 40–60 cm. Die aufrechten, verzweigten Stängel bilden einen Busch, die Blätter sind grün oder mit einem grauen Flaum bedeckt und haben einen gezackten Rand. Die Form der Blütenstände ist unterschiedlich.
Nach der Größe der Blütenstände werden Chrysanthemen in großblütige (mit einem Blütenstanddurchmesser von 10–30 cm) und kleinblütige (3–9 cm) eingeteilt. Die Blütenstände befinden sich an den Enden der Triebe. Die Blütenfarbe: weiß, gelb, rosa, lachsfarben, orange und kupferrot. Die Blüten sind einfach, gefüllt und halbgefüllt.
Blütezeit:
— frühe Sorten — August bis Mitte Oktober;
— mittlere Sorten — Oktober bis November;
— späte Sorten — Dezember.
Um die Blütezeit zu verlängern, wird empfohlen, die Bewässerung der Chrysanthemen zu reduzieren.
Besonderheiten der Vermehrung von Chrysanthemen durch Stecklinge
Die Stecklingsvermehrung großblütiger Sorten erfolgt von Januar bis Mitte Juni, die kleinblütiger Sorten von Februar bis Ende Juni. Die Vermehrung durch Stecklinge verläuft wie folgt. Während der Blütezeit wählt man eine Mutterpflanze aus, deren oberirdischen Teil man abschneidet, und pflanzt sie in einen Topf.
Die Lagertemperatur der Pflanze im Winter beträgt 4–8 °C. Einen Monat vor dem Stecklingsschneiden wird die Temperatur auf 10–12 °C erhöht und die Bewässerung verstärkt. Wenn an den Trieben der Mutterpflanze mindestens 6 Blätter vorhanden sind, beginnt man mit dem Stecklingsschneiden. Die Länge der Stecklinge beträgt 6–8 cm (mit 3–4 Blättern).
Die Stecklinge werden mit einer Mischung aus Talkum und Heteroauxin (1 g bzw. 10–20 mg) behandelt und in Sand gepflanzt. Die Pflanztiefe beträgt 1–1,5 cm; die Pflanzdichte: 400–500 Stecklinge pro 1 m2. Die Bewurzelungstemperatur beträgt 15–16 °C. Sobald das Wachstum der Triebspitze beginnt, werden die jungen Pflanzen an ihren endgültigen Standort umgepflanzt. 3–4 Wochen zuvor beginnt man, die Pflanzen abzuhärten, indem man sie für einige Zeit ins Frühbeet bringt.
Es gibt Besonderheiten, auf die man achten sollte. Für die Knospenbildung benötigen viele Sorten eine lange Nacht und einen kurzen Tag. Umgekehrt benötigen Chrysanthemen für die Blattbildung und das Höhenwachstum einen langen Lichttag. Somit beeinflusst die Qualität und Quantität des Lichts stark den Habitus der Pflanze.
Der Wasserbedarf ist bei verschiedenen Sorten unterschiedlich. Sorten mit großen und dünnen Blättern benötigen einen feuchteren Boden als solche mit harten und kleinen Blättern. Die optimale Bodenfeuchtigkeit beträgt 70 %. Bei niedrigen Temperaturen ist der Feuchtigkeitsbedarf der Pflanzen geringer als bei hohen. Alle 10 Tage werden die Chrysanthemen gejätet und der Boden gelockert. Es sind systematische Düngungen mit Mineraldüngern erforderlich.
Ende August bis Anfang September werden die Chrysanthemen in ein Frühbeet oder ein Gewächshaus mit einer Temperatur von 10–12 °C gebracht oder es wird ein Schutz über ihnen aufgebaut.